The Plague Mass – Living Among Meat Eaters / noise15

The Plague Mass – Living Among Meat Eaters / noise15

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FORMAT
12″

STATUS
available

RUNNINGTIME
35 min. 30 sec.

TRACKLIST
01 Overture
02 The Patient
03 Man on the run
04 The Prisoner
05 The Priest
06 Interlude I: Down to the cellar
07 The Survivalist
08 The Wage slave
09 Protagonist in a coma
10 Interlude II: Out Yonder
11 The Unruly Child

PRESSING INFORMATION
525 made
download code included
transparent clear vinyl & gatefold artwork
in cooperation with deaf cult records

RELEASE DATE
06.11. 2008

www.hartmut-und-ich.de
… “Das ist Subkultur!”, sagt Hartmut und kommt nach einiger Zeit aus seinem Zimmer, in dem mittlerweile ein extrem zorniger Mensch zu schepperigem Gebretter brüllt. Nicht wie ein Hooligan aus dem Bauch, sondern sehr aus dem Kopf, eher schrill, eher so wie ein hungriger Wraith brüllen würde, wenn er keinen Menschen zu essen bekommt. Dass der Vergleich nicht passt, wird mir klar, als Hartmut auf die aufklappbare, schöne Papphülle der Platte tippt und sagt: “Das heißt ‘Living Among Meat Eaters'”, sagt Hartmut, “und sie sind ihnen nicht wohlgesonnen.”?”Das höre ich”, sage ich. … (Auszug aus Folge 15 der Wannenunterhaltung von Oliver Uschmann.)

www.pitfire.net
Aus dem schönen Graz (stimmt sogar!) bringen Plague Mass ein zweites Album an den Start, das so gar nicht zu dieser gut bürgerlichen Stadt passen will. „Living Among Meat Eaters“ ist eine harte Ohrfeige, voller Wut und Energie. Und auch von merkwürdigen Trends in der Hardcore-Welt bleibt man hier verschont, das hier ist „Untergrund“ ohne Manager und Strichcode, mit kleinem Label und hauptsächlich auf Vinyl. Gut so!?Ihr metallischer Hardcore passt gut in die Schublade zwischen Tragedy, Cursed und Converge im grossen Vergleichsschrank. Harte, nihilistische Höllenfahrten inklusive. Dabei sind sie genau wie die Vergleichsbands sehr variabel im Tempo und Stilmitteln. Dabei können sowohl klassische, mit äusserst rockig-crustiger Gitarrenarbeit versehene Hardcore-Songs wie auch rasenden, beinahe chaotische Hochtempo-Massaker vorkommen. Auch kommen gegen Ende des Werks immer stärkere Metal-Einflüsse durch. Das alles funktioniert ausgesprochen gut und gibt dem Album als Einheit eine schöne Struktur, was sich wunderbar in die dunkle, beinahe melancholische Atmosphäre einfügt. Diese steht im Kontrast zu radikalen Texten und Inhalten, die ja so auch nicht alltäglich sind. Wie schon aus dem Titel des Albums ablesbar, sehen sich Plague Mass als Aussenseiter (und Veganer), die wenig für die so bestehende Welt und Gesellschaft geben. In den Texten werden solche Gefühle sehr süss als fiese Rachefantasien abgehandelt. Passt also gut zu der keineswegs leichten, aber äusserst durchschlagkräftigen Musik.?Dieses Album wird die Masse wohl nicht erreichen, einem eingeweihten Zirkel dagegen aber ein Lächeln aufs wutverzerrte Gesicht zaubern. Diese schöne 12” bietet reichlich Material für das Mixtape der schlechten Tage.

