Hella Comet – Locust Valley / noise45

Hella Comet – Locust Valley / noise45

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FORMAT
LP

STATUS

available for preorder

RUNNINGTIME
38 min. 11 sec.

TRACKLIST
01 Secret Body Nation
02 Swim
03 Sid
04 Fortunate  Sleepers
05 43goes79goes43
06 Midsummer Heat
07 Dead Match Figure
08 Idiots And Slavery
09 The Wicked Art To Fake It Easy
10 Conk Out

PRESSING INFORMATION
500 made, 180g, download code & cd included

RELEASE DATE
08.09. 2016

www.coreandco.fr

On pourrait presque se perdre dans cet album d’Hella Comet!

Déstabilisant dès les premières secondes, pour le choix de lignes de chant…perturbantes, le groupe autrichien fait un choix de style qui joue sur les paradoxes musicaux, ambiants…et même temporels.

Le XXIème siècle est bien entamé, mais c’est bien vers les années 90’s que l’on se tourne lorsqu’on découvre le rock “vaporeux” mêlé à une forme de shoegaze abrasif du groupe.
Une rencontre des genres qui frappe par la prestation de la chanteuse, dont la voix est aussi berçante que psychédélique. Agrémenté de choeurs, d’effets brumeux, on retient l’univers vocal charmant à défaut d’avoir une performance technique transcendante.
On pourrait penser uniquement à Warpaint si le rock du groupe ne se durcissait pas (“Secret body nation”).

Presqu’inévitablement, le nom de My bloody Valentine s’impose. Le chant féminin et les nappes shoegaze renforcent la comparaison. À cela s’ajoute le mélodique, quasi pop de certaines compos que n’aurait pas renié le groupe irlandais.
Pourtant, il y a de fortes chances que certains auditeurs songent à Sonic Youth lorsque les guitares prennent une place plus massive dans le son avec, entre autres, des traînées grésillantes (“The wicked art to fake it easy”).

Hella Comet a une sacrée personnalité tout en étant clairement inspiré par de grands classiques de la plus belle décennie du rock. Mené par cette énergie spontanée, ses sonorités à la fois graves, sombres et atmosphériques (l’excellent “Idiot and slavery”) et une chanteuse charismatique, ce disque se révèle envoûtant de piste en piste.

La pochette de “Locust valley”, aussi abstraite soit-elle, donne a posteriori le ton de ce disque. Aussi psychédélique, coloré que carré mais aussi clairement tordu, habité, presque maladif : Hella Comet est une hydre complexe. Alors qu’on pense l’avoir saisi, en vérité, c’est elle qui nous happe…jusqu’à la dernière seconde de l’énigmatique (et passionnant) titre post-rock “Conk out”. (Toukene)

collective-zine.com

This CD has been keeping me company on the car stereo for the past week or so having finally been picked up from the review pile. Hella Comet come from Austria and are new to me. It’s something of a mix of genres with alt rock, post punk, noise and shoegaze along the way as well as a more experimental track to close the album out. Lea’s vocals lead the tracks and while the band dip in and out of genres there’s still a nice flow to the album. The highlights for me are the noisy post punk of “43goes79goes43” with its thick, angular bassline, and the menacing “Idiots and Slavery” towards the end of the album. (MH)

Pure Viny 3/2017

Im Freudenhaus Studio in Berlin aufgenommen, zeigen die Österreicher wie Noize Rock made in Austria klingt. Mit ihrer Sängerin Lea verfügen HELLA COMET über etwas ganz Besonderes, was schon die halbe Miete ausmacht. Rauchig, passend zum Studio, trägt Lea den Zuhörer durch abstrakte Sounds und bietet immer wieder Melodien, die man so nicht erwarten würde. Fern ab von allen Klischees schafft diese Band etwas zu kreieren, was wegweisend sein kann und für den Augenblick der Stille die Musikwelt in Aufruhr versetzen wird.

Blueprint-Fanzine

Einmal alles, bitte! Die Österreicher von HELLA COMET fahren hier so ziemlich alles auf, was der große Rock-Gemischtwarenladen so zu bieten hat. Von Stoner-, Noise-, Punk- und Postrock-Klängen bis hin zum Dreampop und Riot Grrrl-Sound. Hier gibt es einiges zu entdecken, allerdings sollte man sich schon etwas intensiver mit diesem Album auseinander setzen. Ein vertontes Wimmelbuch, sozusagen… (bc) (6,5)

Freistil #72

Viele Ohrwürmer versammeln sich auf Locust Valley, der neuen LP der Grazer Band Hella Comet, darunter auf alle Fälle Swim, Fortunate Sleepers, Midsummer Heat, Dead Match Figure. Stilistisch könnte man hier natürlich viele Vergleiche mit anderen Gitarren Rock- und Post-Punk-Bands der 90er bringen, Locust Valley ist aber so stark, dass Hella Comet derartiges eindeutig nicht mehr notwendig hat. Was zählt, sind lärmende E-Gitarren, starke Vocals von Sängerin und Bassistin Lea Sonnek sowie luftiges Schlagzeug. Auffallend ist ihr differenzierter Umgang mit der Klanglichkeit, also wie die einzelnen Songs des Albums, zehn an der Zahl, klingen. Secret Body Nation, die erste Nummer, ist derart opulent und vielschichtig; man wird hier zu Beginn gleich mal in ein volles Klangbad hineingeworfen, und so geht’s dann bis zum Ende hin weiter. Dreamy Songs stehen neben Rocknummern – und Freude am Experiment haben sie eindeutig auch, wie die letzte Nummer Conk Out beweist. Tolles Album! (kat)

Rock Hard SK #38 / 2017

Škatuľka s nálepkou rock je tejto kométe tesná a žiada si pridať prívlastok experimentálny, trochu psychedelický, s ťahajúcou sa minulosťou americ-kého post punkového zvuku. Tento formát však v HELLA COMET radi opúšťajú a skúšajú nové postupy, vokálne linky, striedajú rôzne nálady, napriek tomu skladby sú na tomto albume vystavané v pevnej štruktúre a predovšetkým, nie sú zbytočne rozťaha-né. Melódie na mňa pôsobia trochu divne, miestami až hypnoticky, ale dá sa to vydržať. O hudbe samot-nej veľa vypovedá aj obal, ktorý je síce farebný, abs-traktný do hĺbky jeho rozmerov, ale ktorému málo čo rozumiem. Nuž, moderna s tisícorakým vysvetlením. Určite by k tomuto novému albumu viac povedala speváčka a basgitaristka Lea Sonnek, ale momentál-ne je zaneprázdnená. Zaujímavý album pre mladých experimentátorov. ERIK NÁDUDVARI (3,9/5)

beehy.pe

Hella Comet are from Graz and have a female lead singer. That alone is supercool. In September 2016, they released their latest and probably best work “Locust Valley”. This also is supercool.

Many songs have catchy tunes, as they move from shoegaze-stuff and mesmerizing post-rock, and rather rely on enough intense melodies and the impressive voice of Singer and Bass-Player Lea. No worries though, the music is still based on the powerful noise-grunge-rock-scaffolding.

OX-Fanzine #128

HELLA COMET? Holla die Waldfee! „Locust Valley“ ist voll von derb nach vorn preschenden Stonerhymnen, die mit gelegentlichen Punk-Flächenbränden eine Zickzack-Leuchtfeuerrakete nach der anderen zünden und in ungestümer Alles-auf-einmal-Hektik wild um sich schlagen.

„Secret body nation“ fällt gleich widerborstig und ultrasexy SONIC YOUTH in die Arme, so rücksichtslos wird die Gitarrennoise-Keule ausgepackt und von zartem Gesäusel becirct. Trotzdem erinnert die nonchalante Dringlichkeit von HELLA COMET eher an Handkantenpädagogik und Diskutierknüppel als an die Avantgardetendenzen der New Yorker Streber.

„The wicked art“ erlaubt sich ausufernde, aufnahmetechnische Experimente, um die Stimme von Lea Sonnek akzentuiert in Szene zu setzen, so dass es den Eindruck macht, als komme der verwegene Gesang aus jeder Ecke des Raumes, um ungefiltert auf den Rezipienten einzuprasseln.

Ein vorzüglicher Abschluss dieses versierten Albums, das mit „Conk out“ orientierungslos ins Leere läuft.

(Henrik Beeke, 9/10)

Visions #283

Das Indierock-Quartett aus Graz ist verschwenderisch. Wer ihr viertes Album Locust Valley auf Vinyl kauft, erhält das Album dreimal: eine CD und ein Downloadcode liegen bei. Man bekommt aber auch großartige Songs, die wie Swim den Noise von Sonic Youth mit Shoegaze und viel Mut zur Eingängigkeit verbinden. Das Highlight ist sicher Sängerin Lea Sonnecks rauchig-tiefe Stimme, mit der die Band über ein Alleinstellungsmerkmal verfügt, das noch mehr entdecken müssen. Etwa auf Tour im Oktober mit Mike Watt.

fm4
Heuschrecken im Bauch

Flirrende Gitarren, melodiöser Gesang und wuchtige Songs mit Ecken und Kanten. Das großartige, dritte Album “Locust Valley” von Hella Comet, unserem Soundpark Act des Monats September.

Das Grazer Quartett Hella Comet liebt das laute Fiepen, wenn aus den voll aufgedrehten Verstärken das kreischende Feedback durch die Studio- oder Bühnenluft der Clubs schneidet. Für Gitarrist Franz ergeben diese mit Liebe fabrizierten, lärmigen Geräusche einen besonderen Wohlklang.

Davon gibt es bei der Eröffnungsnummer “Secret Body Nation” eine ganze Menge. Die ersten Sekunden vom neuen Album “Locust Valley” gehören ganz dem glitzernden Gitarrennoise, dem hintergründigen Brodeln des punkigen Rock’n’Rolls. Zumindest bis das wuchtige Schlagzeug einsetzt und die Stimme von Bassistin Lea die gewaltigen Klangwände hochklettert. Im nächsten Moment sind plötzlich nur mehr Schlagzeug, Bass und Voclas zu hören, eine nicht nur für die Ohren wohltuende Überraschung.

So ist nach den ersten vier Minuten ihres neuen Werks klar, dass Hella Comet derzeit die spannenste und ungewöhnlichste Noisepopband Österreichs ist.

