Doomina – Doomina / noise44

Doomina – Doomina / noise44

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FORMAT
LP

STATUS

available

RUNNINGTIME
42 min. 17 sec.

TRACKLIST
01 Keira
02 Kepler 10b
03 Pangaea
04 Behold … The Fjord!
05 Prince Of Whales

PRESSING INFORMATION
345 made,115 solid purple, 115 solid gold black mix, 115 solid orange black mix
download code & cd included

RELEASE DATE
10.12. 2015

collective-zine.co.uk

I was convinced this would be a Doom release given their name. However, Dommina aren’t quite that predictable and actually play post-rock, combining the soft, gentle wanderings of Explosions In The Sky with the harsher sound of The Sea Like Lead, basically flipping between the two from time to time. It’s not bad at all and if I hadn’t heard it many times before I’d probably be hyping it. ‘Kepler 10b’ is a highlight as 5 minutes in they pull out a wonderful guitar passage, before returning to distortion and the drummer smashing his kit apart. There are a few other moments during the 42 minutes that make me think “wow, this is great” but many average ones too. (Oli Saunders)

nawakposse.com
Bien que le groupe ait démarré en 2006, lorsque j’ai vu que j’allais chroniquer DOOMINA, j’ai cru que j’allais devoir me rendre dans un club SM autrichien. Il n’en est finalement rien, puisqu’il s’agit effectivement d’un CD tout ce qui semble de plus classique et intitulé ” Doomina “. Et tellement classique qu’il faut aussi l’insérer dans la chaine et non ailleurs, malgré son titre laissant songeur.
Bien que le quintet tente de nous faire croire qu’il est composé de grosses ” Keira “, son entrée en matière délicate nous permet de nous poser très tranquillement et de découvrir son univers de charmante manière. Le ton commence à gonfler vers les 2.30 minutes de cette première piste, on arrive à partir de ce moment à saisir les multiples influences de la formation. Cependant elle n’en dévoile pas trop pour le moment, laissant assez rapidement la pâte redescendre vers une pop rock posée et ne cherchant pas à décoller, avant d’en remettre finalement une nouvelle couche. “Kepler 10b” lui démontre immédiatement sa teneur en métal puissant, avant là encore de se reposer vers une pop tranquille, sachant par la suite se mélanger entre eux. Il en résulte un sludge atmosphérique dans lequel on voyage et se perd, tant les embranchements sont multiples et quasiment sans aucune fin. Toujours plus de délicatesse avec ” Behold … The Fjørd ! “, qui gonflera à 2 reprises son identité, pour mieux à nouveau apaiser l’auditoire, ce que DOOMINA fera également au cours de ” Prince Of Whales “, nous laissant en revanche sur une partie ultra puissante.
DOOMINA propose avec ” Doomina “, absolument pas rébarbatif ce passage de ma chronique, un EP consistant de par de longues plages atmosphériques passant du tout au tout. (Blytch)

Freistil #65
Das instrumentale Klagenfurter Postrock-Quartett um die Gründer Daniel Gedermann und Christian Oberlercher präsentiert seinen dritten Full Length-Release auf Noise Appeal. Man hört bereits die Unkenrufe: Nomen est Omen – ja schon, aber de gustibus non est disputandum, deswegen erstmal festina lente, ansonsten täte man dieser stlistisch sehr behafteten, aber sehr fein exekutierten Produktion Unrecht. Wirklich geduldig und ausgeklügelt zockt sich der carinthische Vierer durch fünf gediegene, dynamische Stücke, die mit ihren nach Größe und Weite haschenden Titeln die dargebotenen Kompositionen ins – für das praktizierte Genre – richtige semantische Licht rücken. Alles was sich der archetypische Postrocker wünscht, darf passieren, man hat sich hier nicht unbedingt um die Neuerfindung eines sehr gut laufenden Rades bemüht: Gitarren, die mal fragil, mal wandig gefahren werden – der Dynamikbereich ist groß, aber relativ binär –, ein ordentlich Vorschub leistender Bass und das unüblich verzockte Schlagzeug, das die an den Tag gelegte, bierernste Stimmung auflockert und schön antreibt, sowie die hervorragende Produktion runden die Angelegenheit gut ab. Gedanken bei den Arrangements haben sich die Doominas auf jeden Fall gemacht, und Spaß haben sie dabei offensichtlich auch gehabt. Das Ergebnis ist ein nicht unbedingt super innovatives, aber ausgezeichnetes und repräsentatives Genre-Album, das alle Interessenten im schlimmsten Fall äußerst zufrieden stimmen dürfte. Auch als Nicht-Postrock-Fan kommt man aufgrund der an den Tag gelegten Detailverliebtheit auf seine Kosten, superlimitierte Vinyl-Edition in verschiedenen Farben und ästhetisches Cover der norwegischen Fotografin Cathrine Halsør inbegriffen. Von Fans für Fans. Anspieltipp: Prince of Whales (Pun intended!). (dr. wu)