www.hardboiled.de
Bands aus Österreich gehen in der europäischen Szene immer etwas unter und erlangen meist nur im eigenen Land einen gewissen Bekanntheitsgrad. Und das, obwohl sie oft internationalen mithalten könnten. Plague Mass sind ein gutes Beispiel dafür. Die Band existiert seit 2004 hat neben einem Album noch diverse andere Releases zu verzeichnen und legt nun das zweite Album vor, ohne dass ich je von ihnen gehört hätte.?Und dabei weiß ihr rasend schneller, an eine Mischung an Converge, Cursed und Gehenna erinnernder Hardcore, mich echt zu überzeugen. Besonders angenehm ist, dass die Songs zwar auch Metalanleihen haben, aber ihre durchschlagende Brutalität keineswegs aus den typischen Metalcoreklischees beziehen und auch mal kurze Passagen zum Durchatmen beinhalten. Hinzu kommt ein politisches Bewustsein, welches viele Bands heutzutage doch vermissen lassen.

scarred for life
Aus dem österreichischen Graz poltert uns diese brutale Abrissbirne, bestehend aus derbem Hardcore, Crustcore, etwas Metal und fast schon Grindcore, entgegen. Ab der zweiten Hälfte des Albums öffnen sich die Buam dann auch noch dem Post-Hardcore, und im Gesamten kann man PLAGUE MASS nirgendwo so recht einordnen geschweige denn mit bekannten Bands vergleichen. Das gleichermaßen dunkle wie zerstörerische, hier noisige und dort fast melodische Geballer lebt von einer Intensität, die beachtlich ist – ganz gleich, ob zentnerschwere Riffs durch die Gegend geschoben, beinahe schöngeistige Zwischenspiele zelebriert oder Grooves aus dem Innersten nach außen gepumpt werden. Und wenn das Gaspedal dann durchgetreten wird, bleibt nichts als Asche übrig. So weit, so gut. Der wirkliche Abschuss wäre, wenn man Christians krasses Geschrei, das teilweise fast schon als Black Metal-Gekeife durchgehen könnte, etwas mehr in den Vordergrund geholt hätte, doch die elefantöse Produktion walzt alles nieder, so dass dieses Qualitätsmerkmal etwas zu sehr untergeht. Die eigenwilligen Backing-Vocals, die so gar nichts mit den gängigen Hardcore-Gangshouts zu tun haben, geben dem Hörer einiges zu knabbern, und nicht nur deshalb kann man sagen, dass diese Band die Unkonventionalität nicht scheut und somit deutlich interessanter ist als das Gros des aus Einheitsbrei bestehenden Hardcorebestandes.? Chris

die bild des hardcores
„Beyond the point of no return / Let’s push the frontiers of this stale world / Until they fucking break“, singen PLAGUE MASS bei „The prisoner“, und niemand wird fordern, dass jedes Album die Musikwelt auf den Kopf stellen muss. Doch eine Band braucht Charisma. Genau das hatten TYPE O NEGATIVE zu Beginn der Neunziger. Sarkastische Männer in schwarzen Lederkutten, die Gothic, Thrash und Punk waren und gerade deswegen mit einem Song namens „Der Untermensch“ provozierten. PLAGUE MASS haben nicht ein Körnchen Charisma und schon gar keine Ecken und Kanten. Vielleicht tue ich ihnen Unrecht, dass ich sie, die gerade vier Jahre alte Band aus Graz, mit einer der facettenreichsten Combos der letzten zwei Jahrzehnte vergleiche. Aber mit „Living Among Meat Eaters“ geben sie mir einfach die Gelegenheit, mich über ihren inflationären Mist aufzuregen. Weil ich es gefühlte hunderttausend Mal gehört habe. Ein Satz aus ihrer Bio: „They like their music loud, their food vegan and their far-right politicians dead in a car crash.“ Wären PLAGUE MASS Gast beim DSF-Doppelpass, sie müssten jede fünf Sekunden ins Phrasenschwein einzahlen, so oft habe ich mir solch blutleeren Metalcore und Verse à la „I must become the change / I’d like to see in this world“ schon eingetrichtert. (Deaf Cult/Noise Appeal) Robert Rosewald

