Sex Jams – Trouble, Honey / noise32

Sex Jams – Trouble, Honey / noise32

sexjams_cover12inch_gatefold

FORMAT
LP

STATUS
available

RUNNINGTIME
41 min. 25 sec.

TRACKLIST
01 Beauty is a beast
02 Shark vs. Apple
03 Twists and turns
04 Deicer
05 Bounding into distance
06 We seek
07 I call myself a rocket
08 September
09 Sience of shapes
10 Just kids
11 Wild curse

PRESSING INFORMATION
500 made
gatefold artwork
free download code included

RELEASE DATE
01.03. 2013

allschools
Man, wie hab ich mich auf die neue SEX JAMS gefreut. „Post Teenage Shine“ war vor drei Jahren ein wahnsinnig starkes Debüt, dass so etwas herrlich frisches und unverbrauchtes hatte, obwohl die Assoziationen an die offensichtlichen noise-rockigen Vorbilder (SONIC YOUTH! hust) nicht langte brauchten um ins Bewusstsein zu dringen. SEX JAMS bestachen eben vor allem dadurch, dass sie Seele hatten. Und wussten, wie man Songs schreibt: Wo jeder Part sitzt und keiner Balast ist, Songs die bei aller Eingängigkeit nicht den Dreck und die Verspieltheit vermissen lassen. Warum ich in der Vergangenheitsform spreche; ist die neue SEX JAMS eben all das nicht?! Nein, auf keinen Fall – und doch ist sie nicht alles davon. Vor allem bezüglich des Stichpunkts Balast und Songwriting, denn so rund wie sein Vorgänger ist „Trouble, Honey“ leider nicht geworden: Nicht jeder Song kommt so ganz auf den Punkt, und manche Songs wie das etwas stupide „Science of Shapes“ will man am liebsten skippen. Dafür – und das muss man der Band wirklich zu gute halten – sind SEX JAMS deutlich gelöster geworden, brechen immer mehr mit Standard-Pop-Songaufbauten, und machen dabei wie im sich schön aufbauenden „Bounding into Distance“ auch oft eine hervorragende Figur. Deswegen, und weil SEX JAMS einfach sehr kreativ Songs schreiben, mit vielen kleinen netten Ideen hier und da wirkt die Band wieder, nur auf ganz neue Art total frisch. Ein zweischneidiges Schwert das mit dem Songwriting diesmal. „Trouble, Honey“, das ist also eine Platte die nicht hundertprozentig ausgereift und perfekt ist, die aber auf jeden Fall ihre Momente hat. Und wenn der Band eines vor allem geblieben ist, dann ist es das gerne gebrauchte Prädikat „Seele“ – doch selten so passend wie bei dieser jungen Band.

ox fanzine#106
Jetzt, da SONIC YOUTH auf unbestimmte Zeit auf Eis liegen, hat man umso größeren Spaß an Bands, die ganz unzweideutig auf deren Spuren wandeln. Dass die Namensgebung der Wiener Formation von MILEMARKER inspiriert wurde, ist angesichts der Kim Gordon-Gedächtnisvocals von Sängerin Katharina nur noch eine popkulturelle Randnotiz.
Neuzugang Wolfgang (KILLED BY 9V BATTERIES) macht nun zusammen mit dem ebenfalls Gitarre spielenden Lukas den Thurston Moore-Sound perfekt, ohne dass man SEX JAMS deshalb als vordergründige Kopisten wahrnehmen würde.
Nein, „Trouble, Honey“ klingt einfach wie eine im Vergleich zum Original energiegeladenere, weil jugendliche Hommage an die genialen New Yorker, und zudem legen die Österreicher noch genug Eigenständigkeit an den Tag, um über den Vergleich mit erfreutem Lächeln hinweggehen zu können.
Hier versuchen sich nicht provinzielle Fans an einer tiefen Verbeugung, sondern das Vermächtnis der Noise-Rock-Miterfinder wird neu interpretiert. Charmant ist die Nummer „Shark vs apple“, bei der Katharina mit einem ihrer Mitmusiker zu einem Duett antritt, das schon beinahe was von Hazlewood/Sinatra hat. Mit ihrem zweiten Album sind SEX JAMS in die Indierock-Oberliga aufgestiegen, jede einzelne der elf Nummern ist ein reizvolles Unikat. Sehr schön ist auch das „popartige“ Artwork. (Diese Band war auf der Ox-CD 106 zu hören)
Joachim Hiller 8/10

vice magazine austria
Ihr kennt doch diesen Mythos von der Angst vor dem Nachfolgewerk, welches im Gegensatz zum üblicherweise grandiosen ersten Album meistens in die Hose geht. Sex Jams lachen sich ins Hawaii-Hemd und schütteln mit Trouble, Honey ein monumental schönes und starkes Werk aus dem Handgelenk, so als wär’s ein Sonntagnachmittagswank. Sex Jams sind die coolsten Dudes der Welt und das einzig wahre Vorbild, zu dem man aufschauen sollte. Musikalisch wird weiterhin in Richtung Sonic Youth genickt, und irgendwie höre ich meine geliebten Elastica raus, Justine Frischmann und so. So locker, so easy, so ohrwurmig, mit dem richtigen Schuss 90er Amphetamine Reptile Noise. Die leben das, die können das. Danke Sex Jams. Keine Angst für niemanden weit und breit. Feel the love. LORD OF THE MINX

musikexport
As the saying goes, the second album is the most difficult. When it comes to indie rock with a specific edginess, the band Sex Jams have set the bar extremely high with their debut album “Post Teenage Shine” in 2010 and are now ready to deliver their next big hit. Listening to the new songs from the highly anticipated second output “Trouble, Honey” , you may, or rather you have to, come to the conclusion that the five musicians have truely succeeded in their venture. Frontwoman Katarina Trenk and her band colleagues deliver tracks that rock your socks off, without, and this is the particular strength of this band, ever sounding disposable or trivial. Sex Jams have their own style, and even if this time they have moved closer to pop music structures, their music still has a high level of maladjustment, which is a breath of fresh air in the context of conventional and otherwise fabricated indie rock. Sex Jams has always been a combo that swims against the tide. Coming from the hard-core environment, the band has always tried to realize a unique version of indie rock. A version that, despite the growing affinity for catchy melodies, ultimately always sounds a bit rougher, more maladjusted and noisier than others. This has not changed with “Trouble, Honey”. The new songs still sound far from smooth productions, reek of proper punkish attitude and remind you of the late 80s and early 90s underground garage feeling à la Sonic Youth and Rites Of Spring. The biggest difference to the first album is perhaps that the five-membered band sounds more structured and organized, possibly due to new routines learned during numerous live performances. But fear not, the Sex Jams wouldn’t be the Sex Jams, if they would have sacrificed this development for the sake of their established radical expression. A convergence to any hip or fashionable mainstream sound is fortunately still out of question. In the wide spectrum of of pop music fierceness, the Sex Jams are still more likely to be settled in the energetic and boisterous area. Whatever style you may ultimately come up with to categorize the Sex Jams, it basically doesn’t matter. Whether post-hardcore pop, noise-pop or alternative-indie-punk-something, Sex Jams deliver great songs that thrill, rock and inspire. And this is precisely the case with “Trouble, Honey”. Michael Ternai (translated from German)