Im Tal der Heuschrecken

Schon auf ihrem letzten Album “Wild Honey” haben Hella Comet trotz aller Experimentierfreude nicht auf den Pop-Appeal vergessen. So durchziehen den vielleicht etwas lärmigeren Nachfolger auch viele sehnsuchtsvolle Melodien, die jedes Indie-Musikherz höher schlagen lassen.

So wird die träge Atmosphäre von dem genialen Stück “Midsummer Heat” durch die akustische Gitarre abgefangen, die sich im Hintergrund fast durch die ganze Nummer spielt. Das Schlagzeug lässt die Schwere der sommerlichen Hitze erahnen, wobei der Schweiß durch die luftige Gitarrenbrise getrocknet wird. Wenn dann noch bei einem choralen, verhallten Gesangsteil Leas Stimme überall im Klangraum zu sein scheint, ist man an legendäre Shoegaze- und Indierockbands der 1990er erinnert. Wie dem immer noch unglaublich frischen “Watersounds” der Norweger Motorpsycho.

Aber all die möglicherweise aufkommenden Referenzen macht das Quartett sofort wieder zunichte, wenn man sich das brachiale, nicht einmal zweiminütige Punk-Tanzstück “43goes79goes43″anhört. Das mit Breaks durchsetzte eigenwillige Arrangement lässt die Genialität der einzelnen Songteile immer nur kurz aufblitzen, um sie dann gleich wieder zu dekonsturieren. Es ist das gewohnte Spiel von Hella Comet, sich den eigenen Vorlieben und Erwartungshaltungen immer wieder zu entziehen.

Selbst die erste Single “Swim” mit ihrem beschwingten Beat, den zupackenden Gitarren, die einen Refrain vermuten lassen, und dem flockigen Pop-Part, der an eine Strophe denken lässt, bricht in der Mitte mit unseren Hörgewohnheiten – bis sie fast ganz in sich zusammen fällt und wechselt anschließend in einen halb so schnellen Rhythmus voller Düsternis. Da fragt man sich: Wie schaffen sie es bloß wieder zurück zu dem Song, mit dem sie vor gerade mal zwei Minuten angefangen haben?

Im Labyriths der Farben

Neu ist bei Hela Comet, dass sie diesmal in einem großen Studio in Berlin mit Techniker und Produzenten aufgenommen haben. Alt ist, dass sie sich bei ihrem Sound und den Tracks nicht hineinreden haben lassen. Schließlich ist die Arbeitsweise der Grazer Noisepopper eine extrem intuitive und assoziative. Bei der Entstehung der Songs und der Texte folgen die Vier einem Gefühl, einem Klang, einer Stimmung, die sich auch als Farbe ausdrücken kann. So fühlt sich der knallige, schnelle Monstertrack “Dead Match Figure” für Franz orange an, während der ambiente Poptrack “Fortunate Sleepers” das Gefühl eines tiefen Grüns wiedergibt.

Das sind Momente des Anstoßes, in andere musikalische Richtungen zu gehen, mit Ideen zu spielen und in neue Gefilde vorzustoßen. Hella Comet wollen sich immer wieder selbst überraschen. Zu Beginn jeder Albumproduktion bauen sie mit ihren Soundskizzen ein neues Labyrinth, durch das sie wandeln und im Vorhinein nicht wissen, an welcher Stelle sie wohl wieder hinausfinden. Klarerweise belügen sich hier die vier MusikerInnen, schließlich entwerfen sie selbst diese musikalischen Gänge. Und trotzdem hilft das Loslassen und das aus Reflexion geborene Niederreißen von unbewussten Mustern und Gewohnheiten, um Neues entstehen zu lassen und dem wichtigsten zu Folgen: dem Bauchgefühl.

So ist “Locust Valley” erneut ein wilder Ritt durch einen verzerrten, dicht gewobenen Klangkosmos mit vielen Falltüren, komplexer Intensität, überraschenden Pop-Lichtungen und magischer, geheimnisvoller Atmosphäre. Ein Album, das bei jedem Hördurchgang immer mehr gewinnt und nie langweilig wird. Ein rockiges Album, das so selbstverständlich mit popmusikalischer De- und Konstruktion umgeht, dass es eine große Freude ist.

plattentests.de
Kein freundschaftsspiel
Der hiesige Musikmarkt schielt ja zeitweise etwas neidisch auf seine österreichischen Nachbarn mit ihrem vielzitierten Wiener Schmäh. Hat doch diese nonchalante Leichtigkeit in jüngster Vergangenheit Bands wie Bilderbuch oder Wanda aus der Hüfte geschüttelt und damit das Feuilleton ganz wuschig gemacht. Auch das Quartett Hella Comet hat seine geografische Heimat in der ehemaligen KuK-Monarchie. Doch die Hoffnungen auf ein weiteres Heimspiel im Marktsegment deutschsprachiger Pop mit Pepp im Sinne von Alpha-Methylphenethylamin werden schon mit der ersten Feedbackbrause energisch den verrosteten Ausguss runtergespült. Und zwar nicht nur, weil hier Englisch gesungen wird, sondern auch, weil die Mannschaft um Frontfrau und Bassistin Lea Sonnek über eine gänzlich andere Spielwiese als die des Austropop tobt.

Auf diesem Acker wuchert ein Wildwuchs aus Rock, Shoegaze und ja, auch Pop. Hella Comet richten zwar keinen ganz so noisigen Flurschaden wie ihre inzwischen aufgelösten Indierock-Landsleute von Killed By 9V Batteries an, treten allerdings Shoegaze-Vertretern wie Whirr mit ihrem allzu ostentativ nach außen getragenem Pop-Appeal kräftig vors Schienbein. Hella Comet wollen eben lieber durchgeschwitzte Trikots mit den Rüpeln von Sonic Youth tauschen als ein Freundschaftsspiel mit den sirenengleichen Pinkshinyultrablast austragen. Rock me statt Amadeus.

Dies macht sich vor allem in der Produktion bemerkbar. Denn die Trademarks Distortion, Feedback und Delay kommen eine ganze Ecke kerniger und druckvoller als für klassische Shoegaze-Verhältnisse gewohnt aus den Boxen. Zwar sind auch die stilbestimmenden Gitarrenwände auf “Locust valley” Bestandteil der Spieltaktik, allerdings holen sich Zuhörer an dieser Wall of sound eher eine Platzwunde, als sich im Nebel zu verlustieren. Sonnek wispert und säuselt sich derart selbstbewusst und anzüglich durch die Songs, dass statt romantischer Träume eher laszive Fantasien stimuliert werden.

Dabei sind es das ausgebuffte Timing sowie die gut dosierten Stellungswechsel zwischen Harmonie und Disharmonie, die Hella Comet immer wieder punkten lassen. Sei es die sich langsam aufbauende Dreierkette aus Rückkopplung, Maximalverzerrung und schleppenden Drums im Opener “Secret body nation”, der rockige Tempovorstoß in “43goes79goes43” oder ein Kopfball-Nicker à la “Idiots and slavery”. Hier werden alle erspielten Chancen mit Verve genutzt. Überragender Libero in der Mitte des Albums ist “Midsummer heat”, das die Trademarks von Hella Comet auf den Punkt bringt: Eine warme, druckvolle Vorwärtsgrätsche, erhaben und mit Finesse ausgeführt, holt den Zuhörer von den Beinen, dass es nur so scheppert.

Danach folgt noch einiges – allerdings nichts Ebenbürtiges mehr. Was nicht weiter schlimm ist, denn die Partie wird dennoch mit souveränen Tracks wie “The wicked art to fake it easy” niveauvoll beendet. Auch wenn sich darüber streiten lässt, ob es eines “Conk out” mit seinem egalen Elektrogedribbel in der Nachspielzeit wirklich bedurft hätte. Schließlich hatten Hella Comet die Partie zu diesem Zeitpunkt schon längst klar für sich entschieden.

(Oliver Windhorst)

mix1.de
Die aus Graz stammende Rockband Hella Comet veröffentlicht am 09. September 2016 ihr Album “Locust Valley”. Wer auf vielfarbige Rockmusik mit Ecken und Kanten steht. Musikalisch begeistern Hella Comet durch ihre Mischung: Ob Dream Pop, Punkrock oder amerikanische Postpunk, die Band macht vor nichts halt und schnürt das gesamte Soundpaket zu einem gelungenen Werk. “Locust Valley” erscheint als Vinyl-LP, beinhaltet aber zusätzlich einen Download Code sowie eine CD.

 von 8  (Wertung der mix1.de-Redaktion)

Haubentaucher.at
Von dieser österreichischen Band hatten wir schon länger nichts mehr auf unserem kleinen Popkulturportal. Womöglich zu Unrecht, denn auf Locust Valley zeigen Lea, Frente, Jure und Maex aus Graz, dass sie in den fünf Jahren seit ihrem umjubelten Debut “Celebrate your loss” an internationalem Format, aber auch an Eigenständigkeit weiter zugelegt haben. Sehr noisy, sehr gitarrenlastig, treibend und ohne die geringste Tendenz, allen gefallen zu wollen. Im Pressetext wird an die Bewegung der Riot Grrrls erinnert, was allein schon aufgrund der sehr dominanten Vocals nicht unberechtigt ist. Generell könnte man Locust Valley als Hommage an die späten 1980er und frühen 1990er sehen, als Auftritte von Indie-Rockbands auch außerhalb der Festivalsaison für großen Anklang sorgten – selbst in verschlafenen Nestern wie Graz oder Seattle. Anfang September erscheint die CD, dann geht es erst mal nach Deutschland (Hannover, Hamburg, Dresden,…), in Wien sind die Hellas beim Waves am 30. 9., in Graz am 1. Oktober, derzeit noch an ungenanntem Orte.

www.skruttmagazine.se
This disc came to me as a CD but it is well vinyl that is the main thing for this album … I think this album is actually reminds me a lot about Jesus and Mary Chain, and I mean that positively. Now it is a girl to sing it here and there so there goes the parable pretty quickly but there are clearly entitled to think that they have listened a little bit of that kind of music a lot. So it is quite rocky and at the same time quite psychedelic music that we may have access to and it’s a really nice event as it gets in the end. It’s typical music critics often think ot´s very good when they hear and I hope it will be the same this time but I also hope for the band’s sake that they sell pretty much … Good luck! 16/8-2016

handwritten-mag.de
Hella Comet kommen mit ihrem neuen Album „Locust Valley“, welches über das Label Noise Appeal Records am 08.09. released wird.Euch erwartet eine abgefahrene Mischung aus Pop-Punk, Rock, bisschen Fuzz und elektronischen Klängen gepaart mit einer weiblichen, sehr angenehmen Stimme. Ich selbst weiß gar nicht genau was das ist, was die vier Österreicher da fabriziert haben, aber es lässt sich defintiv hören und ist allemal interessant für die, die etwas „Neues“ suchen. Musik, mit einem gewissen Grundton und trotzdem gleicht kein Lied dem anderen. Ich persönliches habe so eine Art der Instrumentalisierung noch nicht sehr oft (oder vielleicht noch nie) gehört.

