The Striggles / Reflector – Split / noise20

The Striggles / Reflector – Split / noise20

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FORMAT
split 7″

STATUS
available

RUNNINGTIME
11 min. 15 sec.

TRACKLIST
A // REFLECTOR
01 sorry
B // THE STRIGGLES
02 disillusion

PRESSING INFORMATION
320 made
handfolded artwork
in cooperation with interstellar records and rock is hell records

RELEASE DATE
16.12. 2009

rokkos adventures
Sehr stilvoll designte Single mit zwei der allertoppsten Auswüchse österreichischer Noise Rock-Verschweinung, die sich gegenseitig covern. Und das fett. FETT. F.E.T.T. Das Striggles-Outro als Abschluss alleine ist schon ein echter Killah …

freistil. magazin.
Das anfängliche „Ease it“ klingt wie ein böser Scherz, nach der völlig vergeblichen Selbstbeschwörung eines Amokläufers. Die neue Platte der formidablen Rockband The Striggles springt die Hörerin aus dem Lautsprecher entgegen, als handelte es sich um eine Horde ausgehungerter wilder Tiere auf der Suche nach Beute. Zum zweiten Mal liefern die Striggles den zornigen Soundtrack zum Versuch, dem falschen Leben ein paar Momente Richtigkeit beizubringen – und sei‘s mit der Peitsche. Schmutziger, sinnlicher, formbewusster als diese vier Grazer Radaubrüder gibt es derzeit niemanden in Österreich: Katharsis ohne Kitsch, ein dreiviereltstündiges Bedrohungsszenario, ein sardonisch-intelligentes Album, nicht ohne Sex. Aloa!! Verschiebt sich das Klangspektrum ein wenig nach unten, wird es tragischer und nerdig-verschrobener, dann landet man bei Reflector. Die bratzen auf ihrem neuen Album „pass“ geradliniger, aber deutlich düsterer als die Kollegen von den Striggles. In zwölf Jahren hat sich das Grazer Duo einen dunklen Sound erarbeitet, der seinesgleichen sucht. Langsame Gitarrenkaskaden und ein mächtiges Schlagzeug formen sich zu einer Musik, die mir – im Vergleich zu den Striggles – zwar immer ein wenig zu existenzialistisch vorkommt (ein Grundproblem der härteren Noise- und aller anverwandten Rockschulen), aber immer noch sehr überzeugend ist. Live stellen Reflector diese persönliche Hierarchie übrigens nachhaltig auf den Kopf, da spielen sie die Striggles glatt an die Wand. Die zwei befreundeten Bands (da haben sich die Richtigen gefunden!) haben obendrein für eine Split-Single kollaboriert. Im Klasse-Artwork, für das Reflector-Gitarrist Andreas Heller verantworlich zeichet, steckt rumpelnder, ruckelnder Hart-Rock mit Low-Fi-Ambitionen für Feinspitze. Die Formationen coverten sich darauf gegenseitig, was in beiden Fällen ausgezeichnet gelungen ist. Wie beide Alben wurde übrigens auch die Single von Bernd Heinrauch produziert. bertl