www.motor.de
Sex Sells… Das Wiener DIY-Underground Quintett Sex Jams lädt zum Tanz. Allen voran Frontfrau Katarina Trenk, die oft wie die Mini-Version von Allisson Mosshart wirkt.
Ihre Stimme wandelt vom poppigen Gesang hin zu kratzigen Rrrrotzgörenausbrüchen. Mal flüsternd, mal krawallig. Der Stimmhabitus kennt kaum Grenzen. Der Geist Sonic Youths schwebt äußerst oft über der Band. Spätestens bei „Dicer“ ist die Ähnlichkeit nicht mehr abzustreiten. Es ist ein energiegeladener Tanz im Turbomodus, auf den man sich da einlässt. Frech und unbeschwert, trotz rauer und schroffer Gitarren. Überwiegend noisig- fuzzig, aber durchaus auch mal mit melodischeren Pop-Strukturen (Just Kids). Viele „Twists and Turns“ also.
In diesem Meer aus teilweise dissonantem Psychedelic und Lo-Fi Sounds verliert man sich sehr schnell. Alles wirkt spontan, unkalkuliert und doch präzise und vielschichtiger als das Debütalbum (Post Teenage Shine), nichts wirkt aufgesetzt. Hauptsache vorwärts- aber immer wohldosiert.
PostTeenage – Riot auf neuem Level. Das Chaos wird stets neu sortiert.Der Opener beschreibt das Album aber wohl am Besten: Beauty is a Beast.
Das Schöne in der Musik der Sex Jams steckt im wilden Bestienpelz, genäht aus den Stoffen: Sonic Youth, und Dinosaur Jr. Probier ihn an, er wird Dir gut stehen diesen Frühling. Julian Schmitz

skug
Da blättere ich kürzlich durch eine alte Ausgabe des »Glamour«-Magazins (ja, kein Scherz) und lese im sogenannten »Glamourama«, dass Lo-Fi »der neue Indie-Pop« sei. Was die alles wissen. »Unter dem Begriff Low Fidelity versammelt die Musik-Presse gerade Künstler wie James Blake oder Anna Calvi und Bands wie Cults.« Potz Blitz! Mehr? Gerne: »Nach den rockigen Nuller-Jahren wird’s 2012 leiser: Lo-Fi klingt nach wenig Technik, ist gefühlvoll, langsam und meist mit einer Elektro-Prise gewürzt.« Toll! »Glamour« schafft es mit wenigen Worten mein Musikuniversum auf den Kopf zu stellen. Ich dachte bei Lo-Fi immer an Guided By… Nein? Und Dinosaur… Auch nicht? Es wäre interessant eine Rezension zum neuen Album der Sex Jams in »Glamour« zu lesen, vermutlich würde sie die Worte »High End«, »klinisch« und »überproduziert« enthalten. Und Roy Thomas Baker ist der neue Steve Albini. Die Wiener Truppe aus dem Umkreis von Killed By 9V Batteries und Mile Me Deaf formt mit mit ihrem zweiten Album »Trouble, Honey« ein nahkampferprobtes Bataillon aus 11 Einheiten, die Dinosaur Jr. durch den Big Black-Schredder jagen. Das ist ja sooooo 90ies? Sicherlich, doch anstatt deren Revival aufhalten zu wollen, stehen Sex Jams lieber in der ersten Reihe. Die haben es halt immer schon gewusst. Mehr noch als auf dem Debüt schimmert ein gesundes Popverständnis durch, was sicher auch auf den Beitritt von Wolfgang Möstl vor drei Jahren zurückzuführen ist. »Trouble Honey« ist ein höchst kurzweiliges und sympathisches, allerdings auch abnützungsanfälliges Album. Doch bis die nächste Mile Me Deaf erscheint wird es seine Dienste tun. Text: Gabriel Mayr

www.crazewire.de
Na also, wer sagt’s denn?! Sex Jams lösen das Versprechen ihres Debütalbums ein und liefern mit Album Nummer zwei eins der spaßigsten Indie-Alben des laufenden Jahres. Hatte ich vor rund drei Jahren bei “Post Teenage Shine” noch “über die volle Distanz leider genug Ideenreichtum” vermisst, so ist auf “Trouble, Honey” vom Artwork über Liedtitel wie “I Call Myself A Rocket” bis zum beigelegten Aufkleber jeder Schuss ein Treffer.Angriffslustige Metaphern fallen leicht, bei einem Album, das seine Zähne bereits auf dem Cover zeigt. Doch dieser Krieg wird nicht mit Waffen gewonnen, sondern mit cleveren Sprüchen, wundervoll melodischem Krach und einem schelmischen Grinsen. Die Österreicher haben die Verehrung für Sonic Youth  und  Dinosaur Jr.  beibehalten, den Call&Response-Gesang durch einige Spritzer “Grease” geschmeidig gemacht und zudem einfach ein paar zuckersüße Melodien in tonnenweise Noise versteckt. Die Band um Wolfgang Möstl (Killed By 9V Batteries,) der zusammen mit Bassist Florian Seyser und Drummer Rudi Braitenthaller unlängst auch als Mile Me Deaf die Kellerclubs Europas mit Lo-Fi-Pop begeistert hat, zeigt sich gereift und dennoch in Bewegung. Jugend macht vermutlich am meisten Spaß, wenn man älter wird. “Trouble, Honey” nimmt stürmisch Partei für das “immer weiter” und buchstabiert DIY mit Klebeband auf dem Rücken der Jeansjacke.Sex Jams are a certain force of nature and will be hard to avoid in 2013″, heißt es auf der Homepage ihres Labels Siluh Records. Kann man so sagen. Oder warum präsentiert Crazewire sonst die nahende Sex Jams-Tour? Eben. Wir schmecken den heißen Scheiß, wenn er uns vom lachenden Mundwinkel tropft.