„Hoch interessant.„

Diese Band schafft eine musikalische abgedrehte, entartete Traumwelt, die ich kaum beschreiben kann.
Niklas (4,3 von 5)

musicaustria.at
Dass sich die Truppe HELLA COMET in Sachen Rock bestens versteht und ihn wirklich auf mitreißende Weise zu praktizieren weiß, ist eigentlich hinlänglich bekannt. Aber das, was der Vierer aus der Steiermark auf seinem neuen Album „Locust Valley“ (Noise Appeal Records) musikalisch vom Stapel lässt, nun, das hat man vielleicht erhoffen, aber nicht unbedingt erwarten können.

„Locust Valley“ ist ein Stück Rockmusik geworden, das wirklich alle Stücke spielt. Grob zusammengefasst liefern Lea, Frente, Jure und Maex – die vier Köpfe hinter Hella Comet – eine Art Abriss der Geschichte der gitarrenorientierten Musik der etwa letzten 30 Jahre ab.

Irgendwo beim frühen Punk beginnend, zieht die Band ihre musikalische Linie quer durch Noise, Shoegaze und Grunge bis hin zu weiten postrockigen Sounds. Und wenn es passt, taucht die Combo dann auch schon mal dezent in den Pop ein.

Diese Fülle an Einflüssen bedingt in Falle dieser Band erfreulicherweise auch ein sehr hohes Maß an Abwechslung. Die im Klang richtig schön kantig gehaltenen Nummern folgen alle ihren ganz eigenen Regeln, Bögen und Aufbauten, wodurch die ganze Geschichte – mal melodiebetonter, mal weniger – von der ersten bis zur letzten Sekunde eine unvorhersehbare und damit auch spannende und interessante bleibt.

EINE ROCKGESCHICHTE DER ANDEREN ART

Schon der Opener „Secret Body Nation“ weiß ein erstes dickes Ausrufezeichen zu setzen. Eingeleitet mit einem atmosphärisch dichten und breiten Soundwall entwickelt sich der Song zu einer richtigen Hymne, die einen auf fesselnde Art auf das noch Kommende einstimmt. In Folge wird es dann mal heftiger und vertrackter („Midsummer Heat“), in richtig lässiger Manier dunkel, schwer und düster („Idiots And Slavery“) oder es geht überhaupt einfach nur kompromisslos und ungestüm straight nach vorne („The Wicked Art To Fake It Easy“). Besonders gelungen erklingen auch die reduzierteren Momente auf dem Album, wie etwa der Song „Fortune Sleepers“, der auf seltsam schöne Weise mit Fortdauer immer mehr ins vollkommen Verträumte hineinkippt.

Aber es ist nicht nur allein die große musikalische Vielfalt, die „Locust Valley“ aus der Masse der vielen Rockveröffentlichungen heraushebt. Besonders werden lässt das Album auch Sängerin Lea, die mit ihrer wirklich starken und facettenreichen gesanglichen Performance dem Geschehen zusätzlichen Charakter und vor allem auch eine musikalische Unverkennbarkeit verleiht.

Hella Comet holen mit „Locust Valley“ zu einem richtig großen Wurf aus. Der Rock der steirischen Band sticht in der Tat heraus. Er ist eigenständig und hat diese ganz bestimmte Schwingung, die richtiggehend ansteckend wirkt. Man kennt die Ingredienzen des Gesamtsounds dieser Band und dennoch wird man vom Ergebnis überrascht. Eine Reaktion, die sich bei vielen Veröffentlichungen aus dieser musikalischen Ecke mittlerweile eher selten einstellt. Sehr empfehlenswert.

Michael Ternai

hitchecker.de

Das neue Album von Hella Comet will nicht gefallen, es will anders sein. Das Indie-Quartett aus der Steiermark experimentiert auf “Locust Valley” mit Rock-, Punk- und Pop-Elementen.

Eine durchgehende Gitarrengeräuschkulisse im Hintergrund verleiht den einzelnen Stücken Atmosphäre, lässt sie bedrohlich wirken. Der Gesang von Frontfrau und Bassistin Lea Sonnek spukt säuselnd und verhallt durch die oft dissonanten, unnahbaren Arrangements. Klassische Songstrukturen sind nur schwer auszumachen – am ehestens noch auf der zweiten Albumhälfte.

Dann drängen sich zunehmen rockige Riffs in den Vordergrund, die etwas greifbarer für die Hörer sind und zumindest einen minimalen Anhaltspunkt darstellen. Das in der CD-Mitte platzierte “Midsummer Heat” entpuppt sich als die mit Abstand massentauglichste Nummer.

Doch auch hier verweigern es Hello Comet partout, aus ihrer ganz eigenen, vernebelten Soundwelt auszubrechen. Das ist einerseits authentisch und originell. Andererseits machen es so viele Ecken und Kanten extrem schwer, einen Zugang zur Musik der Band zu finden.

Wer mit musikalischen Randgenres wie Noise Rock und Shoegaze etwas anfangen kann, wird die Österreicher aber vermutlich abfeiern. (Veröffentlichung: 08.09.2016)

musik-news.at
HELLA COMET – ERTRINKEN IN SOUNDWELTEN

Es gibt sie, diese Alben und diese Songs, die sich beim Anhören anfühlen, als würden die fluiden Töne über einem zusammenschlagen wie Wellen. Süßes Ertrinken in wohliger Wärme. Hella Comet haben mit ihrem neuen Album „Locust Valley“ ein solches Werk geschaffen.

Mit ihrem neuem Album „Locust Valley“, das am 08. September erscheinen wird, wollen Hella Comet vom Shoegaze wieder zum Rock zurück kehren. Dass es sich dabei um keinen einfachen 0815-Rock handelt, ist bei den Grazer Shoegaze- und Postrockern wohl klar. Lea, Frente, Jure und Maex haben vielmehr ein buntes Ganzes geschaffen, das keck zwischen verschiedenen Rock-Richtungen hin und her springt, ohne jedoch die Gesamtheit als Album zu verlieren.

AKUSTISCHE BESONDERHEITEN

Auch weist Locust Valley viele versteckte liebevolle Kleinigkeiten auf, die aus dem bestehenden Schema herausbrechen. Da taucht ein Klavier auf – die angeschlagenen Töne bewegen sich schwindelnd tiefer. Ein Störgeräusch am Anfang von „Fortunate Sleepers“, das noch eine Zeit lang als Grundton des Songs mitschwingt. Oder Klopfgeräusche, die an Zungenschnalzen erinnern, auf dem letzten Track „Conk out“.
Manche Tracks auf dem Album verschwimmen etwas in Monotonie, die bei Hella Comet aber eher wie ein Stilmittel wirkt. Da hätten wir zum Beispiel „Midsummer Heat“, eine Nummer, die durch ihre Platzierung auf dem Album nach dem dunkleren „05 43goes79goes43“ aufgrund ihres ruhigen und beständigen Dahinlaufens fast untergeht, einzeln angehört sich jedoch als sehr wohl starker Song beweist.

DIE KUNST DER UNBESTÄNDIGKEIT

Dann gibt es da aber auch „Idiots and Slavery“, ein Track, der bereits durch die Gitarrenriffs am Beginn des Songs Wut vermittelt. Nach dem erste Drittel schwenkt Idiots and Slavery unerwartet um, wird heller, nur um sich gleich wieder umzuorientieren. Alleine von der Komposition und der musikalischen Dramaturgie her, zählt dieser Track zu den komplexesten Nummern auf dem Album. Sie bietet dem Hörer keine beständige Grundstimmung, an die er sich halten könnte, und überrascht ständig mit Drehungen und Wendungen.

„The Wicked Art To Fake It Easy“, der neunte Track auf Locust Valley, zeigt eine weitere Facette des Albums auf: Mit Textfragmenten wie „My body is broken“ vermittelt der Song Resignation und lehrt den Hörer Schmerz. So schwankt „Locust Valley“ zwischen angenehm und unangenehm. Aufgrund ihrer Vielschichtigkeit ist es zumindest beim ersten Durchhören ratsam sich nur auf die Scheibe zu konzentrieren, da ansonsten viele kleine Besonderheiten einfach nicht auffallen. Auch wenn gegen Mitte hin des Albums selbiges für kurze Zeit fast schon etwas monoton wird, ändern Hella Comet die Richtung und verwandeln Locust Valley in ein Werk der emotionalen Höhen und Tiefen. Die einzige wirklich gleichbleibende Komponente sind die entrückten und stellenweise fast schon abwesend wirkenden Gesänge von Lea. Alles in Allem stellt „Locust Valley“ eine Aufwertung für die heimische CD- oder Plattensammlung dar und ist ein Album, das immer wieder gerne gehört werden will.

Stefanie Burger (4,1 von 5)

hellcherry.com
Treći studijski album ovog zvukom kontroverznog benda donosi pop rock/alternative zvuk u umaku od post rock-a, čak nekog blažeg, početničkog noise zvuka. Ženski napukli vokal ne žuri da ispliva na površinu zasut svim vrištećim gitarama, a tu je negde na tromeđi bendova E-Play, Werefox i Hype! Deluje kao istrgnut sa tipskih američkih pop albuma devedesetih, pa nalepljen na matricu nekog eksperimetalnog benda, kao što je Russian Circles, ili recimo hrvatski Sagan, kako god, vrlo ukusan i egzotičan recept.

Na par prvih slušanja teško je prihvatiti album, pogotovo ako ste navikli na neke konzervativnije i usko profilisane bendove i muzičke žanrove, koji nemaju previše dodira sa dijametralnim stilovima, ali se kroz ponovno slušanje album lagano stapa i prodire u misaone tokove pa kroz nekoliko dana ovakav stil postaje potpuno familijaran i prepoznatljiv.

