The Striggles – Aloha / noise18

The Striggles – Aloha / noise18

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FORMAT
12″

STATUS
available

RUNNINGTIME
42 min. 12 sec.

TRACKLIST
01 ease it
02 wait
03 dull & lazy
04 life is pretty (black)
05 jack
06 naiv
07 up to me
08 lord

PRESSING INFORMATION
500 made
download code included
heavy vinyl & gatefold artwork

RELEASE DATE
16.12. 2009

CROSSOVER AGM (www.finestnoise.de)
The Striggles können sich in “Ease It” nicht so richtig entscheiden, ob sie finsteren Metal oder verschrobenen Alternative spielen wollen, also mixen sie beides und bekommen düsteren Postrock heraus, dem freilich das Stilmittel der Monotonie in den strophenartigen Parts nicht gut bekommt, was die Band aber immerhin durch einen bombastangehauchten Refrain zu kompensieren trachtet. Der Gesang wurde stark in den Hintergrund gemischt und kann daher kaum prägende Wirkung entfalten, aber das könnte durchaus Absicht sein.

 

www.geiger.dk 
Noise … øhm noget
Det østrigske (?) noiserockband The Striggles holder de personlige informationer tæt ind til kroppene, men på papiret ligner det en kvartet med en standardekvipering i form af bas, to guitarer og trommer. Og Aloha ligner bandets andet album.
Siden albummet er der kommet en lind strøm af vinyl, syv såvel som ti tommer, alene, som split. De har desuden medvirket på flere kompilationer. Er dette ikke nok, loves en ny fuldlængde i dobbelt vinyl med den løfterige titel StriggCatMummy på gaden snarest.
På Aloha leverer bandet en slags noise/sludge, der – indrømmet – har melodiske ansatser fra tid til anden; eksempelvis har nummeret ”Wait” et rimeligt fængende riff.
De bliver dog aldrig helt så interessante som eksempelvis landsmændene i Reflector, med hvem de deler pladeselskab, har splittet singler og ødelagt koncerter med. Bevares. På albummet findes da arrigskab, raseri, vildskab og alt det, som skaber genren, men det virker på en eller anden måde så kalkuleret, så stramt og styret. Det larmer altså, men udover en vis dragende, hypnotisk monotoni har jeg svært ved at gennemskue meningen med hverken band eller album, men nogle vil givetvis kunne hente noget i den energiudladning, albummet trods alt har.
Men af en eller anden grund forbliver albummet først og fremmest mig deprimerende at lytte til. Det betyder selvsagt, at påvirkning finder sted. Lytteren tilbydes måske alt for få muligheder for at få luft. De prøver at variere udtrykke med til 30-jazz-beat og tilsyneladende uprovokerede, udefinerbare lyde, men det gør ikke nogen forskel. Dog er sidste skæring, ”Lord”, om end stadig monoton, alene i kraft af et sænket tempo og ophævelse af alle melodiske tiltag noget helt andet; en slags depressiv doom, som stadig ikke er opmuntrende, men lige som mere uden beregning og nemmere at sluge.

www.aufabwegen.de
Der harmlose Kaninchenschatten und das freundliche gelbe Cover täuschen darüber hinweg, dass auf Aloha dreckigster Noiserock gespielt wird. Klar ist es möglich, die Verzerrer bis zum Anschlag aufzudrehen, dass man denkt, die Boxen müssten den Geist aufgeben, zwischendurch kann man auch ruhig einmal das Tempo zurücknehmen und eine Art bizarre Bluesnummer namens Life is pretty (black) spielen und vielleicht hat ja auch der Falsettgesang bei Jack seinen Platz auf dem Album, bevor Up to me mit der Wucht des Punk die Gehörgänge reinigt. Beim Abschluss Lord hört man stammelnden Sprechgesang, bei dem man den Eindruck bekommen kann, der Sänger sei auf dem besten Weg ins Delirium tremens. Ein im besten Sinne des Wortes schmutziges Album. Michael Göttert

