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[noise15]

[format]
vinyl 12"

[playtime: soon min. soon sec.]

Overture
The Patient
Man on the run
The Prisoner
The Priest
Interlude I: Down to the cellar
The Survivalist
The Wage slave
Protagonist in a coma
Interlude II: Out Yonder
The Unruly Child

[release date]
06.11. 2008

[pressing info]
500 made (incl. download code)
transparent clear vinyl & gatefold artwork
in cooperation with
deaf cult records

reviews

www.wltu-music.de

Schon die ersten Akkorde gehen einem durch Mark und Bein, denn THE PLAGUE MASS haben viel Wert auf einen durchvollen Sound gelegt und wer die Split mit WORLDS BETWEEN US kennt, weiß dass die Österreicher eher die brachiale Seite des Musikuniversums schätzen. So dreschen sie sich durch düstere Hymnen, die meist leicht übersteuert klingen, aber stets an THE SWARM, REVERSAL OF MAN, MAN VS HUMANITY, ZERIOD und ähnlich geniale Gruppen erinnern. Gesanglich meint man oft Jeff Walker hätte die Aufgabe am Mikro übernommen, aber das ändert nichts daran, das "The Prisoner" einen superben Choral spendiert bekommt, der den Song einfach zur Hymne macht. Bisweilen hört man auch Death Metal Licks, aber auf Dauer driften die Grazer nie in Metal-Gefilde ab, sondern variieren gekonnt ihr Oevre. Ein unverzichtbares Release für Freunde des Nihilistischen und Kenner der düsteren Materie im Hardcore. (35:52) (7,5) Thomas Eberhardt

www.demonic-nights.at

Herzlich Willkommen auf dem Planet Idontgiveafuck. Hier haben sich Plague Mass, ein vierköpfiges Hardcore- / Punk- / Metal-Monster aus Graz breit gemacht. Nach eigener Angabe mögen sie laute Musik, veganes Essen und tote Rechtsaußen-Politiker in Autos. Echte Lebensmenschen, eben. Ihr mittlerweile zweites Album "Living Among Meat Eaters" ist nun beim österreichischen Hardcore-Vorzeigelabel Deafcult erhältlich.
Über ein kurzes, instrumentales Intro – passenderweise "Overture" betitelt – geht es direkt in "The Patient". Rasend und mit Schaum vorm Mund geht es durch 79 Sekunden Wahnsinn. Converge, anybody? "The Priest" beweist, dass die Grazer auch melodische Parts beherrschen. Immer wieder tauchen kleinere Breaks auf, wird klar gesungen und ansatzweise Eingängigkeit beweisen, während wenige Sekunden später der Hochgeschwindigkeitszug erneut zu entgleisen droht.
Absolut hörenswert sind die beiden Interludes, die Plague Mass von einer etwas gespenstischeren, aber nicht minder technisch beeindruckenden Seite zeigen. In "Protagonist In A Coma" und dem Rausschmeißer "The Unruly Child" hat man in der zweiten Hälfte beinahe monumentale Tracks platziert. Das Tempo wird etappenweise rausgenommen, man setzt auf Samples, Botch und Groove.
Roh, abwechslungsreich und top produziert – "Living Among Meat Eaters" verlangt eigentlich nach mehreren Superlativen. Plague Mass aus Graz schippern im Fahrwasser von Converge und Konsorten, ohne dabei auf ihre eigene Note zu vergessen. Ergebnis: Wuchtige Songs, metallische Achterbahnfahrt und endlich mal richtig gute Texte. Hier braut sich etwas zusammen...
Wertung: 8/10 (dawak)

dosenmusik

Krustig und doch modern
Plague Mass bezeichnen sich selbst gerne als priviligierte Ärsche aus Graz, Österreich, und zocken im Grunde genommen einen Mix aus crustigem Hardcore mit moderner Ausrichtung und leichten Metal- Noten hier und da.
"Living Among Meat Eaters" fängt mit einem brachialen Intro an und geht nahtlos in "The Patient" über, welches zwar durchaus melodisch ist, jedoch beständig nach vorne drückt. Hin und wieder sorgen kleine Breaks und die ein oder andere Dissonanz für Würze und auch die "moshigeren" Teile wissen zu überzeugen. Im Prinzip geht es in dieser Form beständig weiter, jedoch ohne zu langweilen. Mal wird im Midtempo auch mal halbwegs cleaner Gesang verwendet ("Man On The Run"), oder wütende Stakkato- Riffs stampfen wie eine Horde wildgewordener Nilpferde durchs Zimmer ("The Prisoner"). Der Gitarrensound ist ein großes Plus dieses Albums, so eine dreckig verzerrte und trotzdem dick produzierte Wand hört man leider viel zu selten bei solchen Platten.
Auch die Vocals fügen sich nahtlos ein, giftig keift sich der Sänger die Seele aus dem Leib, fast schon in schwarzmetallischer Manier. Hin und wieder setzen fette Chöre ein, aber meist nicht lange, nur beim vorher bereits erwähnten "The Prisoner" haben sie einen längeren aber auch genial melodischen Auftritt.
Düster, dreckig, krachig aber dennoch melodisch, das sind die 4 Attribute, auf die man das Album evt. zusammenfassen könnte. Auf jeden Fall atmen diese Ösis gehörigen Punk- Spirit und drücken unentwegt aufs Gaspedal. Tragedy liefern gehörig Einflüsse, werden aber prima durch eine sehr moderne Ausrichtung ergänzt, ähnlich den famosen aber leider bereits aufgelösten Endstand aus Finnland. Dass Plague Mass damit ausgerechnet der Nachfolgeband Endstands, nämlich Deathbed, mit einem sehr skandinavischen Sound am nächsten kommen, verwundert höchstens aufgrund der Distanz zwischen Helsinki und Graz. Was bleibt ist moderner Hardcore mit Kruste, Melodie und viel Leidenschaft, der definitiv den Griff in den Geldbeutel wert ist! (12/15)