Prve tri numere žestoko zalaze u „nasilne“ žanrove, javlja se dosta glasnih, vrištećih i neartikulisanih zvukova, a onda bend spušta frekvencije u numeri Fortunate Sleepers, i time održava tu čudnu dinamiku, pokazujući slušaocima da nisu sa obe noge zagazili u eksperimentalne vode. Numera je lagodna, opuštajuća i melodična, služi kao sasvim lep pasaž, prelaz ili odmor pred lagano zagrevanje za prvobitni žešći nastavak.

Recimo numera Midsummer heat je potpuno u nekom Lana Del Ray stilu. Opuštene perkusije tek u pozadini blago guraju pesmu, razlađuća gitara popunjava praznine, a pozadinski vokali doprinose toploti i dodatnoj širini zvuka.

Generalno zvuk je obogaćen sa malo probranih efekata, ali su svi odvrnuti do maksimuma. Distorzije zveče nemilosrdno, eho i reverb odzvanjaju u nedogled, zvuk potpuno odaje utisak oluje, beskonačnosti, sve je promišljeno odmereno i izuzetno oštro. Perkusije deluju kao da su snimane u nekom lo-fi maniru, ali i za to su zasluženi raznorazni efekti, kako bi isplivale na površinu i bile ravnopravne sa gitarama.

Iako album vrlo kratko traje, pesme su izdašne, lepo aranžirane i odsvirane, pa neće baš tako brzo proleteti. Lično mi ovo mešanje žanrova odaje utisak nategnutosti, kao da nije sve leglo na svoje mesto, kao da treba tu još finog brušenja i završne obrade, ali u globalu kompletan album deluje i zvuči korektno. Mada, ako bi se povećao udeo eksperimenta, žanr bi skrenuo potpuno u noise i post rock, što ne bi bilo rešenje, u obrnutom slučaju sa udelom ovog pop/alternativnog sastojka, bilo bi obrnuto, tako da je najbolje ostati na sredini klackalice i smireno balansirati između ovih dijametralnih žanrova, stvarajući potpuno novu dimenziju zvuka.

Tihomir Škara

cdcharts.de
Krachiger Indie-Rock aus Österreich: Hella Comet vertrauen eher auf die Wirkung von Lärm als auf griffige Melodien.

„Melancholische Stimmungen sind natürlich schon förderlich fürs musizieren. Die Frage ist halt, was dann rauskommt. Traurige Sachen will man ja nicht machen.“ Das ist ein Statement des Alternative-Rock Quartetts Hella Comet aus Österreich. Auch von Sehnsucht und aufgeladener Stimmung ist die Rede, wenn es darum geht zu beschreiben, was der Antrieb für das Entwerfen von Musik für sie ist. In der Besetzung Bass, Schlagzeug und zwei Gitarren tummeln sich die Musiker um Frontfrau und Sängerin Lea Sonnek in einem Gefilde, dass Spaß an einer voluminösen Geräuschkulisse vermittelt, aber auch eine Affinität zum Pop hat: Die Gruppe tobt sich in einem Feld aus Noise-Rock, Sonic Youth-Lärm und Pixies-Wucht aus. Die kraftvolle Wirkung von aggressiven Soundwänden ist dabei häufig wichtiger als die Konstruktion von zündenden Melodien, griffigen Refrains oder ausgeklügelten Arrangements. Es entsteht der Eindruck einer gewollten Ablehnung von Eingängigkeit und klassischen Rock-Strukturen („Idiots and Slavery“).

Entsprechend wird die Platte von verzerrtem Gitarrenfeedback eingeleitet. Psychotische Klangwelten werden für „Secret Body Nation“ aufgebaut, bis der Schleier fällt und die Band zwischendurch einen milde gestimmten, leicht swingenden Indie Rock erklingen lässt. Aber die dunkle Seite der Macht greift immer wieder nach der erblühenden Leichtigkeit und lässt sie sich nicht entfalten. „Swim“ orientiert sich im Prinzip an der Eindringlichkeit der Pixies und deren mächtig anmutenden Songstrukturen, während „Sid“ Sonic Youth-Randale zitiert. Die Melodie hat es über eine lange Strecke schwer, sich gegen diesen Tumult durchzusetzen.

Bei „Fortunate Sleepers“ bleiben die Störgeräusche im Hintergrund und deuten nur an, dass sie jederzeit in der Lage sind, die Kontrolle zu übernehmen. Und schon funktioniert die Balance besser und die musikalischen Qualitäten der Musiker treten zu Tage. Die grobschlächtigen Rhythmen, die für „43Goes79Goes43“ im Hauruck-Verfahren raus gepoltert werden, sorgen wieder dafür, dass für eine ernstzunehmende Melodie kein Platz ist. „The Wicked Art To Fake It Easy“ macht zwar einen relativ ausgelassenen Eindruck, melodisch ist das Teil aber relativ einfach gestrickt.

Sämig und schwerfällig bewegt sich „Midsummer Heat“ vorwärts. Kennt noch jemand die Noise-Pop Band The Jesus And Mary Chain, die in den 1980er und 1990er Jahren durch zuckersüße Melodien, die in ein Gewitter aus Feedback gepackt wurden, beeindrucken konnte? So entstand damals spannungsgeladene, die Sinne verwirrende Musik. Das ist im Prinzip auch die Vorgehensweise von Hella Comet und bei „Midsummer Heat“ sowie „Dead Match Figure“ geht die Rechnung der Zuckerbrot- und Peitsche-Taktik auch auf: Die Melodie ist einnehmend und die brachiale Gewalt flankiert, aber dominiert nicht.

Der verunglückte Art-Rock-Versuch mit dem experimentellen, instrumentalen „Conk Out“ am Schluss dieser als Schallplatte mit beiliegender CD und Download-Code ausgestatteten Aufnahmen verstärkt den uneinheitlichen, unausgereiften Eindruck. Der noisige Indie-Rock hinterlässt häufig den Eindruck, die Kompositionen seien spontan und unkoordiniert entstanden, was weder dem Anspruch der Musiker entspricht, noch ihre wahren Fähigkeiten widerspiegelt. „Fortunate Sleepers“, „Midsummer Heat“ und „Dead Match Figure“ zeigen jedoch sehr wohl, dass der Wille und die Fähigkeit zu Struktur und konstruktivem Songaufbau vorhanden ist, sich aber nicht konsequent durchsetzen kann. (5/10, Heino Walter)

Bad Alchemy #91
HELLA COMET Locust Valley (Noise Appeal Records, noise45): Zuletzt gehört mit “Wild Honey” (2013), auch schon auf Noise Appeal, zuletzt verpasst: “TTMMM” (2014), ihre Hommage an Lou Reeds “Metal Machine Music”, auf Interstellar Records. Hier steht das österreichische Quartett gleich zu Beginn ebenfalls unter der Lärmdusche, einem Wasserfall aus dem brausenden Gitarrenkrach von Franz Gurt und Jürgen Hochsam. Um sich mit dem Gesang der Bassistin Lea Sonnek hymnisch gestählt und dennoch verletzlich daraus zu lösen und zu erheben wie aus einem Bad in Drachenblut. Wenn Drummer Maex Sworcik jetzt rockt, ob stein- und eisenbrecherisch wie bei ‘Swim’, beim röhrenden und stöhnenden ‘Sid’ und beim abrupten ’43goes79goes43′, oder federnd wie beim linden ‘Fortunate Sleepers’ und der summenden Emo-Glut von ‘Midsummer Heat’, dann ist Leas Schmachten das Zünglein an der Waage, das die rauschenden Gitarren, den dröhnenden Noise und den Rumpelbeat davor bewahrt, nur die Testosteronwolke noch mehr aufzupumpen. Quasi auf Zehenspitzen durchquert man die mit ‘Idiots And Slavery’ markierte Zone, nachdem man allzu forsch in sie eingedrungen ist, um sich dann erleichtert und mit viel UuUuu ‘The Wicked Art to Fake It Easy’ hinzugeben. ‘Conk Out’ überrascht zuletzt als seltsames Instrumental mit einem glucksenden Morsecode und brummender Orgel. Noise Appeal kündigt mit “Eisen” ein weiteres Miteinander von Couscous & Boris Hauf an und für den Herbst ein neues Album von Fuckhead. Fad wird’s also auf keinen Fall. [BA 91 rbd]

Rhein Main Magazin 10/2016
Locust Valley ist ein vielfarbiges Album Rock-musik, reich schattiert an Stimmungen, zusammengehalten von einem Hang zur großen, mäch-tigen Wall of Sound, die von Punkrock-Gitarren durchschnitten wird.

„Midsummer Heat“ ist Dream-Pop mit Unterleib. „43goes79goes43“ hat Stoner- und Punkrock-Anklänge. „Dead Match Figure“ kann man kaum losge-löst von amerikanischen Postpunk/Noise-Rock hören, die heavy Gitarren von „Idiots and Slavery“ rumpeln böse dahin, der etwas aggressive Touch von „Swim“ weckt Erinnerungen an die Schärfe der Riot Grrrls Sounds. 5 Alben

Noizzwebzine
8/10
Hay discos que consiguen despertar la curiosidad desde el primer instante, en buena parte gracias a la apariencia externa que ofrecen, y el que nos ocupa es uno de ellos. Se trata del nuevo trabajo de una banda procedente de Austria, aunque bien podrían ser del otro lado del charco, que responde al nombre de HELLA COMET. El álbum en cuestión cuenta con una cubierta abstracta en la que ni siquiera aparece el nombre del disco ni del grupo, y que parece una de esas obras de arte contemporáneo colorista. Es por ello que uno se pregunta qué demonios habrá detrás de esa portada, y cuando por fin le das la vuelta a la cubierta y descubres que el álbum se titula “Locust Valley”, además del nombre de los autores, pones a sonar el trabajo y, de nuevo, te sorprende. HELLA COMET son un grupo de esos a los que no se puede encasillar dentro de una sola etiqueta, de hecho tampoco parecen pertenecer a una época concreta, su identidad queda un tanto difusa en medio de la amalgama de sonidos como el Noise, el Pop, el Post Punk, el Shoegaze o el Rock Alternativo. Una combinación de guitarras experimentales, ruido de fácil escucha, una voz femenina con atractivo alternativo y, en general, una atmósfera etérea que te hace pasar de los ecos sombríos del pasado a las luces de la modernidad, hablando en términos musicales. Es por ello que “Locust Valley” se convierte en una píldora contra el aburrimiento, capaz de hacer tu mente volar entre sus ambientes eléctricos y variados. Puede que HELLA COMET no vayan a llegar a grandes audiencias ni que suenen en las radio-fórmulas, pero su música es una buena prueba de que los sonidos experimentales también pueden ser de agradable escucha. Además el álbum te trae a la cabeza influencias muy diversas que enriquecen la experiencia y te sumergen en una atmósfera de lo más atractiva. Si a esto le añades la original presentación física que luce “Locust Valley” ya tienes un álbum perfecto para añadir a tu colección de música alternativa, por poner una etiqueta general.