Ox Fanzine#88
Steinhart, stabil, düster, zäh, unkonventionell, komplex — das sind die Attribute, die einem gleich zu Beginn des neuen STRIGGLES-Werks in den Sinn kommen. Auch “Aloha” ist wieder kein einfaches und zugängliches Album geworden, es belohnt das Durchhaltevermögen des hartgesottenen Hörers schlussendlich dafür aber um so mehr. Eine Band, die so weit entfernt vom gängigen Mainstream operiert, wie nur irgend möglich und konsequent auf einer dunklen, massiven Rock-Welle dahinsurft. Ikonen wie CAN, CAPTAIN BEEFHEART oder SNAKEFINGER schwingen im Hintergrund mit, die STRIGGLES sind aber längst über langläufige Referenzen erhaben. Fundamentaler Rock, transzendentaler Blues: THE STRIGGLES rocken, als ob es kein Morgen gäbe. Groß. (8/10) Robert Buchmann

kapuzine
Entgegen erster Erwartung entführen die Striggles nicht nach Hawaii. Eher nix mit Aloha, Cocktail schlabbern und Hüften wackeln, dafür voll aufs Maul. The Striggles mixen nach unbequemer Rezeptur. Man nehme Schweinerock, Indie-Versatzstücke, dreckige Blues-Elemente. Alles in Ruhe zerstampfen. Zutaten in den Fleischwolf. Mit Rock n Roll und Eis servieren und auf die Wirkung warten. Auf Album Nummer 2 brechen die 4 Herren mit üblichen Genregrenzen und kredenzen ihren brummigen Experimentalrock. Absolut spannende, unkonventionelle Klangstrukturen, voll auf die Kokosnüsse. Die Striggles finden ihr stärksten Momente in der guten alten Kunst der Wiederholung. Ein Riff, das sitzt. Immer wieder. Zieht dich in den Bann. Um im nächsten Moment zu zerplatzen. Einfach so. Dazu trockenes und zielsicheres Drumming, vielseitiger Gesang. Bis hin zum lustigen Falsett überm Hardrockriff. Die Striggles können Planierraupe spielen. Auch ruhige Momente erzeugen. Die Mannen um Robert Lepenik, der schon mit Melville und Fetish 69 durch die heimische Musiklandschaft geisterte, beweisen mit “Aloha” dass Leichtfüssigkeit und Zerstörungswut nah beieinander liegern können.

freistil. magazin.
Das anfängliche „Ease it“ klingt wie ein böser Scherz, nach der völlig vergeblichen Selbstbeschwörung eines Amokläufers. Die neue Platte der formidablen Rockband The Striggles springt die Hörerin aus dem Lautsprecher entgegen, als handelte es sich um eine Horde ausgehungerter wilder Tiere auf der Suche nach Beute. Zum zweiten Mal liefern die Striggles den zornigen Soundtrack zum Versuch, dem falschen Leben ein paar Momente Richtigkeit beizubringen – und sei‘s mit der Peitsche. Schmutziger, sinnlicher, formbewusster als diese vier Grazer Radaubrüder gibt es derzeit niemanden in Österreich: Katharsis ohne Kitsch, ein dreiviereltstündiges Bedrohungsszenario, ein sardonisch-intelligentes Album, nicht ohne Sex. Aloa!! Verschiebt sich das Klangspektrum ein wenig nach unten, wird es tragischer und nerdig-verschrobener, dann landet man bei Reflector. Die bratzen auf ihrem neuen Album „pass“ geradliniger, aber deutlich düsterer als die Kollegen von den Striggles. In zwölf Jahren hat sich das Grazer Duo einen dunklen Sound erarbeitet, der seinesgleichen sucht. Langsame Gitarrenkaskaden und ein mächtiges Schlagzeug formen sich zu einer Musik, die mir – im Vergleich zu den Striggles – zwar immer ein wenig zu existenzialistisch vorkommt (ein Grundproblem der härteren Noise- und aller anverwandten Rockschulen), aber immer noch sehr überzeugend ist. Live stellen Reflector diese persönliche Hierarchie übrigens nachhaltig auf den Kopf, da spielen sie die Striggles glatt an die Wand. Die zwei befreundeten Bands (da haben sich die Richtigen gefunden!) haben obendrein für eine Split-Single kollaboriert. Im Klasse-Artwork, für das Reflector-Gitarrist Andreas Heller verantworlich zeichet, steckt rumpelnder, ruckelnder Hart-Rock mit Low-Fi-Ambitionen für Feinspitze. Die Formationen coverten sich darauf gegenseitig, was in beiden Fällen ausgezeichnet gelungen ist. Wie beide Alben wurde übrigens auch die Single von Bernd Heinrauch produziert. (bertl)