 

Ox Fanzine #124
Der Name mag zwar wüste Metal-Bedröhnung suggerieren, doch versteckt sich hinter ihm in Wahrheit frischer und cleverer Post-Rock, der mit Ungehobeltheit gar nichts am Hut hat. Auf ihrem selbstbetitelten Album spinnen Doomina aus Klagenfurt mit begnadeter Sorgfalt ausufernde Lieder, die nicht dem lineraren Schema Aufbau-Aufbau-Ausbruch folgen, sondern sich nach oben und unten, nach rechts und nach links entwickeln. Es scheint, als würden die Instrumentalisten schlicht den natürlichen Bestrebungen ihrer sich verselbstständigenden  Musik folgen. Stellenweise erinnert “Doomina” an schwedische Genregenossen wie EF oder Scraps On Tape. (7/10, Simon Nagy)

Falter 04/2016
Doomina aus Klagenfurt haben einen bedrohlichen Namen, fürchten muss man die vier in teils sehr ausladenden Stücken rein instrumental agierenden Postrocker aber nicht. Auf ihrem dritten Album “Doomina” (Noise Appeal) langen sie bisweilen ordentlich hin, auf Poesie ohne Wort verstehen sie sich allerdings auch. (GS)

Pitfire.net

Rein instrumentaler Post-Rock aus Österreich. Wie immer in diesem Genre kann man sagen, dass es eine ganz wunderschöne Angelegenheit, die sich in Weite und innerer Song-Dynamik übt und die für geschundene Seelen ein Labsal ist. Gleichzeitig hat man die Sache doch schon einmal irgendwo gehört.
Qualitäts-Post-Rock-Bands wissen, wie das so läuft bei der Komposition eines hübschen Songs, der sich auch gerne mal über zehn Minuten hinziehen kann und wie man das regelt mit der Dynamik, die diesem innewohnt. So auch Doomina. Zwischen wohlig warm und schwer-laut bewegen sich die fünf «Songs». Dabei sind sie jetzt eher der massiveren, rockigen Gruppe im Genre zuzuordnen, mindestens zwischenzeitlich. Das heisst: verzerrte Gitarren, schwere Akkorde und eine eher düstere Stimmung. Ihre Stärke haben sie in diesen fünf Songs eher bei den leichteren Geschichten, wenn auch klarere Gitarren und eine luftigere Momente auftauchen, was auch bei jedem Song der Fall ist. Dann kann der sowieso gescheite Drummer zeigen, wie er im Stillen groovt und die Atmosphäre kann sich vollständig entfalten (etwa in der zweiten Hälfte von «Behold… The Fjord!» oder dem Schluss von «Keira»).
Berechenbar, bekannt und doch immer wieder eine richtig schöne Sache. Diese Band weiss, wie der Hase läuft und sie bedienen mit Leichtigkeit die gesamte Gefühlsklaviatur. Leider fehlt noch ein Ticken zur vollen Grösse, ein paar überraschende Ideen hie und da vielleicht, Eno haben ja zum Beispiel gezeigt, wie man das macht. Aber trotzdem eine schöne Sache.
Erscheint als limitierte Vinyl-Ausgabe (3×100 Stück in den Farben Violett, Gold/Schwarz und Orange), CD und als Download. (Reto)