musikreviews.de
Wenn mitten in Österreich die PIXIES gemeinsam mit den SONIC YOUTH einen Haufen SUGARCUBES um sich werfen würden, während die B52‘s zum musikalischen Beobachtungsflug am Himmelszelt ansetzen, dann sind HELLA COMET mit ihrem „Dreampop für den Unterleib“, der sich nach wilden Stoner-, Psyche- und Punkrock-Klängen rhythmisch immer schneller bis zum O(h)rgasmus bewegt, nicht weit. Welch Glück, dass auch heute noch mit so viel rotziger Unbekümmertheit der pure Hirnfick direkt durch unsere von viel zu viel Musik-Mainstream-Schmalz zugekleisterten Gehörgänge funktioniert und dabei ordentlich den Hammer auf den Amboss pfeffert. Auf „Locust Valley“ darf vom Shoegaze bis Post-Rock, Indie bis Punk, rumpelnden Bässen, statischen Schlagzeug-Eruptionen und heavy drauflosschrammelnden Gitarren sowie eine weibliche Stimme, die zwischen Erotik und Aggressivität mit allen Facetten spielt, all das rausgelassen werden, was man zwar gerne, aber wahrscheinlich fast nie im Radio hört. Punk ist tot? Quatsch! Zumindest nicht bei HELLA COMET! Nur authentisch muss man bleiben. Das ist das oberste Gebot. Und an dieses halten sich HELLA COMET rundum. Darum gibt‘s „Locust Valley“ auch als eine wunderschön gestaltete LP zu erstehen, die nicht nur strikt auf 500 Stück limitiert ist, sondern der gleich noch die CD-Ausgabe des Albums und ein entsprechender Download-Code beiliegen. Die Liebe für‘s Detail beginnt mit der Musik von „Locust Valley“ und endet erst mit solch ansprechender Verpackung. Gesamtkunstwerk nennt man so etwas. Und genau diesen Begriff hat das 2016er-Album der jung(geblieben)en Grazer Band auch verdient. Selbst wenn sie sich auf dem einen oder anderen Song noch ein wenig zu sehr austoben oder manchmal ein wenig den roten Faden verlieren und bei all den Stimmungswechseln recht abrupt zur Sache gehen, so bleiben sie doch eine Ausnahmeerscheinung, die sich an ihren Instrumenten und bei aller Vokalakrobatik keine Grenzen setzt, sondern fleißig drauflosexperimentiert. Das darf dann im Falle von „Swim“ mal etwas eingängiger, beim mit gut 5 Minuten längsten Song „Idiots And Slavery“ deutlich härter und psychedelischer oder auf „Fortunate Sleepers“ fast ruhig-balladesk und sehr verträumt klingen, bis es plötzlich in Richtung Post-Rock abdriftet. Und um aller Verrücktheit noch einen draufzusetzen, verabschieden sich HELLA COMET mit „Conk Out“, einem schwer atmosphärischen Instrumental, das selbst ein BRIAN ENO mit FRIPP-Unterstützung auf seinem Kult-Album „Another Green World“ nicht besser hinbekommen hätte. Unfassbar! Aber klar und wahr. Wer nach solchem Abgang keine Gänsehaut hat, der braucht Viagra für die Ohren, denn da muss irgendwas abgestorben sein, was sich schnellstens wieder aufrichten sollte. Vielleicht die Ohr-Schnecke, die früher mal eine Muschel war. Ein guter Anfang wäre das schon einmal. Willkommen im „Tal der Heuschrecke“ – lassen wir sie ordentlich fliegen mit allem, was man auf der schönen, bunt gestalteten Spielwiese des Rocks entdecken kann, so lange er sich nicht in selbstverliebter Eitelkeit suhlt. HELLA COMET platzieren gezielt einen dicken Haufen auf die so farblos erscheinenden Radio-Gänseblümchen. FAZIT: Oftmals übertreiben Promo-Schreiben ja, aber in diesem Falle kann ohne Bedenken dem ersten Satz darin zugestimmt werden: „‘Locust Valley‘ ist ein vielfarbiges Album Rockmusik, reich schattiert an Stimmungen, zusammengehalten von einem Hang zur großen, mächtigen Wall of Sound, die von Punkrock-Gitarren durchschnitten wird.“ Manchmal müssten die Farben aber noch ein bisschen besser angeordnet und gemischt werden. Ansonsten „Chapeau“ für solch ein gelungenes Album! [Album bei Amazon kaufen] Thoralf Koß (11/15)

truetrash.com
Indie-Noise-Post-Pop-Rock? So in etwa könnte man versuchen “Locust Valley” von Hella Comet kurz und prägnant zusammenzufassen. Aber das greift viel zu kurz. Denn das Album ist extrem vielschichtig und vielseitig und lässt sich nicht in drei Worten zusammenfassen. Gemein haben alle Songs ein noisiges Grundrauschen, das sich vom ersten bis zum letzten Ton durchzieht. Ansonsten sind alle songs grundverschieden und sehr abwechslungsreich. Auch ist die Scheibe nichts für einfach mal so nebenbei. Das ist ein Werk für das man Zeit braucht und sich darauf einlassen muss. Ist man gewillt dies zu tun, so erwartet einen ein tiefgründiges und abwechslungsreiches Musikvergnügen. Viele verschiedene und teils disharmonische Elemente ergeben ein großes Ganzes Klangbild. Das Grundrauschen wird ergänzt durch quietschende Gitarren sowie eine postlastige Trägheit und Melancholie. Im Gegensatz dazu stehen die weiblichen Vocals. Hinzu kommen verträumte Pop-Melodien. Trotz Post-Elementen ist die Musik irgendwie leicht und flüssig und verbreitet positive Stimmung. Tolle Platte. Erscheint in einer auf 500 Stück limitierten Vinyl Version inklusive CD und Download Code. (Fabian)

musicexport.at
It’s already well known that HELLA COMET know how to rock, but what the quartet from Styria served up on their latest release “Locust Valley” is just what we hoped for. Even if we might not have expected it. “Locust Valley” is a piece of rock music that covers all the bases. To sum it up roughly; Lea, Frente, Jure, and Maex – the four behind Hella Comet – published a sort of history of guitar oriented music from the last 30 years. Starting somewhere with early punk, the band then draws their musical line from noise, shoe-gaze, and grunge and then on to post-rock sounds. When the occasion calls for it, they even dive into some decently dosed pop. This wealth of influences calls for a high degree of diversification. The angular sounds of the songs all follow their own sets of rules, arcs, and structures. This means that the entire album – sometimes more melodic, sometimes less – remains unpredictable, exciting and interesting. From the very first second on to the final note. A ROCK HISTORY OF ANOTHER KIND The opener “Secret Body Nation” is a musical exclamation point. Opening wth a wall of sound the song develops into an anthem that captivatingly sets the stage for the songs that are yet to come. The following songs are sometimes heavier (“Midsummer Heat”) or coolly dark (“Idiots and Slavery”) or they just move uncompromisingly and aggressively straight ahead (“the Wicked Art To Fake It Easy”). Particularly well done are the minimised moments of the album, like the song “Fortune Sleepers” which slips in to the dreamy in a strangely beautiful way. It isn’t just the musical diversity that raises “Locust Valley” above the mass of rock releases. The singer Lea and her strong and multifaceted vocal performance provides the entire album with a strong character and distinctiveness that makes the album something very special. Hella Comet have landed a major coup with “Locust Valley”. The rock from this Styrian band really stands above the rest. It is independent and has that certain vibe that is infectious. One can be aware of the ingredients the band uses for their sound and still be surprised by the result. A reaction that is increasingly rare in this genre. Highly recommended. Michael Ternai (adapted from the German by David Dempsey)

temeplores.com
Dense walls of guitar sounds and the ethereal vocals of bass player Lea Sonnek – the comparison with Sonic Youth suggests itself, shoe gaze elements are also undeniable. But this doesn’t quite describe it all: the music of the Austrian quartet also draws inspiration from various post-rock acts of the 1990s, as can be deduced from song lengths beyond seven minutes and cunning drum beats. This is their brand new album “Locust Valley”. It comes with ten songs. The music on “Locust Valley” is very special. Hella Comet is taking you into a different world with the unique sounds and vocals. Somehow it seems as if the arrangements are in the focus, rather than the vocals. The melodies are odd and somehow hypnotizing. The sound is almost experimental. Sometimes distorted, sometimes clean, but always dreamy and far away. Hella Comet try the oddest combinations in their arrangements. Almost like a recorded jam session, “Locust Valley” seems absolutely spontaneous, yet well planned. The brand new Hella Comet is a interesting new release. Different from everything you have ever heard before. But it is sure worth a listen. And if you are into experimental music or music that can hypnotize you, this album is yours to love. “Locust Valley” is out now. (Nina Mende)

wienerzeitung.at
Jede Menge Hall: Das dritte Album von Hella Comet.

Bei aller gegenwärtigen Neigung zum Lokalkolorit, zum Dialektgesang und teils zum Austropop-Zitat darf nicht übersehen werden, dass auch der gegenteilige Arbeitszugang, also die Ausrichtung am internationalen Vorbild, unter heimischen Acts fröhliche Urständ feiert. Exemplarisch beweisen etwa Hella Comet auf ihrem dritten Album, “Locust Valley”, dass sie ihren Master in Sonic Youth gemacht haben und Frontfrau Lea Sonnek am Bass sehr überzeugend die Kim Gordon aus der Steiermark geben kann.