www.pluginmusic.com
On their sophomore full-length release “Aloha,” The Striggles aren’t fooling anyone. With a bright, somewhat odd album cover and a heavily pounding, sludgy sound, Austrian band The Striggles seem to be tilting their hat, appreciatively, with a nod and a wink, to the Melvins. And, really, who could blame them? These days The Striggles are just one in a long line that has formed to worship at the Melvins’ altar. At least The Striggles aren’t coy about it.?The Striggles aren’t in any rush as they dig in with heavily pounding riffs on tracks like “Ease It” and the more grooving instrumental “Naiv.” “Up To Me” rips through the room like a tornado: fast, chaotic and loud. Elsewhere the heaviness fades into the background for the the twangy and unhinged guitar on the slow and loose “Dull & Lazy” where the instruments all but drop out for the vocals on the verses while those vocals become falsetto for the start-stop rhythm of “Jack,” perhaps the album’s only “poppy” track. Be sure to check out closing track “Lord,” too, as it creaks and scratches for seven minutes with a somewhat industrial-sounding experimentation.?The Striggles spend “Aloha” focusing on full-length songs but when they decide to play around and experiment, the result is just as strong. The Striggles have the skill to avoid being pigeonholed with their Melvins-like sound but they don’t venture too far from it either. The result is that “Aloha” is consistent and extremely likable. ?B – Corinne