 

Sonic Masala
In keeping with the heavy guitars, Austria’s Doomina released their self-titled album last year, a post-rock behemoth that treads the fine line between gossamer beauty and grinding brutality with finesse and grace. I have always been a fan of post-rock, despite the label offering diminishing returns and heated hate over the years – and this is why I keep faith. I have been putting this on while I get back into my writing – it is neither contemplative nor debilitating, yet shudders with a veracity all its own.  Head over to Noise Appeal Records to get a copy, in either orange-black or grey-black marble vinyl (you can get plain purple too, but why would you?)

www.blueprint-fanzine.de
Der Name DOOMINA könnte zunächst einmal für Irritationen sorgen. Doch hierbei handelt es sich weder um ein SM-Synonym, noch um eine Band aus dem Genre Doom. Stattdessen scheint die Postrock-Schublade wie maßgeschneidert für die vier Klagenfurter. Fünf Songs mit einer Gesamtspielzeit von einer knappen Dreiviertelstunde – das schaffen andere Bands nicht mal auf einem Album mit zehn Songs. Und man kann DOOMINA auch sonst keine Vorwürfe machen. Die Produktion ist top, das Wechselspiel von Laut und Leise beherrschen sie perfekt, die Gitarren flirren durch die Luft oder bauen Soundwälle auf, und der Schlagzeuger weiß durch nette Spielereien für wohltuende Abwechslung zu sorgen. Sogar die Melodien stimmen. Und dennoch reißen mich DOOMINA nicht vom Hocker. Dafür gibt es, so leid es mir tut, in diesem Genre einfach zu viele gute Bands. Und leider fehlt den Österreichern das gewisse Etwas, ein besonderes Wiedererkennungsmerkmal, das sie aus dieser Masse hervorhebt. Wer von dieser Musik aber nicht genug kriegt und sich sicherlich für farbiges, limitiertes Vinyl begeistern kann, wird mit der zweiten LP der Klagenfurter nichts verkehrt machen. (JG, 6,5/10)

Rauschemusik.de
Diese Platte ist um einiges besser als der Bandname vermuten lässt. Die Klagenfurter Doomina präsentieren hier fünf Songs, die direkt ins Postrock-Herz gehen. Schöne Spannungsbögen, die sich regelmäßig zu einem Donnergrollen aufbauen prägen den epischen Sound von Doomina.
Es ist bereits das dritte Album der Band und wurde bei dem österreichischen Label Noise Appeal Records  im vergangenen Jahr veröffentlicht.

thepitofdemand
Sta davvero diventando difficile scrivere di questo tipo di dischi. Quali e quante altre parole potrei trovare per descrivere un disco di post rock strumentale, ben suonato e discretamente avvincente senza essere davvero memorabile, che non suonino già sentite un milione di volte? Forse nessuna, e la recensione potrebbe chiudersi qui, forse peró il punto non è questo. Esattamente cosí come il punto, per i Doomina, non è quello di suonare musica che sia per forza originale e mai sentita, quanto piuttosto di farlo nel miglior modo possibile, con perizia e passione, e confezionare un lavoro che sia quanto di meglio nelle loro possibilità. E questo è, difatti, l’album eponimo di questa band austriaca, sulle scene dal 2006. Il disco è disponibile in digitale o in vinile, dove di sicuro si potrà godere appieno della bella immagine di copertina e di una perfetta resa del suono caldo e avvolgente di queste 5 tracce la cui durata media, come prevedibile, si attesta sui 10 minuti. Il meglio arriva alla fine, quasi a voler premiare l’ascoltatore: i poco più di 10 minuti di “Prince of Whales”, densi di crescendo chitarristici e accelerazioni improvvise, sono quelli piú a fuoco dell’intero lavoro e quelli in cui meglio emergono le qualità della band nel costruire brani epici, potenti e, vivaddio, emozionanti. Per quanto il senso di già sentito sia sempre difficile da scacciare, qui i Doomina colgono nel segno. Non sempre si puó dire lo stesso del resto del programma in scaletta. L’opener “Keira” ha il merito di farci entrare bene nel mood del disco, con un andamento classico arpeggio-distorsione-arpeggio piú rarefatto distorsione-accelerazione che non stupisce ma piace per il gusto e la misura. Allo stesso modo anche le successive “Kepler 10b” e “Pangea” si lasciano ascoltare e apprezzare per la piacevolezza, pur senza davvero mai emozionare. Se potete immaginare il concetto di post-metal da sottofondo, questo secondo me ci si avvicinerebbe molto. “Behold… The Fjørd!”, la traccia piú lunga, cattura l’attenzione per mezzo dei suoi oltre 11 minuti di crescendo ondivaghi e poderosi, il primo dei quali culminante in una frase spiccatamente melodica che, ma forse sono le mie orecchie malandate, a me ha ricordato addirittura “Bed of Roses” dei Bon Jovi. In definitiva, un disco senz’altro ben fatto, suonato e registrato molto bene, che gioca bene le sue carte e si propone, per gli appassionati del genere, come ottima alternativa ai soliti nomi. Se amate il post rock strumentale, probabilmente lo amerete. (Mauro Catena / Vote: 70)