Wobei der zwischen Post-Punk und Post-Rock, Shoegazing und Noisepop sozialisierte Sound der Band auch vor so manch anderem Act den Hut zieht, sofern dieser vor allem aus den USA stammt und dort ab den späten 80er Jahren auf aufgedrehte Gitarren setzte. Die Ergebnisse jedenfalls bauen zwischen wuchtigen Soundwänden, glühenden Feedbacks, grummelndem Bass, jeder Menge Hall und einem Hang zum Popappeal mittels Melodie auf Dringlichkeit (Sturm Graz!) – und überzeugen dabei ebenso wie in Momenten des gleichfalls wichtigen Tagtraums. Mit “Conk Out” wird es am Ende gar noch kontemplativ. Hört, hört! Von Andreas Rauschal

hardmusicbase.cz
Ještě mi tak chvíli bude někdo tvrdit, že duše neexistuje a já budu předstírat, že mu to věřím. Jenomže, jak by mohlo být možný, že nějaká kapela udělá nádherně oduševnělou muziku jako právě rakouské rockové uskupení HELLA COMET. Jo, duše neexistuje a já přitom vidím, jakou má barvu. Normálně při poslechu alba „Locust Valley“ vidím duhu těch nejzářivějších barev. Jasně zářivé barvy prosakují skrze reprobedny, ale ne z důvodu, že by byla muzika HELLA COMET nějak veselá či dokonce rozpustilá. Ona je zvláštním způsobem divná. Zvláštní magická atmosféra jako by pocházela z post apokalyptického období, ale ne z toho, že něco skončilo a tma z neznámé budoucnosti vyvolává úzkost, nýbrž z nového začátku a světlých zítřků a očekávání. Jenže pozor přátelé, tuhle kapelu nepolkne každej a patrně pravověrní rockeři narazí na problém uchopitelnosti tvorby HELLA COMET. Ono totiž opravdu rockově tam znějí pouze bicí a z větší části baskytara. Ovšem kytara vám tady nezabustruje, neb mimo občasného, lehce zkresleného rockového blouznění, využívá pro rockovou muziku netradičních zvukových maleb. No a tady se dostávám k jádru věci, proč kapela sebe sama označuje jako noise rockovou. Ano, kytara působí z větší části spíše jako ruchový element, než jako rockový nástroj, ovšem nikoliv poruchový či dokonce rušivý. No a zpěvačka taky není zrovna rocková harpie, ale působí spíše jako esoterická víla, která v decentní, nenásilné melodičtině zvěstuje nějaká proroctví. Někdo by mohl tvrdit, že její projev zní tklivě až třeba nevýrazně, nebo že její podání melodií je plné splínu. Ono na tom možná i něco je, ale v kombinaci s tou noise kytarovou kulisou a rockovým podmazem rytmiky to vyznívá tak nějak pozitivně a proto prostě vidím při poslechu alba „Locust Valley“ jasně zářivé barvy. Někdo by mohl usoudit, že by se mohlo jednat o zajímavou avantgardní alternativu a taky tomu tak vlastně je, ale zároveň mi připadá, že tahle neposlušná nahrávka dýchá šedesátými léty psychedelického rocku. Je tam prostě cítit taková ta zvláštní citlivost, která se kombinuje s lehkou hravostí. Jako by se tvorba HELLA COMET vracela po moderní spirále do časů, kdy ta rocková muzika měla mnohem větší duši a je vcelku jedno, jestli byla vyvolána halucinogeny nebo transcendentní magií. Album „Locust Valley“ potom opravdu působí jako barevný magický koktejl z nějakého nepochopitelna. Někteří zatvrzelí rockeři tuhle nádheru patrně nepochopí, ale nechat se unášet na vlnách podivna je pro mne opravdový zážitek. Jenže ono se s tímhle albem musí hodně opatrně. Není to prostě poslechovka pro každej den a dát tohle album vícekrát po sobě byla i pro mě docela krutá řehole. Přesto hudbu HELLA COMET naprosto obdivuji. (9/10)

metalunderground.de

Via Noise Appeal ist das neueste Lebenszeichen der österreichischen Punkrock Truppe Hella Comet erschienen. „Locust Valley“ nennt sich das Werk. Nun Punkrock ist definitiv im Sound der heimischen Truppe, wenngleich man sie aber nicht gleich in die Schublade astrein drängen kann. Viel zu facettenreich ist der Klang dieser Truppe. Bis dato habe ich von dieser Formation noch nie etwas gehört und irgendwie schäme ich mich, denn dieser Sound haut einen echt schier vom Hocker. Wie schon beim letzten Release und Bericht zu „ENO“ von Second Releation, haben wir auch hier einen sehr heißen, nach oben drängenden Act aus unserer Alpenrepublik zu vermelden.

Es scheint als würden genau solche Bands die heimische Musiklandschaft bereichern. Sicherlich ist es auch hier der Fall, dass wir es sicher nicht mit einem astreinen Rockact zu tun haben. Auch klingt der Sound auch wesentlich massentauglicher. Dennoch und das steht für die Truppe aus Graz, man offeriert eine breite Palette. Hier liebäugelt man etwas mit dem Spätachtziger Sound gewisser Pop Bands aus dem britischen Sektor. Bedeutet aber nicht, dass man sich vollends poppig darstellt. Nein überhaupt nicht und somit auch kein Ausverkauf. Man hat eben gewisse Einflüsse aus dem Britpop in den Punkrocksound eingefädelt und darüber träufelt man noch viele, raue progressive Züge. Das Endergebnis klingt sehr interessant.

Man zeigt sich von einer sehr einfallsreichen Seite. Sicherlich sind gewisse Breaks etwas herber aufzunehmen und man braucht auch einige Anläufe für diese. Aber im Großen und Ganzen zeigt man sich von einer sehr harmonisierenden Seite. Bedeutet, alle Wegweiser führen immer zu einem Gesamtpfad. Genau diesen roten Faden zieht man von vorne bis hinten durch. Ein somit sehr spannendes Konzept und man sieht sich niemals in Verlegenheit geraten auch nur einen kleinen Moment darüber nachzudenken etwas nach vorne zu skippen. Spannungsgeladen eben und das ist echt packend.

Natürlich ist auch die Stimme sicherlich zu einem sehr großen Anteil dafür verantwortlich dass eben die Vibes um Ecken besser rüber kommen. Teilweise erinnert mich die Lady total an Björk. Eigentlich bin ich ja überhaupt kein Fan der Isländerin. Dennoch und das steht hier für Lea, sie stiehlt ihr echt die Show. Abwechslungsreichtum über den gesamten Output verteilt machen das Ganze Klangmuster sehr bunt, aber auch gut aufnehmbar, mit eben kleineren Komplettierungen für die man, wie bereits erwähnt, einige Anläufe braucht.

Fazit: Wirklich kunterbunter Brocken, die Grazer Combo unterbreitet aber einen tollen neuen Sound Made in Austria. Punkrock, Progressive Rock und leichte Britpop Elemente zu einer gekonnt vermischten Melange. Robert (4,5/5)

Westzeit Oktober 2016

Wenn die neue Platte von Hella Comet beim ersten Song mit ordentlich Rückkoppelung einsetzt, ist relativ klar, in welche Richtung es gehen wird. Vom shoegazigen Post-Rock der Vorgängeralben hat sich das Grazer Quartett mit der grandiosen Sängerin Lea Sonneck am Mikrofon fast verabschiedet. Auf „Locust Valley“ dominieren knackige Noise-Rock-Nummern, aber auch snaftere Ohrenschmeichler, die in Richtung Dream-Pop gehen, und Power-Pop-Songs gibt es. Im Kampf von Krach und Melodie zeigen die Österreicher eine große stilistische Bandbreite und schaffen es jederzeit, ihre ganz eigene klangliche Identität zu transportieren. (Manuel Schülke)

ungtro.com

PLANERAT EXPERIMENTERANDE

Hella Comet från Österrike har släppt nya tredje plattan “Locust Valley” som är en intressant musikalisk resa med mycket ljud och oljud. På plattan blandas pop, post-rock, punk och shoegaze till en ofta rätt märklig blandning. Det är mycket experimenterande med gitarrer som skapar väggar av gitarrljud. Ibland har det jämförts med Sonic Youth, men den jämförelsen haltar ibland, för stundtals är musik lätt, lite soft med kvinnlig sång och intressanta atmosfäriska partier. Det är då väldigt njutningsfullt. Därmed inte sagt att det är dåligt i de stunder lyssnaren möts av mer ljud och en ytterst bullrig ljudbild, det tar bara lite längre tid att ta till sig. Detta är en platta som kräver några lyssningar för att den ska sätta sig. Det är svårt att tänka sig vad som kommer spåret efter för det kan vara precis vad som helst. Experimenterandet och arrangemangen verkar ofta vara det intressanta för bandet, och ofta blir det intressant för lyssnaren också. (MATTIAS GUSTAVSSON)

wltu-music.de

Das letzte Album “Wild Honey” war schon stark, aber jetzt legt die Grazer Band um Frontfrau Lea Sonnek tatsächlich noch einen drauf. Der Stil des Vierers ist ziemlich apart, aber ich versuch’s mal als Fusion von BONGWATER und SONIC YOUTH zu beschreiben. Zehn Songs zwischen Noiserock-Wall-Of-Sound, Sirenengesang, Britpop und Shoegaze. “Fortunate Sleepers” ist mit einer der besten Songs, den ich je gehört habe, erinnert mich ein wenig an CORREATOWN und entwickelt sich gegen Ende vom Atmosphärischen hin zum Rockepos. “Midsummer heat” hat dann einen göttlichen Beat und der Rest der Band agiert recht verhalten, was der Sogwirkung des Tracks aber keinen Abbruch tut. Die Vocals klingen ähnlich wie auf “Daydream Nation” etwas räumlich entrückt, aber dieses Detail ist für den Gesamtklang goldwert. Die LP ist für 17 Tacken zu haben. Ein echter, kleiner Geheimtipp für Genrefans. ThEb (9)

kurier.at

Es wird laut, Baby: Hella Comet sind die Band der Stunde, wenn’s um Gitarrendonnerwetter geht. Außerdem sehr lässige CDs von Banks, Deltahorse, Van Morrison und Regina Spektor. Und eine frische Playlist mit neuen Songs von Solange, Scarlett Johansson, Iris Electrum, Lykke Li, Beck u.v.a.