www.barikada.com
Drugi studijski album vrsnih austrijskih noise-rockera, sukladni je nastavak odli?nog prvijenca “Expressionism” (2007) s kojim u potpunosti nastavljaju svoj utabani rejting ne libe?i se niti eksperimentalizacija.
Nema se što puno pri?ati. Zvuk albuma je ?vrst i kompaktan, podijeljen je na žestoke i atmosferi?nije kompozicije sa masnim gitarskim riffovima Rober Lepenika i Gottfried Krienzera, razli?itim vokalnim varijacijama basiste i pjeva?a Martin Plassa uz odriješite bubnjarsko ritmi?ne šuseve Slobodan Kajkuta, Banjalu?ana sa glazbene akademije u Grazu. Produkcija je ?ista i rafinirana (The Stiggles & Bernd Heinrauch), a izdanje je prilago?eno za starinski klasi?ni vinil LP (long play) podijeljen na dvije strane sa po 4 kompozicije.
Od prve skladbe, “Ease it”, do posljednje, “Lord”, The Striggles predo?avaju punu snagu glazbene noise-rock kompetentnosti fluidnim protokom snažnih, ponekad furioznim, a ponekad eksperimentalnijim atmosferama u kojima ne jenjavaju bijesno opaki ritmovi prilago?eni upravo za žive nastupe. Žestoke skladbe premda imaju svoje debelo zale?e u klasi?noj ameri?koj ostavštini Steve Albinijevih produkcijskih zahvata donose osobiti autorski pe?at po kome se band na kilometre odvaja od standardnih na?ela žanra. Raznoliko isprepletene sekvence brujaju?eg basa, gitarske kombinacije i metronomski zvrzlani ‘kreni-stani’ ritmovi u slojevito obra?enim aranžmanima “Ease it”, “Jack”, “Up to me” (sa gotovo hardcore strukturom), te snažnom indie-rock melodi?no hitoidno plesnom “Wait”, a naposljetku i instrumental “Naiv”, frcaju eksplozivnoš?u i ubojito energi?nim nabojem, a poseban šlih svemu pridodaje Martin svojim vokalima koji uz klasi?ni, a ponekad i visoko ciktavi falset (nalik na Bee Gees vokale) šapta, stenje, jeca i gr?i se. Laganije skladbe prožimaju opaki noise/blues-rock sa varijabilno promjenjivim tempovima, primjerice u ambijentalnoj “Dull & lazy” sa glasnim i tihim dionicama gdje band eksperimentira sa zvukovima do mile volje, od minimalizma do melodijsko harmonijskih nadogradnji u kojima se najbolje o?itava njihova suptilna superiornost, te u “Life is pretty (black)” gdje su zašli u mra?an session ambijent ispreplitanjem laganog i rockerski podmuklog jazz-bluesa. Posljednja, “Lord”, do?e kao stanoviti otklon od standardnog noise-rocka ka doom, pa ?ak i industrial-rocku (bez metal predznaka) gdje uz hipnoti?ke taktove i turobno mra?nu atmosferu majstori na gitarama u jednoj dionici zvu?e kao eksperimentalni komorni guda?i.
Sve je posloženo u zaista rafinirani konglomerat kome se ne može apsolutno ništa predbaciti. Stilski, žanrovski, zvu?no, aranžmanski i produkcijski, ovo je jedan od bisera novovjekovnog noise-rocka kome su The Striggles udahnuli novi život, te svojim hrabrim i pronicljivim izletima u eksperimente otvorili nove horizonte. ?9/10

skug #81
Dies ist das zweite Album und, ja nun, in der Wahl ihres Bandnamens haben sie eindeutig versagt, die vier Grazer. So kann man nicht heissen. Ausser man ist eine Fifties-Tanzbodentruppe mit Schlurf; Creepers und “Maturaball” im Tourkalender. Aber sind sie das? Nein. Aber so was von nicht. Diese Herren sind Noise, schwerer Rock, Schrei-Blues und geschult in der Kraft durch Verneinung. Keine Attitüden, keine Posings, keine interaktive Homepage, kein gar nix. Ausser das was es ist: ohrenbetäubendes, hirnreinigendes und schubladenfernes Kopf-runter-Kinn-nach-vorne Lärmen. Stoner Rock Elemente, Indie Strukturen, Blues Riffs, das geht alles zusammen. Und führt zu internationaler Beachtung, immerhin hat man beim Elevate Festival dieses Jahr mit Damo Suzuki gezeigt, wo der Bartl den Most holt. Aus Graz. Ausgerechnet. Mit diesem Namen! Unfassbar. Klasse. Ohren auf!(Alice Gruber)

rokkos adventures #6
Bist Du deppad! Die Striggles sind Profis, keine Frage: eine Allstar-Combo mit Sitz in der Steiermark rockt und rollt dir da den Schädl weg. Deftig gewürtzter Schweinerock (“Wait”!) wechselt mit den Bausteinen, die jener Kapitän Rinderherz uns hinterlassen hat, bis hin zum aufgelösten Formverlauf. Der Sound fährt extrem gut, auch live ist das immer wieder ein dufter Schlag mit dem Knüppel in die Fresse. Aloha!, aber so was von! (Rokko)