www.helldriver-magazine.de
The Plague Mass aus Östereich veröffentlichten zuletzt eine sehr schicke EP namens “Deathless”. Jetzt erscheint das zweite Album der Band “Living Among Meat Eaters”. Stilistisch erscheint mir die Band deutlich gereift. Die Songs erscheinen reduzierter und direkter. Es wird keine Zeit vergeudet, sondern direkt auf den Punkt gekommen. So haben die neuen Songs eine recht hohe Durchschlagskraft. Hinzu kommt die Verwendung von erdigerem Rockriffing. Aber auch in der Metal Welt wildern die Jungs genauso schamlos wie in der 90er Hardcore Schule. Einen gewissen chaotischen Unterton hat das Ganze noch immer, aber wie gesagt erscheinen die Songs klarer strukturiert und kommen auch mit recht wenigen Riffs aus. Die Vocals setzen sich aus hauptsächlich heiserem Gekeife, gelegentlichen tiefen Growls und sogar etwas melodischem Gesang zusammen. Letzterer kommt recht selten vor, was auch gut so ist. Die Jungs haben es recht gut raus, spannende Songs mit interessanten Arrangements und Riffs zu schreiben. Allerdings schießen sie hier und da etwas über das Ziel hinaus, was auf Kosten der Griffigkeit geht. Leider ist die Produktion auch etwas seltsam und schwachbrüstig ausgefallen. Trotzdem sind Plague Mass eine sehr vielversprechende Band, die immer weiter wächst. Weiter so. (rg)

www.smalltowncriminals.de
Aus dem österreichischen Graz poltert uns diese brutale Abrissbirne, bestehend aus derbem Hardcore, Crustcore, etwas Metal und fast schon Grindcore, entgegen. Ab der zweiten Hälfte des Albums öffnen sich die Buam dann auch noch dem Post-Hardcore, und im Gesamten kann man PLAGUE MASS nirgendwo so recht einordnen geschweige denn mit bekannten Bands vergleichen.?Das gleichermaßen dunkle wie zerstörerische, hier noisige und dort fast melodische Geballer lebt von einer Intensität, die beachtlich ist – ganz gleich, ob zentnerschwere Riffs durch die Gegend geschoben, beinahe schöngeistige Zwischenspiele zelebriert oder Grooves aus dem Innersten nach außen gepumpt werden. Und wenn das Gaspedal dann durchgetreten wird, bleibt nichts als Asche übrig. So weit, so gut. Der wirkliche Abschuss wäre, wenn man Christians krasses Geschrei, das teilweise fast schon als Black Metal-Gekeife durchgehen könnte, etwas mehr in den Vordergrund geholt hätte, doch die elefantöse Produktion walzt alles nieder, so dass dieses Qualitätsmerkmal etwas zu sehr untergeht.?Die eigenwilligen Backing-Vocals, die so gar nichts mit den gängigen Hardcore-Gangshouts zu tun haben, geben dem Hörer einiges zu knabbern, und nicht nur deshalb kann man sagen, dass diese Band die Unkonventionalität nicht scheut und somit deutlich interessanter ist als das Gros des aus Einheitsbrei bestehenden Hardcorebestandes.? chris

www.blueprint-fanzine.de
Der Trend geht wieder zur guten, alten Schallplatte. Während CD-Verkäufe seit geraumer Zeit stark rückläufig sind, haben sich die Vinylabsätze in Deutschland in den letzten Jahren mehr als verdoppelt, und da in den Verkaufsstatistiken für Tonträger keine kleinen Independent-Plattenläden oder -Mailorder erfasst werden, dürfte der tatsächliche Anstieg der Schallplattennachfrage in der Realität noch weitaus höher sein. Verkaufsstrategische Gründe sollten jedoch nicht den Ausschlag dafür gegeben haben, dass das österreichische Label Noise Appeal Records das mittlerweile zweite Album von PLAGUE MASS als reine Vinyl-Veröffentlichung rausgebracht hat. Vielmehr wird hier wohl dem D.I.Y.-Gedanken gefolgt, den die Anarcho-Band aus Graz mit viel Enthusiasmus an den Tag legt. Politische Texte werden in ein wahres Bollwerk aus Hardcore, Punk, Crust und Metal verpackt: Kreischender Gesang, heftige Doublebass-Attacken, fette Gitarrenbretter, gelungene Breakdown-Parts und eine knackige Produktion machen „Living among meat eaters“ zu einem mitreißenden Album, welches bei der politisch ambitionierten Hardcore-Gemeinde garantiert einschlagen wird wie eine Bombe. Das Infoschreiben bringt es auf den Punkt: „They like their music loud, their food vegan and their far-right politicans dead in a car crash.” An Grundsätzen mangelt es also nicht.