Na also, es geht doch! Endlich mal wieder eine laute, krachende, richtig leiwande Gitarrenrockscheibe, die weder lieb noch witzig sein will. Die Band heißt HELLA COMET, ihre aktuelle CD „Locust Valley“. Und hier meint es jemand ernst, das wird schon beim grandiosen Opener „Secret Body Nation“ klar. Metal Machine Music, kräftiges Rauschen, Feedbacks und Verzerrergeräusche bereiten den Boden für einen Song, der mit unglaublicher Wucht und einer himmlischen Melodie einschlägt, ruhiger wird, uns in Sicherheit wiegt – um mit dionysischen Dissonanzen zu überraschen. Wenn sich die wieder auflösen, ist es dann dafür wie fliegen – pfuh, was für ein Trip!

Und auch wenn manche Songs („Sid“, „43goes79“) etwas konstruiert im Sinne strenger Post-Punk- und Post-Core-Maximen wirken, machen das Tracks wie die Single „Swim“, das treibende „Dead Match“ und der sexy Midtempo-Stampfer „Midsummer Heat“ mit seinen massiven Gitarrenwänden, an denen die Stimme der Sängerin sich förmlich anschmiegt, mehr als wett. Richtig starkes Teil! (Andreas Bovelino)

terrorverlag.com

Shoegaze Noise Rock, so betitelt die aus dem österreichischen Graz stammenden Band HELLA COMET ihre Musik. Und was das dynamische Quartett da zusammenschustert, ist in der Tat wert, gehört zu werden. Dem Hörer präsentiert sich eine Mischung aus Noise Pop, Punk, Rock und unzähligen weiteren Einflüssen. Es ist schwer, den Sound genau zu beschrieben, wenn man ihn sich nicht einmal selbst zu Gemüte geführt hat.

Das neueste Werk mit dem Titel „Locust Valley“ ist die reifste und vielseitigste Scheibe, die bisher aus dieser österreichischen Musikschmiede kommt. Der Opener „Secret Boy Nation“ beginnt mit einem Rauschen, das über eine halbe Minute andauert, bevor eine Stimme, die aus einem Horrorfilm stammen könnte, den eigentlichen Song einleitet. Dieser präsentiert sich sehr hymnisch als eine dichte, stimmige Klangwand. Der Song mit dem wohl merkwürdigsten Titel „43goes79goes43“ klingt hingegen stark nach Stoner- und Punkrock, während „Idiots and Slavery“ von ziemlich harten Gitarren dominiert wird, was dem Stück ebenfalls wieder einen ganz anderen Charakter verleiht. Hinter allen Einflüssen erkennt man aber auch immer eine ganz eigene, charakteristische Noise-Note. Durch diese lässt sich jedes einzelne Stück, so unterschiedlich diese in ihrer Gesamtheut auch anmuten mögen, ganz eindeutig HELLA COMET zuordnen. Egal ob der Song einen aggressiven Touch besitzt (wie „Swim“) oder eher verträumt wirkt, so wie das vom Post-Punk beeinflusste „Death Match Figur“. So finden die Kompositionen einen gemeinsamen Zugang und ergeben ein dichtes und atmosphärisches Klanggewebe, wodurch „Locust Valley“ zu einem stimmigen Gesamtwerk heranwächst.

Noise Rock ist eine sehr eigene Musik, die man mögen muss. Ist sie doch nicht unbedingt geeignet, um sich während einer anderen Tätigkeit sanft berieseln zu lassen. Wer allerdings dazu bereit ist, sich voll und ganz einzulassen und davon getragen zu werden, der sollte einen Ausflug in das neuste Machwerk aus dem Hause HELLA COMET wagen. Es wartet eine bunte Reise voll der verschiedensten Stimmungen und Gefühle in vielschichtige Klangwelten. Etwas um die Augen zu schließen und zu genießen. (8/10, CHRIS FÖHRENBACH)

thepitofthedamned

Uno spesso muro di feedback chitarristici, pastoso, fitto e dissonante, è la prima cosa che ascoltiamo, quasi investendoci, una volta premuto play su “Secret Body Nation”, prima traccia dell’ultimo album di questo quartetto austriaco di Graz, e immediatamente non possiamo non pensare che a due parole: “Sonic” e “Youth”. Il modo di usare le chitarre infatti richiama in modo evidente lo stile di Thurston Moore e Lee Ranaldo, e allo stesso modo, la voce della bassista Lea ricorda una Kim Gordon più sognante e più intonata (e dal timbro che ricorda la Björk degli esordi); solo la batteria è più essenziale e quadrata, ma non per questo, meno efficace. Rispetto alla storica band newyorkese, gli Hella Comet paiono meno interessati alle divagazioni sperimentali e più concentrati su una struttura più propriamente rock, tanto che questo ‘Locust Valley’ si avvicina nelle atmosfere, agli album più diretti di Moore & Co., come ‘Dirty’ o l’ultimo ‘The Eternal’. Rispetto al passato però, gli austriaci paiono aver parzialmente accantonato una certa tendenza al pop-shoegaze e anche le loro inclinazioni post-rock vengono confinate di fatto, solo nelle fragorose esplosioni di “Idiots and Slavery” e nello strumentale conclusivo “Conk Out”. Quello che emerge maggiormente da questo disco, e che lo rende davvero interessante, è l’altissima qualità di scrittura, unita ad una produzione potente e fragorosa. I dieci brani che compongono l’album (uscito peraltro solo in vinile) sono uno meglio dell’altro, dall’impatto della già citata ”Secret Body Nation”, di “Sid” o “Death Match Figure”, alle splendide cavalcate mid-tempo di “Fortunate Sleepers” e “Midsummer Heat”, fino alle schegge noise di “43goes79goes43” e “The Wicked Art To Fake It Easy”. Disco splendido, perfetto per albe brumose in riva all’Hudson River, sere piovose negli appartamenti di Brooklyn, ma che va benissimo anche per qualsiasi luogo in cui vi troviate ora. (Mauro Catena)

obliveon.de

Aus Graz kommen sie, die vier Herrschaften von HELLA COMET, die vom Bandnamen her an einen Autoscheinwerfer erinnern und vielleicht auch mal so hell strahlen werden. Während ich erst dachte, hier singt ein Herr in einer hohen Stimmlage, musste ich dann doch feststellen, dass es sich bei der vermeintlich gepitchten Stimme um eine Dame handelt. Näheres konnte ich nicht herausfinden, da es zwar einige Bilder des Quartetts gibt, aber die Auskünfte widersprüchlich sind (Myspace und Facebook laufen hier zum Beispiel ziemlich auseinander, wobei Lea, so der Name der Sängerin, wohl die einzig zuverlässige Verbindung zu sein scheint). Klanglich passt Leas etwas schräger Gesang gut zur rotzigen Attitüde der Österreicher, die sich mit ihrem Shoegaze-Noise-Rock durch das Album schrammeln und scheinbar alles verfolgen, nur eben kein Story-Board. Frei und unbekümmert tobt man sich in der Nische aus und bietet einen genauso bunten und schrägen Querschnitt, wie es das Albumcover zu vermitteln scheint. Man hat sich also einiges überlegt, um die Musik in einen passenden und interessanten Rahmen zu pressen, wie man es auch bei der auf 500 Stück limitierten LP-Veröffentlichung gemacht hat. Rahmen folgen auch keinem Quadratismus. (RB, 7,5/10)

waste of mind

 Krach und Pop, Melodie und Verzerrer – Hella Comet setzen sich auf ihrem Album „Locust Valley“ zwischen diverse Stühle und können so im Bestfall ganz viele unterschiedliche Hörer über weite Strecken, und im worst case aber auch keinen so richtig überzeugen. Der Erfolgsfall ist aber der wahrscheinlichere: Zu leichtfüßig sind die Ohrwurm-Momente, zu krachig und dick produziert die lärmenden.

Natürlich orientiert sich das ganz grob wie so häufig in solchen Fällen an Sonic Youth, Hella Comet sind aber deutlich geradliniger, weniger verkopft, vielleicht auch etwas weniger anspruchsvoll – was aber nicht negativ gemeint ist sondern einfach an die simpleren Momente der Pixies denken lässt.

Irgendwo zwischen Punk und Pop und Noise und Postrock, Shoegaze inklusive, entstehen so ein paar sehr sympathische Songs, die man übrigens auf ein auf 500 Stück limitiertes Stück Vinyl gepresst hat. Kann man machen.

musicinbelgium.net

 Ce n’est pas tous les jours que l’on entend parler de Graz en termes de musique rock. La deuxième ville d’Autriche n’est pas forcément un vivier de groupes rock mais on pourra désormais battre en brèche cette idée en ayant à l’esprit l’existence d’Hella Comet. Ce quatuor verse résolument dans un indie rock fortement influencé par les années 1990 (Pixies, Sonic Youth, My Bloody Valentine) et sort ces temps-ci son quatrième album, après “Celebrate your loss” (2010), le EP “Hella Comet” (2011), “Wild honey” (2013) et “TTMMM” (2014). Ce dernier album était plutôt expérimental avec un unique titre de plus de 27 minutes. Aujourd’hui, Hella Comet revient avec une œuvre plus balisée d’une dizaine de titres, au contenu bien intéressant, il faut le souligner.

Ce qui caractérise d’entrée de jeu le style d’Hella Comet, ce sont les murs de guitares massives et le chant évanescent mais néanmoins accrocheur de la chanteuse Léa. Le groupe est à la croisée des chemins entre un shoegaze fiévreux, un néo-psychédélisme industriel et un post-punk astral. Autant dire qu’Hella Comet est assez doué dans la confusion des genres et dans la construction d’un style qui lui est propre.

Un cérémonieux et imposant “Secret body nation” donne le ton d’entrée de jeu. Les ambiances spatiales s’invitent et entrent dans la danse tantôt avec des attitudes nerveuses (“Swim”), tantôt avec des rythmes martiaux et guindés (“Sid”). Le milieu d’album propose des atmosphères plus aériennes ou romantiques (“Fortunate sleepers”, “Midsummer heat”) mais un retour orageux d’une électricité classieuse n’est jamais exclu (“43goes79goes43”, “Dead match figure”). Dans tous ces domaines, la voix reste primordiale et survole l’instrumentation avec noblesse et une certaine distance cosmique littéralement envoûtante.