www.burnyourears.de
Das Label Noise Appeal Records überrascht die Hörerschaft des Öfteren mit guten experimentellen und vor allem rockigen Acts. THE STRIGGLES aus Österreich bilden hier keine Ausnahme. Diese scheinen einen Spagat zwischen konventionellem und experimentellem Rock machen zu wollen, denn auf dem aktuellsten Album „Aloha“ ist beides in gleichem Maße vertreten. Schon das Pop-Art Coverartwork zwitschert die Intention der Band moderne, unübliche Musik zu fabrizieren.?Man wird nicht enttäuscht. Ich habe noch nie eine solche abwechlungsreiche Monotonie gehört, denn trotz der sich bei jedem Lied ständig immer wiederholenden Riffs schaffen es THE STRIGGLES mit einer Ausgewogenen Mischung unterhalb der Lieder die Langeweile aus ihrem album zu verbannen. Das heißt, dass zwar jedes Lied sehr eintönig, aber jedes Lied unterschiedlich eintönig ist. Das gefällt mir sehr gut, denn so kann man die individuellen Facetten der Musik richtig genießen. Zudem wird dadurch gewähleistet, dass die Stärken der einzelnen Bandmitglieder separiert in Szene gesetzt werden. Das heißt z.B. bei ruhigeren Stücken spielt der Bass hörbarer, oder bei den rockigsten Liedern variiert der Drummer den Rhythmus und zeigt dadurch, was er kann usw.?Auch der Sänger beherrscht alle Stimmlagen, die für Rock wichtig sind (das wären die IRON MAIDEN Stimmlage, die THE SWEET Stimmlage (oh ja, die ist wichtig!), die MOTÖRHEAD Stimmlage und die OZZY OSBOURNE Stimmlage). Das ist genau das, was diese Band braucht. Man merkt also schon an der Musik, dass sich die Jungs gesucht und gefunden haben.?Das experimentelle Feuerwerk befidet sich meiner Meinung nach übrigens am Ende. Der Song „Lord“ vereint Rock’n’Roll mit Monotonem Doom- und früherem Proberaum Black Metal. Fast schon schade, dass die Jungs keinen Black Metal machen, denn selbst vor HELLHAMMER bis hin zu den früheren DARKTHRONE Sachen würden THE STRIGGLES immer noch authentisch klingen, aber es ist schon gut so wie es ist.?Was mich jedoch etwas stört ist die stellenweise etwas zu leise abgemischte Gesangsspur. Diese sollte einfach lauter und deutlicher herauszuhören sein. Ansonsten ist an der Produktion nichts auszusetzen.?THE STRIGGLE sind also eine absolut vielseitige Band. Es ist halt so, dass jede Musikrichtung, welche die Jungs anstimmen bessere Alternativen in Petto hätte (will meinen es gibt bessere Hard Rock Bands, bessere Alternativ Kombos…). Wenn man aber eine Reise durch die Facetenreiche Rocklandschaft unternehmen will und dafür nicht für jede Richtung ein ganzes Album anhören möchte, dann führt kein Weg an THE STRIGGLES vorbei.?Abschließend ist zu sagen, dass sich insbesondere Freunde des guten Rocks jenseits des Mainstreams überlegen sollten, sich das Album zu kaufen, denn es gibt keine mir bekannte Band, die mit THE STRIGGLES vergleichbar wäre.

steirerkrone
The Striggles befeuern nun bereits zum zweiten Mal die Stereoanlage mit tonnenschwerem, intelligentem Gitarrenrock. Ihrer Großtat in Sachen raubeiniger Intelligenz “Expressionism” schickt das Quartett nun mit “Aloha” (Noise Appeal) ein zweites, nicht minder aufregendes Album nach. So formbewusst wie die Striggles lassen derzeit wenige Bands die Sau raus.?Das krachende “Aloha” schlendert zielgerecht zwischen Lärmattacken, Experimentalrock, brachial-sexy Rhythmen und sich stets bedrohlich gebenden Ruhepolen. Live ist diese Klang gewordene hochklassige Mixtur aus Übellaunigkeit und Lebenslust, Humor und bitterem Ernst morgen Samstag im Grazer Forum Stadtpark zu erleben.? (Kronenzeitung, 4.12.2009, Martin Gasser)