www.handlemedown.de
Aus Österreich ist man ja mittlerweile eine ganze Menge gewohnt, vor allem der Nachschub an politisch aktiven Punkrockbands scheint auch auf längere Sicht hin gesichert, siehe bspw. ASTPAI, RENTOKILL oder SOEY. Ebenfalls aus der Alpenrepublik stammen PLAGUE MASS, welche sich 2004 gründeten. Seitdem mutete die derzeit vierköpfige Band ihrem Tourbus einiges zu, denn unterwegs waren die Grazer eigentlich immer. Chaotisch ging es bei Ihnen irgendwie immer zu, so musste die erste EP „Visitation“ bspw. zweimal aufgenommen werden, da die erste Aufnahme der Technik zum Opfer fiel und man keine Kopie anfertigte. Warum diese kleine Anekdote aus dem Presseschreiben? Nun ja, chaotisch geht es eben definitiv bei PLAGUE MASS zu! Mit ihrem zweiten Album “Living Among Meat Eaters” scheinen die vier Musiker im Geschwindigkeitsrausch ihrer Instrumente vollends aufzugehen. Ein schnelleres und chaotischeres Hardcore-Punk-Metal-Gemisch muss man nämlich erst einmal finden. Der Gesang bzw. das Geschrei von Frontmann Chris passt ebenfalls dazu, dessen klare Screams einer chronischen Selbstzerstörung gleichen. Ein paar klarere Gesangspassagen sind aber dennoch mal zu finden („Man On The Run“), oder es wird noch chaotischer und das Geschrei dumpfer, man höre und staune bei „The Priest“. Zwei Interludes befinden sich ebenfalls auf dieser 12 Inch, bei denen die Band das Tempo wohlweislich herausnimmt. Ruhiger scheint es nach dem ersten Zwischenspiel auch mit „The Survivalist“ weiterzugehen, wobei die Band rasch in das ursprüngliche Chaos zurückfindet. Vergleiche fallen schwer, vielleicht können CONVERGE mal als grobe Richtung dienen. Gerecht wird man PLAGUE MASS aber mit keinen Vergleichen, denn diese Band muss man gehört haben. Und auch das lesen der Texte lohnt, denn die düsteren Ausführungen der Band könnte man fast mit Gedichten gleichsetzen. Wer Anspruch sucht, wird auch hier fündig. Die überaus gute Produktion rundet das Gesamtergebnis nachhaltig ab, bei dem es einen quasi in die Sitze drückt. Two Thumbs Up! Christian (8/10)

fuze magazine #14
„Beyond the point of no return / Let’s push the frontiers of this stale world / Until they fucking break“, singen PLAGUE MASS bei „The prisoner“, und niemand wird fordern, dass jedes Album die Musikwelt auf den Kopf stellen muss. Doch eine Band braucht Charisma. Genau das hatten TYPE O NEGATIVE zu Beginn der Neunziger. Sarkastische Männer in schwarzen Lederkutten, die Gothic, Thrash und Punk waren und gerade deswegen mit einem Song namens „DerUntermensch“ provozierten. PLAGUE MASShaben nicht ein Körnchen Charisma und schon gar keine Ecken und Kanten. Vielleicht tue ich ihnen Unrecht, dass ich sie, die gerade vier Jahre alte Band aus Graz, mit einer der facettenreichstenCombos der letzten zwei Jahrzehnte vergleiche.Aber mit „Living Among Meat Eaters“ geben sie mir einfach die Gelegenheit, mich über ihren inflationären Mist aufzuregen. Weil ich es gefühlte hunderttausend Mal gehört habe. Ein Satz aus ihrer Bio: „They like their music loud, their food vegan and their far-right politiciansdead in a car crash.“ Wären PLAGUE MASS Gast beim DSF-Doppelpass, sie müssten jedefünf Sekunden ins Phrasenschwein einzahlen, so oft habe ich mir solch blutleeren Metalcore undVerse à la „I must become the change / I’d like to see in this world“ schon eingetrichtert. (Deaf Cult/Noise Appeal) Robert Rosewald