www.press-play.at
Was da so alles brodelt im Wiener Untergrund…. Sex Jams sind in jedem Fall ganz vorne mit dabei…Wie macht sich ein Laie an dieses Album namens Trouble, Honey heran? Na mal sehen: Dass da scheinbar Schwierigkeiten drinstecken, offenbart sich nicht gleich, aber nach drei bis vier Minuten, als Sängerin Katie Trenk sich in orgiastischer Schreierei vergeht.Das klingt schlimm, ist es aber eigentlich gar nicht: Hier mischt sich die oft gehörte und selten verstandene Mischung, die doch immer wieder aufgeht; eine blonde, aufgeweckte Frontfrau (da schießen einem wohl tausend bekannte Gesichter ins Gedächtnis, gell, Courtney), die mit vollem Körpereinsatz die hinter ihr musikalisch werkenden Männer mit einer Stimme unterstützt, die eigentlich nicht gerade als Ohrenschmaus bezeichnet werden kann. Aber doch, das Konzept geht auf, geht’s hier nämlich nicht um schön geträllerte Balladen oder Ästhetik in erster Linie.Wieder zurück auf die Laienposition. Begreift man also dieses Album als ein außenstehendes, ohne sich auf die Vorgänger zu beziehen, muss man sagen, dass sich zum Grunge-Rock und Rrrr-Riot auch noch poppige Elemente mischen, die die Band gleichzeitig der breiteren Masse zugänglicher machen als wenn sie jetzt nur dem Noiserock im Untergrund gefrönt hätten. Schön hört sich hier September, das fast als waschechter Melancholiker durchgehen kann, mehr die Ohren umschmeichelt als sie jetzt durchzubrüllen. Auch Just Kids, beginnenden mit leisem Gitarrengeplänkel und der diesmal ruhigen Stimme der Frontfrau macht einen harmonischen und abgerundeten Eindruck. Dass hier aber natürlich nicht nur auf diese bis jetzt neue Schiene gesetzt wird, beweist wiederum I am a rocket, wo der Titel eigentlich schon alles über das Lied verrät. In 75 Sekunden flitzt es durchs Radio, die Stimme der Sängerin wird verzerrt, das Schlagzeug immer laut, die Gitarren immer lauter. Bei Shark vs. Apple leistet sich die Band ein Gustostückchen und mischt mit überdrehtem Sing-Along die rockigen Elemente mit spielerischem Text und abwechselndem männlich-weiblichen Gesang.Wie gesagt, was in Wien so brodelt, wird vielleicht doch noch einmal groß. Man wird sehen – viele Fans und Kritiker schreiben der Band bereits eine große musikalische Zukunft in die Sterne. Auf einem guten Weg sind die ambitionierten Sex Jams sicher und doch hat man ein bisschen das Gefühl, das Album ist noch nicht ganz das, was es sein sollte. Die großen Vorbilder wie Sonic Youth mögen zwar verehrt, aber ihre Fußstapfen noch nicht wirklich gefunden sein.

www.intro.de
Da schauen’s her! Die sogenannten Ösis wieder. Das Label Siluh Records mausert sich Stück für Stück zu einer festen Größe in der europäischen Indie-Szenerie.Nachdem das Wiener Label zuletzt mit Stadlober-Rock (Gary) und Gender-Pop (Luise Pop »Time Is A Habit«) von sich reden gemacht hat, knallt es uns verwöhnten Stullis nun einen zäheren Bastard hin: Sex Jams singen keine Lieder über Liebe. Ihre Anzüglichkeiten sind härterer Natur.Das Quintett um Katharina Trenk und Wolfgang Möstl (Mile Me Deaf, Killed By 9V Batteries) suhlt sich im dunklen, bierbeseelten Wiener Untergrund. Sein Sound ist eigenwillig, rau und dissonant, die Gitarrenarbeit schroff und energiegeladen. Als hätten J Mascis und Thurston Moore zum Tanztee geladen – und sich dann doch für Irish Coffee entschieden. Kleines Manko: Im ganzen trippigen Durcheinander gehen zuweilen die Songs flöten. Ein bisschen mehr Konzentration bitte. Ansonsten: Einwandfrei.In drei Worten: Trippig / Anzüglich / Rau

www.wienerzeitung.at
Melodie mal LärmTrouble, Honey”: Sex Jams und ihr zweites Album.Mit “Post Teenage Shine” veröffentlichten Sex Jams vor zweieinhalb Jahren ein Debütalbum, das im Plattenregal zwischen “D” wie Dinosaur Jr. und “S” wie Sonic Youth nicht negativ auffiel – im Gegenteil. Immerhin kontrastierte der forsche Noise-Pop der Band ihre Erscheinung als Ritter des Slacker-Ordens mit Leidenschaft und Dringlichkeit. Die Herkunft des Vierers aus Wien ließ DIY-affine Genrefans ein zusätzliches “Dankeschön!” dafür ausstoßen, eine solche Band quasi vor der Haustüre zu haben. Mit “Trouble, Honey” bekräftigt der am Freitag erscheinende Zweitling, dass Sex Jams a) keine Vorschusslorbeere zu viel geerntet haben, b) vor allem auch live gehört werden wollen und c) die Erweiterung ihres Line-ups mindestens passend ausfiel: Mit Wolfgang Möstl an der zusätzlichen Gitarre hat man schließlich einen Spezialisten in Sachen Lärm und Melodie an Bord geholt. Etwas näher an den zweiten Teil des Wortes Noise-Pop gerückt, hören wir gerne auch lichtdurchflutet melancholische Songs, die über sägende und schleifende E-Gitarren und den Sturm und Drang der Rhythmussektion noch oft genug hin zum Donnergott führen. Für weitere Akzente sorgen Songs wie das rhythmusbetonte “September”, das punkistisch knappe “I Call Myself A Rocket” oder das akustisch verträumte “Just Kids”, die Katarina Trenk am Mikrofon zwischen ganz laut und äußerst luise changieren lassen. Dass die Vorabsingle “Shark Vs. Apple” mit zum Schwächsten auf “Trouble, Honey” gehört, spricht nur für die Güte des Albums.

whiskey-soda.de
Katharina Trenk und Wolfgang Möstl – Jennifer Warnes und Bill Medley. Wenn alles gut geht, dann werden diese beiden Duett-Paare zukünftig in einem Atemzug genannt werden. Wäre die Welt eine gute, dann würde die erste ausgekoppelte Single des Sex Jams-Albums ‘Trouble, Honey’, ‘Shark vs Apple’, das ‘Time of my Life’ dieses Jahrhunderts werden. Ganz ohne ‘Dirty Dancing’, aber mit dem Charme der beiden Hauptakteure der Wiener Band Die erfinden sich auf ihrem zweiten Album ‘Trouble, Honey’ neu. War der Vorgänger noch durchgehend auf dem Gaspedal, nimmt die neue Platte das Tempo bewusst heraus. Ein Schritt, der dem Charakter der Band sehr gut tut. Die Sex Jams grooven ungemein cool aus den Boxen und brechen mitunter in halsbrecherischen Noiseattacken aus. Das ist jedoch nie aufdringlich, sondern immer wohldosiert. Die Songs werden auch im Chaos wieder eingefangen und von einem unheimlich guten Gitarrensound zusammengehalten. Zudem sorgen herrliche abgedrehte Texte wie in ‘Shark vs Apple’ für eine, bei den , bis dahin nie gehörte Lockerheit. Die Wiener haben eine Wandlung vollzogen. Vom treibenden Noise-Rock zum lässigen Noise-Pop. Die Vorbilder sind nach wie vor unverkennbar die gleichen: Sonic Youth, Pavement oder Dinosaur Jr. Ab und an fühlt man sich auch an die frühen Yeah Yeah Yeahs erinnert. Doch ‘Trouble, Honey’ ist so gut, dass es eigentlich gar keine Rolle spielt, woher die Sex Jams ihre Inspiration genommen haben. Es bleibt zu hoffen, dass es mit dieser Platte gelingt, endlich den Status des Geheimtipps abzulegen und die Welt zu erobern. Es wäre ein verdientes und eigentlich logisches Happy End. Beinah so wie bei ‘Dirty Dancing’.