www.allschools.net
Zum zweiten Mal präsentieren THE STRIGGLES hypnotisierenden Riff-Wiederholungs-Rock. Das Grazer Quartett veröffentlicht nach dem im letzten Jahr erschienenen Debut “Expressioism” mit “Aloah” (nur als Vinyl 12 erhältlich!) eine neue Noise Rock Attacke, ohne jedoch wirklich Noise Rock zu sein. Denn auch ein wenig “Nickelbrillen”metal und der sogenannte “Hardcore-Blues” haben sich mit in das Konzept gemischt. Sowohl der Gesang als auch die instrumentale Ausrichtung lassen sich nicht in ein bestimmtes Schema pressen, neben den im Eingangssatz genanntem Trademark des disziplinierten Wiederholens von ein und demselben Riff bis hin zum gefühlten Kopfnirwana schunkeln THE STRIGGLES ihre Kiste zwischen schwungvoll, walzend und experimentell. Dabei sind THE STRIGGLES immer äußerst cool und routiniert, trotz aller Zurückgenommenheit kommt keine Langweil auf. Der staubtrockenen Produktion ist es zu verdanken, dass “Aloah” brachial kracht und somit dem auf dem Artwork angedeuteten Aufeinandertreffen des schwarzen Kaninchens mit der Fliege, die sich an der Blume labt, lässig entgegen geschaut werden kann. Clement (7/10)

www.pitfire.net
Lüpfiger Noise-Rock aus Österreich. Und zwar nicht irgendwie, sondern vollkommen verrückt. Hier werden die Extreme ausserordentlich stark ausgelotet. Von variabel über einfühlsam bis komplett nervtötend ist da alles vorhanden. Starker Tobak! Diese vier Herren aus Graz haben wirklich einen kleinen aber feinen Schaden. Hier wird die Repetition und der Lärm fast in Perfektion zelebriert. Jeder dieser acht Songs ist auf seine eigene Weise unglaublich konsequent und gegenüber den anderen Songs recht einzigartig. Der Grundaufbau ist hier jeweils schon fast der ganze Song, auch wenn die sich meist sehr interessant anfühlen. Man kann zum Beispiel kaum glauben zum Beispiel der unerträglich minimalistische Opener „Ease It“, der wie die St.Anger-Metallica im Doom-Wahn klingt und das jazzige, beinahe an Earth erinnernde, und durchaus feingliedrige „Life Is Pretty (Black)“ auf dem selben Album sind. Dann gibt’s da aber auch noch kaputter Noise mit Heliumstimme („Jack“), Krach („Up To Me“) und einen wirklich sehr guten Stoner-Blues-Track namens „Naiv“, am Schluss gar noch einen astreinen Drone Doom-Song. Dieses Album ist herausragend vielseitig und vor allem auch sperrig wie sonst fast nichts. Das aber auch auf sehr hohem Niveau. Der Band merkt man dann auch ihre Spielfreude und auch die instrumentale Qualität jederzeit an. Wer wieder mal gut zerstörte Musik, die richtig herausfordert, hören will, soll nicht zögern. „Aloha“ ist ein vollkommen gelungenes wenn auch sehr anstrengendes Album. Lasst euch da mal nicht vom Cover täuschen. Gibt’s auf 180 Gramm-Vinyl mit Downloadcode. (reto)