 

Metalunderground
Die seit 2006 bestehende Truppe Doomina aus Klagenfurt, Österreich, hauen mit dem selbst-betitelten Album ihr nunmehr drittes Werk in die Umlaufbahnen.
“Doomina” scheint auf den ersten Blick beziehungsweise auf das erste Hören hin, ein echtes Masterpiece zu sein. Ich beruhige euch – auch auf den Zweiten und auch den Dritten Blick, ist die Scheibe eine Wucht.
Einige werden bestimmt kritisieren, dass dieser Platte eindeutig die Vocals fehlen – dem kann ich nur vehement widersprechen – diese fehlen eindeutig NICHT – besser gesagt – die Vocals vermisst man hier absolut nicht.
Die Kunst, Doomina zu verstehen, wird eine gewisse Zeit brauchen, diese zu erlernen – zugegeben, auch ich sehe mich nach unzähligen Durchgängen von “Doomina” nicht immer durch. Viel zu komplex sind die Arrangements und vor allem das Songwriting – alter Verwalter – hier kann man sich verlieren.
Mal wirkt alles komplett wirr und verworren, schwenkt der Track auch gleich in ganz glasklare und nachvollziehbare Linien um, um kurz drauf, wieder in definierterem Chaos zu landen. Dem Hörer wird hier massig viel abverlangt. Aber genau das macht die Scheibe auch so interessant. Immer und immer wieder entdeckt man neue Linien, neue Ebenen und vor allem neue, mit unheimlich viel Hingabe ausgefeilte Details.
Wie man die Tracks mit wenigen, aber treffenden Worten beschreiben würde?
– Hmm…, ich würde es einfach mit “atmosphärisch” und “überaus kraftvoll, aber mit unheimlich viel Gefühl” ausdrücken.
Mein Fazit: Doomina schießen uns mit “Doomina” wahrlich in andere Atmosphären. Die Tracks sind wie erwähnt, total kraftvoll und atmosphärisch. Sie verfügen über immense Detailverliebtheit und benötigen keine Vocals. Doomina lassen die Instrumente sprechen – und diese haben euch so einiges zu sagen. Wer überlegt, sich die Vinyl anzuschaffen – bitte tut dies! Unbedingt! (4,5/5, Lazer)