www.heartbeatmedia.de
When we don’t sleep, we play dead. And all the roses we throw down the whole while waiting in line to be the next to try on. That custom garment for our endmost journey are sweet little pecks of scorn on our cheeks. To fill this miserable blankness, well, nothing can fill…at least we can carry on…?Plague Mass sind vor allem eines, nämlich verschärft geil! Die Band aus Graz in Österreich zelebriert DIY Hardcore-Punk in Reinform, ohne dabei Einflüße wie Cursed oder Catharsis ausser Acht zu lassen. Die Band gibt es nun ganze fünf Jahre und was sie am liebsten mögen ist laute Musik, veganes Essen und Rechtspolitiker, die bei Autounfällen ums Leben kommen. Die Jungs rocken ziemlich hart, das wird einem beim ersten Hördurchgang eher schnell als langsam klar. Musikalisch ist ihr neuestes Werk, das übrigens nur als 12” auf dem Markt ist, aber auch durch Kauf eines Codes gedownloadet werden kann, eine brachiale Mixtur aus Crust, Hardcore und metallischen Anflügen. Das ergibt in der Gesamtheit einen sehr intensiven Brocken Musik, der mit Bands wie Tragedy oder Converge verglichen werden kann. Extrem dicke Riffs und der brechhartes Screamo-Geschrei peitschen die donnernden Drums erbarmungslos nach vorne, womit der musikalische Output die perfekte Umrahmung für die wütenden Texte darstellt. Schön auch, dass die Band sich Gedanken darüber macht, wie Sie einen Teil dazu beitragen kann, dass die Welt ein wenig besser wird. Die 4 Mannen gehen also extrem geil an die Sache ran und knüppeln auf Ihre Instrumente ein, als wäre es das letzte Mal, dass Sie die Möglichkeit dazu haben.?FAZIT: Plague Mass ist ein “Must Have” für alle, die auf Catharsis oder Cursed stehen und wer nicht nur böse, laute Musik haben möchte bekommt hier mit den Lyrics wirklich sinnvolle Statements zu hören. Dieses Werk könnte nicht authentischer klingen. Eine durchweg runde Sache also, die mit Herz, Hirn und Eiern alles hat, was eine Band heute braucht.?Living among meat eaters is hard!

www.wltu-music.de
Schon die ersten Akkorde gehen einem durch Mark und Bein, denn THE PLAGUE MASS haben viel Wert auf einen durchvollen Sound gelegt und wer die Split mit WORLDS BETWEEN US kennt, weiß dass die Österreicher eher die brachiale Seite des Musikuniversums schätzen. So dreschen sie sich durch düstere Hymnen, die meist leicht übersteuert klingen, aber stets an THE SWARM, REVERSAL OF MAN, MAN VS HUMANITY, ZERIOD und ähnlich geniale Gruppen erinnern. Gesanglich meint man oft Jeff Walker hätte die Aufgabe am Mikro übernommen, aber das ändert nichts daran, das “The Prisoner” einen superben Choral spendiert bekommt, der den Song einfach zur Hymne macht. Bisweilen hört man auch Death Metal Licks, aber auf Dauer driften die Grazer nie in Metal-Gefilde ab, sondern variieren gekonnt ihr Oevre. Ein unverzichtbares Release für Freunde des Nihilistischen und Kenner der düsteren Materie im Hardcore. (35:52) (7,5) Thomas Eberhardt