derstandard.at
Die Wiener Band Sex Jams und ihr neues Album “Trouble, Honey”Man könnte die Wiener Band Sex Jams natürlich mit Sonic Youth vergleichen. Immerhin eiern und quengeln hier die Gitarren schon im Eröffnungssong Beauty Is A Beast exakt im selben Soundkleid wie bei den altvorderen Alternative-Rock-Mitbegründern aus New York. Sie selbst bezeichnen ihre aktuellen Versuche auf dem Album Trouble, Honey, dem guten alten Indierock mit jugendlicher Dringlichkeit Relevanz entlocken zu wollen, mit den auch nicht so weit hergeholten Referenznamen Dinosaur Jr. und Blondie. Dennoch bleiben Sonic Youth als erster Eindruck übermächtig.Das ist ja auch nicht schlecht. Erstens ist es seit der Erfindung von Tonwalze und später Plattenspieler für die meisten Menschen sehr angenehm, immer wieder dasselbe hören zu können. Das schafft Sicherheit durch Wiederholung. Wer schon etwas älter ist: Freunde dich mit Wiederholungen frühzeitig an. Du wirst immer wieder mit solchen zu tun haben. Wenn man ihnen gelassen begegnet, sind sie meist auch nicht so langweilig wie befürchtet. Zweitens wurde bekanntlich zwar schon alles einmal gesagt, aber eben noch nicht von allen. Sonic Youth waren bis vor circa 20 Jahren eine tolle Band. Da gibt es nichts zu rütteln. Heute ist alles irgendwie weicher geworden. Wir vermissen die Band sehr.Das Eiern und Quengeln der Gitarren, der juvenil zwischen den Akkorden hüpfende Bass und das zünftig Richtung Muppet Show polternde und mit den Becken scheppernde Schlagzeug werden uns über die gesamte Länge des Albums begleiten. Allerdings ist im Gegensatz zu Sonic Youth ein Alleinstellungsmerkmal in der langen Geschichte der international von hunderten Bands betriebenen Sonic-Youth-Verehrung zu verzeichnen, das die aufgrund der Scheidung von Frontfrau Kim Gordon und Frontmann Thurston Moore derzeit und wohl endgültig stillgelegten Sonic Youth selbst nicht mehr für sich in Anspruch nehmen können. Sex Jams sind noch nicht Mitte 50. Deshalb ist alles im Lande Lärm noch relativ neu für sie und wird mit großer Begeisterung für die eigene Kunst adaptiert. Sex Jams um Sängerin Katie Trenk und die Gitarristen Lukas Bauer und den mit seinen zwei eigenen Bands Mile Me Deaf und Killed By 9V Batteries hyperaktiven Wolfgang Möstl beschränken sich dann nach den heftigeren und trashigeren Anfängen mit dem Debütalbum Post Teenage Shine von 2010 auch nicht immer und gänzlich darauf, Traditionspflege zu betreiben. Dies alles bei gern im Gegensatz zur Konkurrenz überdurchschnittlich hochgefahrener und deshalb sehr löblicher Lautstärke. Sex Jams haben – und hier kommt ein Kaufargument – tatsächliche gute Songs im Angebot und mit Katie Trenk eine Sängerin, die den verzerrten Gitarren mit kreischender Körperlichkeit standhalten kann.Durch Fleiß und Beständigkeit hat man sich in halb Europa auch dank der Arbeit des hinter der Band stehenden Siluh-Labels Kontakte erarbeitet, die es Sex Jams ermöglichen, ab März auch außerhalb der gewohnten zehn Clubs in Österreich zu spielen. Das ist eine noch immer gültige Voraussetzung für das Überleben jeder heimischen Band: bloß weg hier.Während die Kollegen von der elektronischen Musik darüber klagen, dass man auf dem Flughafen von Kuala Lumpur kilometerweit gehen muss, um rauchen zu können, jammern die Rockmusiker gewöhnlich über das Buffetangebot in Steigenberger-Rasthäusern entlang der Westautobahn.   (Christian Schachinger, Rondo, DER STANDARD, 1.3.2013)

www.toonaripost.com
Sex Jams is an alternative band from Vienna, Austria, composed of vocalist Katarina Trenk, bassist Florian Seyser, guitarists Lukas Bauer and Wolfgang Möstl, and drummer Rudi Braitenthaller. The band’s second album ‘Trouble, Honey’ is due March 1 on Siluh Records and Noise Appeal.‘Trouble, Honey’ is a noise-pop record with flavors of hard rock. It could be said that the album splits in two different souls: the dream-pop one, which is predominant in many of the songs, and the rocky and catchy one, present in songs like “I Call Myself a Rocket,” which surprise and capture the attention of the listener.It is a good album for a growing band, which opens a nice path towards the future definition of Sex Jams’ sound. The album is easy to listen to, and becomes more interesting after a few listens. Sex Jams is not inventing anything new, but it does its job well, moving from one style to another and opening to a wide audience. The talent of the members is easy to grasp, placing them in a good spot among the scene.The album opens with a calm track, “Beauty is a Beast,” whose sonorities involve the currently trendy dream-pop, which then goes on for most of the record. The song is like a warm welcome and creates a pleasant atmosphere for continued listening. By the first single of the album, “Shark vs. Apple,” we find the enrichment of a vocal dialog between the female vocalist and her male counterpart, who converse over the dreamy sonorities, while the chorus bites stronger than in other songs.The record often seems like it is about to take off, but actually does not until “I Call Myself a Rocket” makes a pleasant surprise entry. The track takes the next step, goes behind the dreamy atmosphere and the hypnotic way of molding voice and sounds, getting in touch with a rebellious attitude, also expressed through the lyrics. The same approach is revisited in “Science of Shapes,” although this latter song is more pop-oriented. “September,” even though keeping a faster rhythm than the first tracks, comes back into the cloud of dreamy and delicate melodies. They then change again with “Just Kids,” which is the ballad that is never missing in any record.The technical execution by the individual musicians is very good, and the coordination within the band seems to be appropriate as well. Drummer Rudi Braitenthaller, although appearing only marginal at the beginning of the record, demonstrates his awesomeness in time. He is able to exploit the songs and enhance the whole performance. Vocalist Katarina Trenk is very interesting, even though the impression is that she could dare more. Instead she remains in her comfort zone without exploring all the potential her voice seems to have. Also the other members succeed in showing their very good capabilities.A good record overall, which opens to a very promising future for Sex Jams. (3/5)