Demonic Nights
Zwar will sich die erhoffte personelle Ruhe bei Doomina nicht so recht einstellen, musikalisch reiten die Klagenfurter aber nach wie vor auf einer wahren Welle des – zumindest qualitativen – Erfolgs. „Beauty“ war ein absolutes Meisterwerk instrumentaler Post Rock-Kunst und dürfte schwer zu übertreffen sein. Das dritte Album wurde schlicht „Doomina“ betitelt und zeugt von einer Band, die sich während den Studioarbeiten erneut gefunden und mittlerweile eine gesundes Selbstverständnis für ihren Sound entwickelt hat.
In fünf gewohnt bewegenden Akten erleben Doomina das Auf und Nieder naturbelassener und (post-)urbaner Klangfelsen, gleichermaßen schroff wie wunderschön. „Behold … The Fjørd“ mutiert in kürzester Zeit zum Standout – eigentlich ironisch, denn mit über elf Minuten Länge handelt es sich hierbei um den Monolithen des dritten Studioalbums. Der weitreichende Bogen über den ellenlangen, schüchternen Auftakt, die schrittweise Hinzunahme der Rhythmusabteilung und, schließlich, am Höhepunkt, die erste große Explosion nimmt selbstverständlich all das mit, was dieses Genre ausmacht. Langeweile? Abnutzungserscheinungen? Mitnichten, denn das kathartische Finale alleine rechtfertigt den Kauf dieser Platte.
Mehr davon? Auch die vier anderen Tracks arbeiten mit ähnlichen Qualitäten, wobei gerade das schroffe, atemlose „Pangea“ aus der Masse hervorragt. Diese ungewohnt schrille, wütende Herangehensweise an das eigene Klangverständnis mit durchaus metallischen Untertönen und wuchtigen Drumrolls kann man sich nicht oft genug anhören. Und dann ist da natürlich „Keira“, der alles umarmende Opener mit seinen klaren, betont ausdifferenzierten Melodien und einem weiteren dicken Ausbruch.
Die große Explosion von „Beauty“ wird nicht ganz erreicht – Nuancen unterscheiden das Opus Magnus und diese neue Platte, das gewisse Gramm für den Apex. Aber Vorsicht, „Doomina“ ist trotzdem ein überlebensgroßes Album, eines der ganz großen Genre-Highlights, ja vielleicht sogar das beste heimische Album 2015. Nach wie vor versteht es keine zweite Band in hiesigen Breitengraden mit instrumentaler Standardbesetzung so gut, aussdrucksstark und nachdrücklich zu erzählen. Die beste Nachricht zum Schluss: Doomina arbeiten bereits an einem Nachfolger. Alles bleibt gut. Wertung: 9/10

 

With Love, The Underground
Fünf atmosphärische Songs, die zumeist eine epische Note haben und völlig instrumental dargeboten werden, aber leider nichts mit Doom zu tun haben. Die Österreicher huldigen eher verträumtem Emocore a là ELLIOTT und verpassen dem Ganzen eine Infusion WOLVES IN THE THRONE ROOM. Die Mehrzahl der Tracks übersteigt die acht Minuten Grenze und “Behold … The Fjord”, welches sich einem landschaftlichen Thema widmet, schlägt gar mit über elf Minuten zu Buche. Insgesamt sind die Songs relativ simpel, meist folgt auf einen harmonisch-meditativen Part ein etwas umtriebigerer, härterer Part, oder eine Steigerung, wenn man so will. Gute Hintergrundmusik und das ist jetzt nichtmal böse gemeint, es gelingt der Band subtil zu agieren und eben unaufdringlich zu sein, wo andere die große Wall of Sound auffahren. Mitreissend ist der dritte Release der Gruppe allemal, vielleicht etwas unspektakulär, aber mitreissend. ThEb (7,5)