www.monochrom.at/cracked
Ka-Pang! And you are right in the middle of a fucking noise-rock hailstorm, banging with ferocious energy like somebody put a jackhammer to your head. Exactly the way it should be. Damn, yes, noise rock with a big N. Not fast, not slow, but heavy. It is probably another insider joke that the first track is called “ease it” and does the exact opposite. Who cares anyway? ?“Aloha” is the second album by The Striggles who have already been praised as a great noise rock band, rejuvenators of dirty rock’n’roll, adepts to Jesus Lizard and the whole AmRep-catalogue, ingenious advocators of originality in heavy rock, and what else. Some of that by me, I confess, but I am not ashamed of my fandom. But if you find a band that manages to do some very important things all at the same time, it is also important to feel the duty to call out in their praise. Things such as avoiding rock clichés from the everlasting rehashing of the same stupid riffs or verse / chorus / verse / chorus / bridge / chorus structure to the everlasting sexist clichés of muscle cars to tits on sticks. Yes, rock symbols from the skulls to the eightballs are cool, but they also easily fall into either kitsch or dumbness. Like a Lamborghini covered in Hello Kitty or a wheelchair with flame painting. Hm, I might think again about the wheelchair when the time comes, but you know what I mean. The Striggles avoid clichés and instead try to find something original. That is cool. ?Even when on “jack” the go into high pitched falsetto, which you might take as an ironic stab at heavy metal singing, a tribute to Led Zeppelin or pure rock’n’roll. I mean, I like the Eagles of Death Metal a lot. They are a great rock’n’roll band and very entertaining to watch. They pull off lines like “Shit, goddamn, I’m a man, I’m a man” with credibility and energy. The Striggles are different, though, in that they are not as easy to swallow as the Eagles. But don’t ever mistake either of them for a joke or a fun project. Better breathe in the energy, swallow and try to keep it down. ?Another thing is to keep up the energy level that noise rock should radiate at all times. I have a theory that good heavy guitar music (not metal!) comes from places that are regularly hit by cold weather. Therefore bands have to huddle in their rehearsal spaces and then turn up the amps in lack of proper heating to warm up the cellar or whatever space they are confined in. That is why grunge rock came from Seattle and noise rock from Chicago and the Butthole Surfers turned boring when Gibby Haynes moved to Los Angeles. (Drugs might have played a role in that, too, sure, but if you think that heavy drugs are not available in the countryside you are sadly mistaken.) And that is also why Austria has quite a fair share of great noise rock bands (do I have to mention Bulbul?) and The Striggles are amongst the top. ?The third thing is to keep the balance between standard tricks and new stuff. There is some crazy shit going on during “naiv” like very low bass frequency humming and weird slide guitar interruptions, and that is things you may want to pull off here and there. But a great noise rock record quickly returns to banging the listener on the head, and so “up to me”, the next song, is as close to Melt Banana as a male band from Austria might ever get to. (Nothing can beat the craziness of Japanese noise balls, but this is already very good.) Too much standard and the record turns dumb and foreseeable. Too much craziness and you’ll end up with a slab of endless noise and a freakshow in space frequency. The latter is probably the better to the first, but for noiserock is still rock, and rock needs to rock. Ask Jack Black, he’ll explain it to you in more detail. ?I admit, I mostly have no idea what they songs are about. I am able to discern a few lines here and there, but what do I make of “all those beauties / do their duties” (from “life is pretty (black)”)? That the songs seem to be about general discontent with the way things are going in individual lives as well as in society is a truism even I step away from, because what isn’t? If you have ever lived for weeks with the bad feeling in your gut that something bad is going to happen, something you cannot control but which will affect your live adversely in many ways, and that hung above your head like an eternal black cloud of black weather, then you’ll know the sentiment. So here is my advice: Open a beer or two, kick back and let the energy rip through you.