www.musicaustria.at
Wie heißt es so schön, das zweite Album ist das schwierigste. Sex Jams, die sich mit ihrem 2010er Erstlingswerk „Post Teenage Shine“ die Latte in Sachen Indierock mit extrem hohem Coolheitsfaktor selbst schon sehr hoch gelegt haben, sind nun angetreten, den nächsten großen Wurf abzuliefern. Und hört man sich nun durch die neuen Songs des mit großer Spannung erwarteten zweiten Outputs „Trouble Honey“, darf, oder besser gesagt muss man zum Schluss kommen, dass dem Fünfer sein Vorhaben auch in wirklich überzeugender Form gelungen ist. Was Frontfrau Katarina Trenk und ihre Kollegen nämlich abliefern, sind Nummern, die einmal mehr in bester Manier so richtig lässig abzurocken wissen, ohne dabei aber, und hier zeigt sich die besondere Stärke dieser Band, auch nur für einen Moment irgendwie auswechselbar oder banal zu klingen. Sex Jams haben ihren eigenen Stil, und auch wenn sie sich diesmal mehr als je zuvor den Strukturen des Pop angenähert haben, besitzt ihre Musik dann immer noch dieses hohe Maß an Unangepasstheit, welches sie erfrischend von dem in dem Kontext des Indierock sonst so Fabrizierten abhebt. Präsentiert wird „Trouble, Honey“ am 15. März im Wiener Gartenbaukino.Sex Jams, zu denen nun auch Wolfgang Möstl (Killed By 9Volt Batteries, Mile Me Deaf) hinzugestoßen ist, waren immer schon eine Combo, die gegen den Strom geschwommen ist. Aus dem Hardcore-Umfeld kommend, hat die Band stets ihre eigene Version des Indierock zu verwirklichen versucht, eine, die trotz aller wachsenden Affinität zu eingängigen Melodien letztlich doch immer mit einer etwas raueren, unangepassten und noisigeren Schlagseite aus den Boxen schallen sollte.  Daran hat sich auch auf „Trouble Honey“ nichts geändert. Die neuen Songs zeigen sich im Sound  immer noch alles andere als glatt produziert, genauso wie sie auch weiter richtig diese punkige Attitüde atmen und dieses gewisse späte 80er und frühe 90er Jahre Underground- Garagenfeeling à la Sonic Youth Manier und Rites Of Spring Gas nicht vermissen lassen. Der größte Unterschied zum Erstlingswerk liegt vielleicht darin, dass die fünfköpfige Truppe, auch aufgrund ihrer Routine, die sie inzwischen über das viele Live-Spielen gewonnen hat, bei den neuen Nummern doch hörbar strukturierter und geordneter zu Werke gegangen ist.Aber keine Angst, die Sex Jams wären nicht die Sex Jams, würden sie diese Entwicklung in irgendeiner Form zu Lasten ihrer bisher schon praktizierten Radikalität zum Ausdruck kommen lassen. Von einer Annäherung an irgendeinen hippen oder modischen Mainstreamsound kann erfreulicherweise nach wie vor keine Rede sein. Das Dargebotene lässt sich im weiten Spektrum des Heftigkeitslevels von Popmusik nämlich immer noch deutlich im eher energetischen und ungestümen Bereich ansiedeln. Wie immer man den Stil der Sex Jams letztlich auch benennen mag, ist im Grunde genommen egal, Post-Hardcore-Pop, Noise-Pop oder Alternative-Indie-Punk-Irgendwas, es geht einfach um klasse Songs, die mitreißen und zu begeistern sollen. Und genau das ist bei „Trouble Honey“ auch der Fall. (mt

finestvinyl.de
Wiener Underground hört sich schon mal gut an. Das klingt nach der ganzen Palette von Avantgarde und Alternativkultur. Und ein bisschen auch nach Falcos ersten wilden Jahren, als Hans Hölzel noch in der Anarcho-Band Drahdiwaberl spielte, und der Hörfunk seine Songs boykottierte.Aus dem Untergrund der  österreichischen Hauptstadt, der Punk- und Hardcoreszene, kommt laut dem Label Siluh Records auch das Quintett Sex Jams um Sängerin Katarina Trenk. Ihr erstes Album „Post Teenage Shine“ (2010) war noch voll mit der Art von Gitarrenmusik, bei der es vor allem um krachend laut sein ging – und die ihnen ständige Vergleiche mit Sonic Youth einbrachte.?Der Nachfolger „Trouble Honey“  fällt nun poppiger aus, ohne glatt zu klingen, tauscht den Ernst des Debüts gegen ein Augenzwinkern und rückt den Gesang der Frontfrau mehr in den Vordergrund. „Ich finde Alben gut, die man sich ein bisschen erkämpfen muss“, sagte Gitarrist Lukas Bauer jüngst in einem Interview. Im März touren Sex Jams erst durch die Heimat, von April bis Juni stehen dann auch Deutschlandshows im Kalender. (NE)

fm4
Dreh den Noise auf!Die Sex Jams veröffentlichen ihr zweites Album “Trouble Honey” und sind die Soundpark-Band des Monats März!”Geschlechtsverkehr Marmelade”, murmelt ein Kollege, “Guter Name”. “Gute Band”, sage ich. Soeben haben die Sex Jams ihr zweites Album Trouble Honey auf Siluh Records veröffentlicht und damit den Freunden gepflegter Garagenmusik und Post-Hardcore-Spielereien einen Gefallen getan: Neues vom Alten, vom Neunziger Jahre-Gitarrengeschrammel epischen Ausmaßes, aufgefächert in elf unterschiedliche Krach- und Lachgeschichten.Humor zeigt die Band nicht nur beim Interview, Humor ist für Sängerin Katie Trenk auch der Schlüssel beim Songschreiben. Erst wenn sie über ihre Zeilen lachen kann, ist der Text fertig, wie zum Beispiel beim überdrehten Liebeslied “Shark Vs. Apple”. Dass diese erste, durchaus gelungene Single nicht der beste Track auf Trouble Honey ist, spricht für das Album.Da wäre zum Beispiel der faserschmeichelnde Eröffnungstrack “Beauty is a Beast”, Shoegazing zum Aufwärmen mit lärmendem Finale: “The Devil enters my Soul. Yeah Yeah Yeah!”. Oder Track Nummer Drei, “Twists and Turns”: ein sanft bis leidenschaftliches Herumwälzen auf einem lewinsky-blauen Hochflorteppich, in dessen klebrige Textur man wieder und wieder versinken möchte; Track Nummer vier, “Deicer”, erzählt atemlos von der Begegnung eines Kleinkinds mit einem Alien. Für Trouble Honey haben sich die Sex Jams im Gegensatz zu ihrem 2008 erschienen Debüt “Post Teenage Shine”, das innerhalb von fünf Monaten aus der Hüfte geschossen wurde, viel mehr Zeit gelassen. Die ersten sechs Nummern sind über einen langen Zeitraum gereift und dadurch stilistisch sehr unterschiedlich ausgefallen. Dieses breit aufgestellte Grundgerüst wurde konzeptuell gefüllt:Das Amalgam besteht aus dem Acoustic-Track “Just Kids”, der nichts mit Patti Smiths gleichnamiger Autobiographie zu tun hat, dem Hardcore-Kracher “I Call Myself A Rocket”, der innerhalb von einer halben Stunde zusammengezimmert wurde und “Bounding into Distance”, die Stoner-Rock-Nummer des Albums.In den letzten fünf Jahren hat sich die Band nicht nur musikalisch, sondern auch personell weiterentwickelt. Wolfgang Möstl von den Killed by 9Volt Batteries und Mile Me Deaf hat bei den Sex Jams angedockt. Das erscheint fast logisch, denn seine MMD-Bandkollegen spielen auch dort und laut Eigenaussage waren die Sex Jams immer eine Band mit zwei Gitarren, aber nur einem Gitarristen.Wolfgang Möstl ist aber mehr als nur ein Gitarren-Söldner, er hat mit seinem Gespür für Melodien und Lo-Fi-Ästhetik viel zur Entfaltung der Band beigetragen, die aber auch der Reibungsfreudigkeit der Sex Jams geschuldet ist. Die Philosophie von Schlagzeuger Rudi spricht für die ganze Band: “Nein sagen bringt einen oft weiter als Ja sagen”.Eine ausführliche Listening Session mit den Sex Jams gibts heute Nacht im zu hören.;Das ist das Coole bei den Sex Jams”, meint Bassist Flo, “du hast immer jemanden, der in der Ecke steht und Nein sagt. Daran reibt sich dann die ganze Band. Und durch diese Reibung entsteht einfach etwas. Und das ist das, was die Sex Jams ausmacht. Man kann fünf verschiedene Meinungen haben, aber am Ende des Tages steht man da und hat ein Ding, und das ist unsere Band.”