La dernière partie d’album continue dans la lancée avec des morceaux plus sombres et plus tendus (“Idiots and slavery”, “The wicked art to fake it easy”), où se déchainent une rythmique brute et des guitares sinueuses. L’ultime “Conk out” refroidit tout ça avec quatre minutes de clapotis bruitistes sur fond de synthés binaires. Faute de goût pour les uns, finition géniale pour les autres ; c’est à l’appréciation personnelle de chacun.

On ne va quand même pas se laisser rebuter par cette fin un peu étrange car il y a beaucoup de bonnes surprises dans cet album d’Hella Comet. Les Autrichiens réveillent le souvenir des Nineties avec classe et personnalité et ils se révèlent de ce fait parfaitement captivants.

François Becquart (4)

Legacy #105

Automobilaffine Menschen sind sicherlich schon einmal über den Zusatz-scheinwerfer Hella Comet gestolpert. Auch die vier Österreicher bringen Licht ins Dunkel, das bisher die Schnittmenge aus Post-Punk, Shoegaze und Noise darstellte. Völlig pragmatisch verzichtet die Band auf die komplizierte Festlegung auf eine Stilrichtung und wirbelt auf den zehn Songs der Vinyl-Patte, die auch eine CD und einen Download-Code enthält, alles so wunderbar durcheinander, dass einem bisweilen schwindelig wird. Lea vermag mit wun-derbaren vokalen Intonationen zu bezaubern, begleitet von zurückgelehnten Arrangements (beispielsweise auf ‚Fortunate Sleepers), aber danach wird da-ran erinnert, dass Rock auch etwas mit Punk zu tun haben könnte (‚43goes-79goes43). Zwischendurch fiepen die Gitarren wieder herrlich entrückt und die Erinnerung an eben gehörte Harmonien wirkt nur noch spiralnebelhaft. „Locust Valley lädt zu einer faszinierenden Achterbahnfahrt ein, die Konzentration erfordert. Nur dann verschwindet das Gefühl einer leichten Übelkeit aus der Magengegend, und der akustische Blick wandert zu fantastischen, farbigen Soundscapes. (FSH) 12 Punkte

Slam #88

Österreichische Bands haben es nicht immer leicht im Ausland, ganz im Gegenteil. Nur die wenigsten schaffen es über Deutschland und die Schweiz hinaus erfolgreich zu sein. Dies liegt nicht nur an der harten Konkurrenz, vor allem aus dem Vereinigten Königreich, sondern oft auch an dem Exotenbonus, den man selbst im deutschsprachigen Raum nach wie vor genießt. Vor allem im Indie-Bereich ist es verdammt schwer sich einen Namen zu machen. Hella Comet sind jedoch auf dem besten Weg dazu, denn neben Gruppen wie Sex Jams oder Mile Me Deaf, die es ja mittlerweile sogar nach China und Amerika geschafft haben, sind sie eine der wenigen Bands, die ständig unterwegs sind. Und sollte man mal weniger von ihnen hören beziehungsweise sehen, arbeiten sie mit Sicherheit an neuem Material. „Locust Valley ist der nächste logische Schritt und kommt im Vergleich zum eher gemächlichen Vorgänger „Wild Honey fast etwas ungestüm daher. Obwohl auch „Locust Valley seine zarten Seiten hat, wie etwa der Song „Fortunate Sleepers beweist. Hella Comet haben wieder ein ausgezeichnetes Album abgeliefert. Für mich eindeutig eine der besten Indie-Noiserock-Bands aus der Alpenrepublik. (Michael Kogler, 8)

rockgarage.it

Bella storia quella degli Hella Comet, una band austriaca ma che punta a musicalità tutt’altro che legate alla propria terra. Gli Hella Comet sono un progetto internazionale in tutti i sensi, capace di produrre un’insalata davvero originale che pesca ingredienti in scene per nulla vicine tra loro. Si presentano come una shoegaze noise rock band, a nostro parere si collocano nella scena post-rock meno lenta e depressiva, arricchita sì da inserti noise ma da elementi rock e ritmi incalzanti che la contraddistinguono. Le chitarre noise litigano con una voce che potrebbe sfiorare il pop anche se adeguatamente arricchita di echi che la rendono particolare. Il forte legame con la scena post-punk degli Hella Comet si sente, con tanto di adolescenza trascorsa ad ascoltare album dei The Cure come se non vi fosse un domani; il loro rock è sicuramente implosivo, tanto da sfiorare le lezioni che i Radiohead hanno imposto a chiunque intendesse approcciarsi al post-rock; infine noi percepiamo anche un amore-odio per i mai defunti Type O Negative, con il loro incedere scuro e lento, più pesante di una semplice rock band, ma comunque incisivo (l’opener è una testimonianza di ciò). Eppure, nonostante quanto detto, i fagocitatori di grunge in stile Smashing Pumpkins troveranno negli Hella Comet tanto materiale di cui appagare il proprio udito e il proprio cuore (ascoltare la prima parte di Dead Match Figure per avere un esempio), con forse meno impatto energetico ma la stessa carica adrenalinica.

Fortunate Sleepers è il momento più shoegaze di Locust Valley, mentre l’irriverenza di 43goes79goes43 e Idiots And Slavery ci dicono che il quartetto non è per nulla lontano dall’ambito rock. A noi piace il taglio di Midsummer Heat, un brano che mette insieme razionalità ed emotività, sapienza mainstream con inclinazione emergente, riff incisivo e chorus dai grandi ascolti. Forse è questa la dimostrazione dello spessore di questo progetto, una band che in futuro arriverà a sempre più Paesi. Altro che progetto austriaco! (by Marcello Zinno, 7)

radiostudent.si

8. februarja 2014 je ob zidove kluba Wakuum v Grazu trčil skoraj polurni noiserski komet kitarskega feedbacka. Poleg ostalih zasedb, ki so igrale pesmi Louja Reeda, ki mu je bil večer posvečen, so namreč takrat nastopili tudi domačini Hella Comet. Namesto konvencionalne priredbe kakšnega bolj znanega komada Velvet Underground, so se Hella Comet odločili za popolnoma drugačen eksperiment. Navdih zanj so črpali iz Reedovega noisersko-avantgardnega albuma Metal Machine Music, prav tako sestavljenega zgolj iz efektiranega kitarskega feedbacka. Ta album je bil leta 1975 sprejet s precejšnjim začudenjem in tudi publika v klubu Wakuum je ob performansu njihovih običajno melodičnih post-rockovskih in shoegazerskih znancev Hella Comet pač malce obstala.

Zasedba je posnetek tudi izdala, že s samim nastopom pa morda nakazala tudi nove smernice v svojem zvoku. Anekdota pa je v tem kontekstu pomembna tudi z vidika letos izdane nove plošče Locust Valley, ki jo otvori podoben kitarski feedback. Sicer so zasedbo že prej povezovali z noisom, vendar pa na novem albumu kitarista Jürgen Hochsam in Franc Gurt še toliko bolj izrazito prevzemata nekonvencionalne načine zvočenja, v luči tega pa hrupno nastopita tudi letos pridružena bobnar Slobodan Kajkut in basistka ter pevka Lea Sonnek.

Hella Comet na novi plošči vsake toliko še naredijo obvoz po počasno razvijajočih se atmosferično-vesoljskih, post-rockovsko in ne nazadnje shoegazersko začrtanih linijah, ki so se jih pretežno držali na predhodnih dveh albumih Celebrate Your Loss in Wild Honey. Kljub temu je njihova zvočna podoba tokrat bolj jasna in ritmično hitrejša post-punkovska. Namesto minimalističnih in počasi menjajočih se akordov se polaščajo glasnih in robustnih punkovskih riffov ter noiserskih in naključno vpijočih kitar. Prav tako v oči močno bode naslov plate, ki verjetno ni po naključju poimenovana po dobro znanem prestižnem ameriškem izobraževalno-uživantskemu predelu Locust Valley v zvezni državi New York. To nam sporoča, da je plošča bolj konceptualno naravnana ter pretežno jezna in odločna.

Kljub hrupnosti pa bi težko rekli, da gre ob novem albumu za skupek manj poslušljivih komadov. Locust Valley je morda na prvo žogo celo njihov najbolj komercialno naravnan album do danes, vendar zgolj zaradi osnovne punkovske in klasično rockovske zamejitve ter zavoljo krajših komadov, kot smo jih bili pri tej zasedbi vajeni v preteklih letih. Resda se je bend omejil znotraj post-punkovsko-rockovskega okvirja, vendar so robovi tega okvirja grobi in prehodni. Še najbolj klasično post-punkovsko udarijo v The Wicked Art To Fake It Easy in v Swim, z več komadi pa zasedba beži od osnovnega žanra ter mu dodaja drugačne predznake. Tako potekata komada Secret Body Nation in Sid v stilu alternativnega rocka, tistega zgodnje definiranega noiserskega iz 80-ih let, značilnega za zasedbo Sonic Youth. S komadom 43goes79goes43 nas zgrabijo skoraj po grungersko, podobno pa je tudi z Idiots and Slavery, ki proti koncu zavije v psihedelijo in post-rockovske prvine značilne za zgodnejše obdobje zasedbe.

S Fortunate Sleeper in Midsummer Heat pokažejo, da jih ni strah zaiti niti v še bolj poslušljiv pop-rock, seveda ne na račun še vedno hrupne integritete, v Dead Match Figure pa slišimo ostanke shoegazea. V teh za odtenek bolj mirnih treh komadih do močnejšega izraza pride tudi pevkin vokal. Leo zaradi zelo močne in vsestranske vokalne izvedbe ter eterične barve glasu zlahka primerjamo z Björk, vendar bi bili glede na bendovo žanrsko usmeritev boljši vzporednici Kim Gordon  iz Sonic Youth ali Kim Deal iz Pixies. Primerjavo še nadalje podpre dejstvo, da je tudi Lee basistka. 

Pod črto sta predhodna albuma v primerjavi z Locust Valley morda bolj homogena, zavita v post-rock, pa tudi bolj skrivnostna. A zaradi različnih punk-rockovskih predznakov nas nova plošča pelje skozi melodije z mnogimi odklonskimi presenečenji in posledično različnimi razpoloženji ter do konca ostaja zanimiva. Kakšne nalezljive vibracije oddaja Hella Comet v živo, pa lahko preverite že 26. novembra v Baru Gabrijel v Cerknem.