www.ecorder.at
Minimal-(Blues-)Rock, der sich an den ganz Großen orientiert und diese auch erreicht.?Mit “den ganz Großen” sind zwar nicht unbedingt AC/DC oder The Ramones gemeint, aber immerhin Queens Of The Stoneage, The Melvins, Ministry zu “Filth Pig”-Zeiten und die Mike-Patton-Band Tomahawk. Gleich beim Opener “Ease It” wummert der Gitarrensound mit einer Kraft aus den Boxen, dass es eine helle Freude ist – kein Wunder: Für den Sound ist wieder einmal Produzent Bernd Heinrauch verantwortlich, der auch schon mehrmals die Noise-Appeal-Labelkollegen Reflector betreut hat, die schon seit Jahren dafür bekannt sind, den Boden ordentlich zum wackeln zu bringen. Aber zurück zu den Songs von “Aloha”, dem Zweitwerk der Striggles. Seitdem sich die Queens nach “Rated R” immer mehr von ihrem hypnotisierenden Riff-Wiederholungs-Rock verabschiedet haben, hat einem eine Platte nicht mehr so umwerfend den Kopf verdreht. Das ist auf alle Fälle verdammt cool wie die Band aus Graz zwischen straight (“Ease It”, “Wait”, “Naiv”) und schleppend (“Dull & Lazy”, “Life Is Pretty (Black”) wechselt. Bei aller Betonung der Riffs, verdienen auch der abwechslungsreiche Gesang und das punktgenaue Drumming lobende Worte. Wäre da mit “Up To Me” nicht eine Noise-Rock-Attacke neben der Geräuschkulisse “Lord”, würde man fast prophezeien, dass die noch richtig groß werden.?Aber wer weiß … Erzählungen zu Folge haben auch die Melvins und Josh Homme in grauer Vorzeit nicht immer in ausverkauften Hallen gespielt.?4,5/5 (Franz Keiblinger)

megaphon november 2009 “Platte des Monats!”
Nach ihrem Debut-Album “Expressionism” legt das Grazer Quartett The Striggles rund um den Gitarristen Robert Lepenik (Melville, Fetish69) nun mit “Aloha” eine weitere knackige Rock-Exgese vor. Die Band atmet Blues ein, haucht ihn aber mit bösartigen Mundgeruch wieder aus und versteht es, harten Rock zu skelletieren, ohne sich in herkömmlichen Post-Rock-Mustern zu bewegen. Sie sind schwer und gleichzeitig agil, expermientell und gleichzeitig diszipliniert. Und so brachial sich ihr Hardcore-Blues auch mitunter offenbart, schlau und überlegt ist das Ganze, inklusive Reminiszenzen an die frühen Tage. Wer es zu schätzen weiss, wenn es deftig rockt, Rockmusik aber mitunter als zu banal empfindet, der sollte zu den Striggles greifen.

falter #44/2009
Das Cover zieren ein Häschen und eine Fliege, Kinder solten aber ihre Finger lassen von “Aloha” (Noise Appeal), dem heurigen Album der Grazer Band The Striggles. Das Quartett um Robert Lepenik setzt seinen 2008 mit “Expressionism” eingeschlagenen Weg konsequent fort und mischt Noiserock mit ausgeprägter Lust am Free-Rock-Experiment sowie einer mehr oder weniger liebevoll in Säure eingelegten Form von Blues.?Intensität, Druck und prächtige Stumpfheit wechseln sich ab mit vertrackten Passagen, abgründigem Humor und auch Leisetretern, wobei die Ruhe stets etwas Bedrohliches hat, selbst wenn der Lärmeinbruch dann doch nicht stattfindet. Musik für Buben, die immer schon von einer Kooperation zwichen Jesus Lizard und Captain Beefheart träumten.?Als Gastmusiker ist Lepenik auch auf “Pass” (Noise Appeal/Rock Is Hell) zu hören, dem neuen Album des ebenfalls steirischen Duos Reflector. Mit wuchtigem Schlagzeugspiel und einer weniger kreischenden, vielmehr brummenden unnd dröhnenden Gitarre fabriziert man vornehmlich instrumental gehaltenen Nickelbrillenmetal ohne strenges Stildiktat.?Dramaturgisch geschickt aufgebaut, gehen Disziplin und Räudigkeit Hand in Hand, und ein eineinhalbminütiges Metalpunkbrett steht problemlos neben dem langen Songfluss der natürlich nie ein ruhiger, sondern stets ein von Wirbeln durchsetzter ist. Musik für Kurzhaarmetaller, deren Luftgitarren extratief hängen. ?(Gerhard Stöger)