stuz.de
Für alle, die es bisher noch nicht mitbekommen haben: In Österreich hat sich eine äußerst umtriebige Indie- und Noiserock-Szene entwickelt. Zu deren interessantesten Vertretern zählen ohne Frage Sex Jams. Musste sich die Wiener Band um Frontfrau Katie Trenk bei ihrem Debüt noch reihenweise Sonic-Youth-Vergleiche anhören, lassen sie es mit dem Zweitwerk „Trouble, Honey“ vielseitiger und eigenständiger angehen.Mit verhallten Gitarrenwänden zieht einen der hypnotische Opener „Beauty Is a Beast“ in das Album hinein. „Shark Vs. Apple“, ein Duett mit Gitarrist Wolfgang Möstl, der auch bei Killed By 9V Batteries und Mile Me Deaf mitmischt, baut sich spielerisch auf, um sich dann in verzerrter Ekstase zu entladen. Im Gegensatz zum Vorgänger klingen die Songs auf „Trouble, Honey“ zwar nicht mehr ganz so verrucht und aufgekratzt, wie es der Bandname erwarten lässt, aber dafür sind die um einiges cleverer geworden. Neben dröhnenden Noisepop-Perlen lassen Sex Jams nun auch Platz für Psychedelisches („Bounding Into Distance“), Akustiknummern („Just Kids“) und verstrahlte Balladen („We Seek“).CulturMagKrawall und Remmidemmi!(JA) Wo “Trouble, Honey” drauf steht, ist energiegeladener Spaßanarchismus drin. Anlage auf Anschlag drehen, Nachbarn einladen und ab geht die WG-Party. Der Charme der Wiener Band Sex Jams liegt in ihrem Anachronismus. Der Hörer wird in seine wilde Jugend zurückversetzt, auf Partys, auf denen alles zu Bruch ging, was möglich und unmöglich war. In diesem Sinne ist „Trouble, Honey“ ein musikalischer Befreiungsschlag, der an Unangepasstheit und Mut glauben lässt. „Trouble, Honey“ verheißt ein Mittendrin, Ekstase, Gier nach Leben. Fernab von unterkühlter Hipness und Makellosigkeit sprüht das Album vor Authentizität. Hatte nicht irgendwer Ende letzten Jahres die Wiederkehr des Grunge prognostiziert? Mit den Sex Jams befinden wir uns in jedem Fall auf einem guten Weg dorthin. Schreiende Gitarren, die ihr Dasein postulieren und ganz nebenbei die Ohren durchspülen. Eine ins Mikrophon kreischende Sängerin, die den Girlpower der frühen 90er wiederbelebt. Katharina Trenk steht dabei zwischen vier Männern. Und eigentlich kommen die Sex Jams, die mit „Trouble, Honey“ ihr zweites Studioalbum vorlegen, aus dem Hardcore/Screamo/Emocore-Bereich. Zumindest war das auf ihrem Debüt „Post Teenage Shine“ (2010) zu hören. Drei Jahre später hat der Geist von Blondie, der jungen Cortney Love und Gwen Stefanie des Jahres 1995 Einzug gehalten.Einziges Manko des Albums ist die dürftige Produktion, die in Anbetracht der Frische als wahrer DYS-Garage-Indie-Sound durchgeht. Spaßigem Exzess verzeihen wir alles. … Pfeif drauf, dieses Album ist eine richtige kleine Perle, die so richtig Spaß macht. Destroy! Krawall und Remmidemmi! Euphorie!!!