www.demonic-nights.at
Herzlich Willkommen auf dem Planet Idontgiveafuck. Hier haben sich Plague Mass, ein vierköpfiges Hardcore- / Punk- / Metal-Monster aus Graz breit gemacht. Nach eigener Angabe mögen sie laute Musik, veganes Essen und tote Rechtsaußen-Politiker in Autos. Echte Lebensmenschen, eben. Ihr mittlerweile zweites Album “Living Among Meat Eaters” ist nun beim österreichischen Hardcore-Vorzeigelabel Deafcult erhältlich.?Über ein kurzes, instrumentales Intro – passenderweise “Overture” betitelt – geht es direkt in “The Patient”. Rasend und mit Schaum vorm Mund geht es durch 79 Sekunden Wahnsinn. Converge, anybody? “The Priest” beweist, dass die Grazer auch melodische Parts beherrschen. Immer wieder tauchen kleinere Breaks auf, wird klar gesungen und ansatzweise Eingängigkeit beweisen, während wenige Sekunden später der Hochgeschwindigkeitszug erneut zu entgleisen droht.?Absolut hörenswert sind die beiden Interludes, die Plague Mass von einer etwas gespenstischeren, aber nicht minder technisch beeindruckenden Seite zeigen. In “Protagonist In A Coma” und dem Rausschmeißer “The Unruly Child” hat man in der zweiten Hälfte beinahe monumentale Tracks platziert. Das Tempo wird etappenweise rausgenommen, man setzt auf Samples, Botch und Groove.?Roh, abwechslungsreich und top produziert – “Living Among Meat Eaters” verlangt eigentlich nach mehreren Superlativen. Plague Mass aus Graz schippern im Fahrwasser von Converge und Konsorten, ohne dabei auf ihre eigene Note zu vergessen. Ergebnis: Wuchtige Songs, metallische Achterbahnfahrt und endlich mal richtig gute Texte. Hier braut sich etwas zusammen…?Wertung: 8/10 (dawak)

dosenmusik
Krustig und doch modern?Plague Mass bezeichnen sich selbst gerne als priviligierte Ärsche aus Graz, Österreich, und zocken im Grunde genommen einen Mix aus crustigem Hardcore mit moderner Ausrichtung und leichten Metal- Noten hier und da.?”Living Among Meat Eaters” fängt mit einem brachialen Intro an und geht nahtlos in “The Patient” über, welches zwar durchaus melodisch ist, jedoch beständig nach vorne drückt. Hin und wieder sorgen kleine Breaks und die ein oder andere Dissonanz für Würze und auch die “moshigeren” Teile wissen zu überzeugen. Im Prinzip geht es in dieser Form beständig weiter, jedoch ohne zu langweilen. Mal wird im Midtempo auch mal halbwegs cleaner Gesang verwendet (“Man On The Run”), oder wütende Stakkato- Riffs stampfen wie eine Horde wildgewordener Nilpferde durchs Zimmer (“The Prisoner”). Der Gitarrensound ist ein großes Plus dieses Albums, so eine dreckig verzerrte und trotzdem dick produzierte Wand hört man leider viel zu selten bei solchen Platten.?Auch die Vocals fügen sich nahtlos ein, giftig keift sich der Sänger die Seele aus dem Leib, fast schon in schwarzmetallischer Manier. Hin und wieder setzen fette Chöre ein, aber meist nicht lange, nur beim vorher bereits erwähnten “The Prisoner” haben sie einen längeren aber auch genial melodischen Auftritt.?Düster, dreckig, krachig aber dennoch melodisch, das sind die 4 Attribute, auf die man das Album evt. zusammenfassen könnte. Auf jeden Fall atmen diese Ösis gehörigen Punk- Spirit und drücken unentwegt aufs Gaspedal. Tragedy liefern gehörig Einflüsse, werden aber prima durch eine sehr moderne Ausrichtung ergänzt, ähnlich den famosen aber leider bereits aufgelösten Endstand aus Finnland. Dass Plague Mass damit ausgerechnet der Nachfolgeband Endstands, nämlich Deathbed, mit einem sehr skandinavischen Sound am nächsten kommen, verwundert höchstens aufgrund der Distanz zwischen Helsinki und Graz. Was bleibt ist moderner Hardcore mit Kruste, Melodie und viel Leidenschaft, der definitiv den Griff in den Geldbeutel wert ist! (12/15)