mica
Am 10. Dezember 2015 präsentierte die österreichische Post-Rock-Band DOOMINA ihr mittlerweile drittes Album: „Doomina“ (Noise Appeal Records). Schon „Beauty“, die letzte Veröffentlichung, stieß 2013 auf große Begeisterung, was bei der Qualität des neuen Outputs nicht anders sein sollte.
Gegründet wurde Doomina 2006 in Klagenfurt vom Gitarristen Daniel Gedermann. Die Formation der Band änderte sich über die Jahre hinweg ein paar Mal, seit 2012 ist sie jedoch unverändert. Von Anfang an war die Musik der Gruppe von sehr guter Qualität und sie machte dem Namen des Genres Post-Rock wirklich alle Ehre. Atmosphärisch, emotional und voller Kraft – bei „Doomina“ bleibt kein Herz unberührt.
Ein Gitarrengewitter der besonderen Art.
Am besten kann man die Musik von Doomina mit dem Ausdruck „instrumentaler Post-Rock“ beschreiben. Auf dem gesamten Album findet man keinen einzigen Vocal-Part, was aber nicht weiter stört, da Doomina die Gitarren sprechen lässt. Unterstützt von einem wahnsinnig energievollen Schlagzeug, das durchgehend sehr dominant ist, bläst einem die Kraft der Lieder wortwörtlich das Gehirn weg. Auffällig ist der bevorzugte Gebrauch der Tomtoms, was eine außergewöhnliche Stimmung erzeugt. Das Zusammenspiel der Instrumente ist so perfekt, dass wirklich keine Vocals gebraucht werden. Die Gitarren haben ihre eigene Stimme, werden unterstrichen von den Drums, und der Bass rundet die Kompositionen ab.
Jeder der fünf Tracks auf der CD hat sowohl einen ruhigen als auch einen wilden Part. Wobei „wild“ hier nicht ganz der richtige Ausdruck ist, ist die Kraft dieser Parts zwar atemberaubend, aber genauestens komponiert. Auf jedes leise Gitarrensolo folgt ein Gitarrengewitter, das ebenso energie- wie stimmungsvoll ist. Doomina macht keine Musik, die man beim Zusammensitzen mit FreundInnen hört, sondern eher genau die Lieder, die man gerne in den Ohren hat, wenn man alleine ist. Stimmungsmäßig passt das Album zur Jahreszeit, in der es präsentiert wurde. Vor allem Track 2 – „Kepler 10B“ – klingt sehnsüchtig, die Gitarren schwingen sich in ungewohnte Höhen und der Anfang des Liedes ist im positiven Sinne schwerfällig. Gleich darauf wird es heiterer und die Gitarre spielt fast im Pizzikato die Einleitung in einen hoffnungsvollen Umschwung. Diese Art von Spiel mit emotionalen Gegenteilen findet man häufig auf „Doomina“. Besonders reizvoll sind auch die schlagzeug- und basslastigen Breaks, die bei Track 3 – „Pangaea“ – sehr auffallen. Alles in allem ist „Doomina“ eine CD, die jede und jeder zu Hause haben sollte – zur Unterstützung gegen die winterliche Einsamkeit.
Antonia Seierl

 

www.music-scan.de
Anders als der Bandname andeuten könnte, haben wir es im Falle von DOOMINA efreulicherweise nicht mit Doom zu tun, sondern mit etwas, was das Label als “instrumental Post Rock” tituliert. Diese Beschreibung greift durchaus, denn singen tut auch auf der selbstbetitelten EP niemand. In den rockigeren Momenten aber, könnte man die Musik von DOOMINA schon in die getragene Doom-Schublade stecken. Immer genau dann, wenn die Jungs hypnotisch groovend vom Leder ziehen. Für reinen Doom aber gibt es hier einfach zu viel Atmosphäre. Das meine ich durchaus positiv. Eine wohlige, melancholische und dennoch warme Atmosphäre. Eines sollte aber jederzeit klar sein, wenn man sich ein Scheibchen wie dieses zulegt: Das ist keine Musik für nebenbei, keine Musik für das Auto und sicher keine Begleitmusik für Abende mit Gesellschaftsspielen. Das ist Musik für die Kopfhörer, fürs Alleinsein, für ruhige Momente in Herbst und Winter. Ich würde noch nicht von einem Trend sprechen wollen, aber es ist doch augenfällig, wie viele Bands inzwischen diesem Sound fröhnen. Ein Act, der mir da als Referenz in den Sinn käme, das wären Long Distance Calling. Oder aber man stelle sich eine verspielte Variante von Dredg ohne Gesang vor. Auf jeden Fall machen DOOMINA ihr Ding richtig gut. Selbst, wenn man nicht unbedingt ein bedingungsloser Jünger dieser Musikrichtung ist, muß man die Qualität der Songs neidlos anerkennen. Atmosphärisch dicht, wie Black Metal für eine positive Generation Daniel (8,5/10)