fm5
Die Wiener Band präsentiert ihr Zweitwerk “Trouble, Honey” und will damit mehr, als dem Album gut tut.Anfang/Mitte der 90er machte sich die Riot Grrl-Bewegung daran die testosterondurchtränkte Musikwelt der damaligen Zeit zu erschüttern, und Bands wie Hole oder später die  Distillers bewiesen, dass es durchaus auch Frauen gelingen kann glaubwürdig die Mechanismen und die Attitüde des Rock zu verkörpern. Mittlerweile ist die Bewegung Geschichte, die Protagonistinnen von damals entweder ruhiger geworden (Brody Dalle mit Spinnarette) oder künstlerisch durchaus wertvoll, aber eher durch ihr skurriles Privatleben in den Schlagzeilen (Courtney Love, wir blicken in deine Richtung).Als ob es das Ende der Riot Grrls nie gegeben hätte, veröffentlichte die Wiener Band  2010 ihr Debüt-Album Post Teenage Shine, auf welchem die Band um Sängerin Katie Trenk die Fahnen ihrer Heldinnen hoch hielt. Jetzt steht die Gruppe, zu der auch noch Peter T. (Bass), Wolfgang Möstl (Guit./Voc.), Lukas Bauer (Guit.) und Rudi Braitenthaller (Schlagzeug) gezählt werden, mit dem Zweitwerk Trouble, Honey in den Startlöchern und es stellt sich die Frage, ob man den Stil des ersten Albums kopieren will (und damit auf Nummer Sicher geht) oder eine Weiterentwicklung anstrebt. Die von der Band angestrebte Weiterentwicklung hin zu poppigeren, Blondie-orientierten New-Wave-Anleihen und gleichzeitigen Noise-Ambitionen geht aber nur sehr bedingt auf. Das Problem an den neuen Songs: Katie Trenk wird als Sängerin zu selten richtig in Szene gesetzt – zu oft zerstören die verzerrten Gitarren das Song-Vergnügen. Und das Album bleibt zwischen den Stühlen hängen.Die Sex Jams verfügen weder eine Brody Dalle, die sich notfalls auch durch meterhohe Gitarrenwände grölen kann, noch eine Debbie Harry, die nur mit ihrem präzisem Gesang besticht, wenn die musikalische Untermalung dezenter ausfällt. Die Sex Jams benötigen einen Mittelweg, wie er beispielsweise auf “We Seek” sehr gut umgesetzt wird. Die Nummer hat einen poppigen Anspruch, jedoch mit genug Ecken und Kanten, die man hier sehr gut durchhört, da die Instrumentalisierung den Gesang untermalt und nicht übertönt (wie beispielsweise bei “I Call Myself A Rocket”). Auch die erste Single “Shark vs. Apple” erfüllt die Ansprüche, poppig und doch kantig und verzerrt zu klingen, ordentlich. Der Gesang von Katie Trenk und Wolfgang Möstl erinnert hier sogar ein wenig an Kate Pierson oder auch Debbie Harry bei ihren Kollaborationen mit Punk-Urgestein Iggy Pop. Doch schon in der nächsten Nummer “Twist And Turns” mäht die Wall Of Sound alles nieder was vorher sorgsam und durchdacht aufgebaut wurde. Alles in allem bietet Trouble, Honey einige gute Songs, unterm Strich bleibt man aber mit dem Gefühl zurück es wäre mehr drinnen gewesen. Zu oft geht Trenk’s rauchige Stimme sowie die an sich guten Melodien zwischen den Verzerrern unter. Die Band scheitert somit am eigenen Anspruch gleichzeitig nach Blondie, Hole und The Jesus & Mary Jane zu klingen (was zugegebenermaßen auch anderen Bands Probleme bereiten könnte). Vielleicht darf man nach fünf Jahren Bandgeschichte auch noch nicht erwarten, dass die Sex Jams ihren Stil schon endgültig gefunden und perfektioniert haben. Ein paar richtungsweisende Nummern dafür hätten sie aber schon im Gepäck dafür, die zeigen wie das nächste Album aussehen könnte.

mica
Wie heißt es so schön, das zweite Album ist das schwierigste. Sex Jams, die sich mit ihrem 2010er Erstlingswerk „Post Teenage Shine“ die Latte in Sachen Indierock mit extrem hohem Coolheitsfaktor selbst schon sehr hoch gelegt haben, sind nun angetreten, den nächsten großen Wurf abzuliefern. Und hört man sich nun durch die neuen Songs des mit großer Spannung erwarteten zweiten Outputs „Trouble Honey“, darf, oder besser gesagt muss man zum Schluss kommen, dass dem Fünfer sein Vorhaben auch in wirklich überzeugender Form gelungen ist. Was Frontfrau Katarina Trenk und ihre Kollegen nämlich abliefern, sind Nummern, die einmal mehr in bester Manier so richtig lässig abzurocken wissen, ohne dabei aber, und hier zeigt sich die besondere Stärke dieser Band, auch nur für einen Moment irgendwie auswechselbar oder banal zu klingen. Sex Jams haben ihren eigenen Stil, und auch wenn sie sich diesmal mehr als je zuvor den Strukturen des Pop angenähert haben, besitzt ihre Musik dann immer noch dieses hohe Maß an Unangepasstheit, welches sie erfrischend von dem in dem Kontext des Indierock sonst so Fabrizierten abhebt. Präsentiert wird „Trouble, Honey“ am 15. März im Wiener Gartenbaukino. Sex Jams, zu denen nun auch Wolfgang Möstl (Killed By 9Volt Batteries, Mile Me Deaf) hinzugestoßen ist, waren immer schon eine Combo, die gegen den Strom geschwommen ist. Aus dem Hardcore-Umfeld kommend, hat die Band stets ihre eigene Version des Indierock zu verwirklichen versucht, eine, die trotz aller wachsenden Affinität zu eingängigen Melodien letztlich doch immer mit einer etwas raueren, unangepassten und noisigeren Schlagseite aus den Boxen schallen sollte.  Daran hat sich auch auf „Trouble Honey“ nichts geändert. Die neuen Songs zeigen sich im Sound  immer noch alles andere als glatt produziert, genauso wie sie auch weiter richtig diese punkige Attitüde atmen und dieses gewisse späte 80er und frühe 90er Jahre Underground- Garagenfeeling à la Sonic Youth Manier und Rites Of Spring Gas nicht vermissen lassen. Der größte Unterschied zum Erstlingswerk liegt vielleicht darin, dass die fünfköpfige Truppe, auch aufgrund ihrer Routine, die sie inzwischen über das viele Live-Spielen gewonnen hat, bei den neuen Nummern doch hörbar strukturierter und geordneter zu Werke gegangen ist. Aber keine Angst, die Sex Jams wären nicht die Sex Jams, würden sie diese Entwicklung in irgendeiner Form zu Lasten ihrer bisher schon praktizierten Radikalität zum Ausdruck kommen lassen. Von einer Annäherung an irgendeinen hippen oder modischen Mainstreamsound kann erfreulicherweise nach wie vor keine Rede sein. Das Dargebotene lässt sich im weiten Spektrum des Heftigkeitslevels von Popmusik nämlich immer noch deutlich im eher energetischen und ungestümen Bereich ansiedeln. Wie immer man den Stil der Sex Jams letztlich auch benennen mag, ist im Grunde genommen egal, Post-Hardcore-Pop, Noise-Pop oder Alternative-Indie-Punk-Irgendwas, es geht einfach um klasse Songs, die mitreißen und zu begeistern sollen. Und genau das ist bei „Trouble Honey“ auch der Fall. (mt)

lauschrausch
Fuzzy! Dizzy! Sexy! Liebe Leserinnen und Leser, wir haben uns heute hier versammelt um vor den Augen des allmächtigen Internets zwei Dinge auf ewig zu vereinen. Das zweite Werk der Sex Jams und der Autorin liebste Frühjahrsplatte. Auf dieser deckungsgleichen Übereinkunft namens Trouble, Honey  (VÖ 01.03.13) schreit und wuchtet einen die monströse Mischung aus dem was Blondie zu ihren besten Zeiten waren, Pavement hätten bleiben sollen und an Dinosaur Jr immer noch fasziniert, senkrecht Richtung Frühling. Ein Sex Jam ist eine ziemlich feine Sache. Es handelt sich dabei, sehr frei übersetzt, um einen Song, welcher geschlechtsreife Menschen so allumfassend in Wallung versetzt, dass sexuelle Handlungen unausweichlich sind. Quasi das amuse gueule für paarungslüsterne Audiophile und für sich genommen ein Name, der große Erwartungen schürt. Passenderweise sieht die Fünfer-Besetzung aus wie jene Menschen, mit denen man als Kind nicht spielen wollte, heute aber unbedingt im Bekanntenkreis haben möchte. Fest verwurzelt, irgendwo zwischen anrüchig und durchtrieben, lacht, schreit, stöhnt und haucht die Sängerin, wie einst die Sirenen der griechischen Mythologie, ihren wehrlosen Zuhörern die elf Tracks der Platte derart gekonnt ins Ohr, dass sich alles unter der Überschrift “Ekstatisch” subsumieren lässt. Was bei den Auf-Die-Zwölf-Nummern schon hervorragend funktioniert, bei entspannteren Stücken, wie Just Kids, aber erst die volle Breitseite Sex Jam aufkommen lässt. Und bevor jetzt jemand Sirenen googlen muss, geben wir, etwas unoriginell, musikalische Beispiele wie Sonic Youth, Debbie Harry oder PJ Harvy an die Hand. Wohldosiert verzerrte Gitarren, das peitschende Schlagzeug und die generelle (90s)-Lo-Fi-Attitüde tun ihr Übriges um Trouble, Honey zum besten Album des Frühjahrs, ach Schwachsinn, vermutlich des ganzen Jahres werden zu lassen. So gekonnt lässig, rotzig und schlichtweg cool hat selten jemand den Fluch der zweiten Platte pulverisiert. Während die Redaktion sich noch prügelt, ob nun Deice oder ScienceIs A Shape das beste Lied der Platte ist (oder doch Bounding Into Distance?), einigen wir uns in aller Ruhe erstmal darauf, dass Trouble, Honey in jede Musiksammlung gehört und Freunde gepflegt exzessiver Konzerthighlights sich die Sex Jams in diesem Jahr auf keinen Fall entgehen lassen sollten. Wer danach nicht aufgeheizt und paarungswillig ist, der hört Kuschelrock zum Liebesspiel! Fazit: Die Sex Jams machen unseren trist-grauen Alltag ein bisschen besser, bunter, verrückter und sind die einzigen Helden seit Trainspotting, die man – mit einem gewissen Sicherheitsabstand – gerne dabei beobachtet, wie sie sich selbst ausleben. Honey/Jam/Trouble/Sex – die beste Liason des Frühlings mit Hoffnung auf mehr, mehr, mehr. Ganz sicher kein Sexit-And-Exit-Album! vice magazine Ihr kennt doch diesen Mythos von der Angst vor dem Nachfolgewerk, welches im Gegensatz zum üblicherweise grandiosen ersten Album meistens in die Hose geht. Sex Jams lachen sich ins Hawaii-Hemd und schütteln mit Trouble, Honey ein monumental schönes und starkes Werk aus dem Handgelenk, so als wär’s ein Sonntagnachmittagswank. Sex Jams sind die coolsten Dudes der Welt und das einzig wahre Vorbild, zu dem man aufschauen sollte. Musikalisch wird weiterhin in Richtung Sonic Youth genickt, und irgendwie höre ich meine geliebten Elastica raus, Justine Frischmann und so. So locker, so easy, so ohrwurmig, mit dem richtigen Schuss 90er Amphetamine Reptile Noise. Die leben das, die können das. Danke Sex Jams. Keine Angst für niemanden weit und breit. LORD OF THE MINX (9)

tonspion.de
Krachiger PopLaut und krachig melden sich Sex Jams zurück. “Trouble, Honey“ heißt das zweite Album der Wiener Indierocker. Darauf zeigen sich Sex Jams von ihrer bisher poppigsten Seite.Auf “Post Teenage Shine” folgt “Trouble, Honey”, das zweite Album in der fünfjährigen Bandgeschichte von Sex Jams. Es erscheint beim sympathischen Label Siluh Records, auf das in den letzten Jahren stets Verlass war wenn es darum ging, Rockmusik aus Wien in die Welt zu tragen. Francis International Airport, Gary, Killed By 9V Batteries besitzen keinen Wiener Schmäh, dafür umso mehr US-geprägten Gitarrensound. Dies ist auch bei Sex Jams der Fall.Lassen sich bei dem Debüt von Sex Jams noch allerlei “Core”-Attribute im Sound finden, hat sich das Wiener Quintett in den letzten drei Jahren zunehmend davon verabschiedet. Glattgebürstet mögen es die Herren um Sängerin Katarina Trenk deswegen noch lange nicht. Bestimmt treten Sex Jams auf ihre Distortions und rocken zwischen Dinosaur Jr, Fugazi und  Pavement, wie es ihnen gefällt. Dabei kommen eingängige Melodien nicht zu kurz, wie der Free Download zu “Shark Vs Apple” zeigt. Und diese krachige Poppigkeit steht Sex Jams ganz ausgezeichnet. “Trouble, Honey” erscheint am 1. März 2013. (4/6)

17seconds.co.uk 
Some band names are designed to make it easier to look for in the age of Google and Yahoo. (Reportedly that’s why Chvrches are Chvrches and not Churches.) Sex Jams are clearly not remotely interested in whether you feel comfortable looking for their name on internet search engines. Sex Jams are straight out of Vienna’s throbbing underground DIY scene, even if that’s what the PR sheet tells me. It also tells me that the band are (drum roll please): Katie Trenk (vocals), Peter T. (bass), Wolfgang Möstl (guitar and vocals), Lukas Bauer (guitar) and Rudi Braitenthaller (drums). They are shortly to release their new single ‘Shark Vs. Apple’ (out on January 14) (click on the link below to download), which is taken from their new album Trouble Honey. Doubtless, there will be those who will try and go on about how this is a sign that the 90s revival is here at last. I don’t give a damn about any revival, what I do hear is a young band, with energy, guts and the ability to write pop songs and make a hell of a racket. All at the same time. So they didn’t make a tippers list for 2013? Whatever. Listen and then spread the word. You know what to do.

www.skeletory.com
DOUBLE BAGGING IT TODAY FOLKS. Partially because I feel guilty for posting less tunes this week and concentrating on features and partially because this tune is banging, but OH YEA, I’m double posting. I’m constantly blogging about boys with guitars but sometimes, SOMETIMES, I like the hardcore-moshin-we like to scream bands. Sex Jams ’Sharks and Apple’ makes me wish I was a reckless-broad, with black hair, who has loads of piercing and gets into constant bar fights. Something about the chorus of this song makes me wanna rock like i’ve never rocked before. Kudos Sex Jams, way to rock my socks off. If you also wish to have your socks rocked off, Sex Jams Launch party is happening the 16th of November (aka tomorrow night) at Catch London E2. Check it out here.reviewstalker.comYea so if you told somebody to make a band that sounded something like Hole and but told them to make the music and guitars drill deep in your head they would sound like Sex Jams. While not as bombastic or crude as lets say Songs About Fucking the tunes have a sonic youth flare. In particular the 2 guitar attack is evident on the slow sex jam “Twist and Turns”. Now we you know we don’t just push any old crap on you so know that if you are a sex worker or a naughty librarian this music should speak to your inner throbbing nyc style punk rock. Not quite GG Alin gutteral punk but something that rises above the blood and bad smell of the rest. This is smooth when it needs to be in a etheral Ravenettes kind of why and so ungodly distorted at other times in the vein of No Age or GvsB you’d think you can actually walk on the music itself