noise77, CD
noise78, LP

STATUS
available

RUNNINGTIME LP
37 min. 14 sec.

TRACKLIST LP
A1 Turning
A2 Grim Reaper
A3 Islands II
B1 Leave The Rave
B2 Down The Drain
B3 If You Go Away

PRESSING INFORMATION
300 copies
180g, printed inlay
DL code, silkscreened cover
in cooperation with Rock Is Hell

RUNNINGTIME CD
43 min. 58 sec.

TRACKLIST CD
01 Turning
02 Grim Reaper
03 Islands II
04 Bar
05 Leave The Rave
06 Down The Drain
07 If You Go Away

PRESSING INFORMATION
500 copies, digipak

RELEASE DATE
05.04. 2019

Rock Hard Juni 2019

Sollte es im Jenseits Plattenläden geben, dürfte der im Herbst 2017 verstorbene Guido Lucas regelmäßig danach fragen, was es Neues aus Wien gibt. Das dort ansässige Label Noise Appeal schreibt die musikalische Seele von Lucas’ legendärer Firma bluNoise Records am besten weiter. Dieses Jahr mit dem neuen Album von Reflector. Die haben auch schon 22 Jahre Bandgeschichte auf dem Buckel und bereits Noiserock gespielt, als selbst dessen Liebhaber noch guten Gewissens CDs gekauft haben. Das Riff ihres Openers “Turning” hat Klassikerpotenzial. In einer gerechten Welt findet es sich bald in einer Liste der besten Riffs der 2010er Jahre bei “Loudwire” wieder. Den anderen herausragenden Song findet man am Ende der siebenteiligen Reise. Auf einmal singt der neue Frontmann und Bassist Bartin Plass so knusprig und klar wie ein junger David Bowie. Im Kopfkino beim Hören erleben wir, wie der Weltstar Ende der Achtziger, noch vor der Wiedervereinigung, gemeinsam mit den Männern von Neurosis durch die Nachtschatten eines brüchigen Westberlin streift. Dazwischen: Wucht und Kargheit, Tempo und Verlangsamung, so soghaft wie minimalistisch spröde. (Oliver Uschmann, 8)

Ox Fanzine 144

Aus zwei mach drei. So einfach ändert man ein Band-gefüge. Dachten sich vielleicht auch die zwei Grazer Musiker und Bandgründer Andreas Heller und David Reumüller. Denn für ihr sechstes Album (neben diversen Singles) haben sie sich Verstärkung in Form von Martin Plass (THE STRIGGLES) geholt. Der bedient nicht nur den Bass, sondern singt nun auch – und das bei einer Band, die eigentlich seit ihrer Gründung 1997 auf Instrumentals gesetzt hat. Dieser Schritt macht die Musik auf der einen Seite wesentlich interessanter, weil eingängiger. Auf der anderen Seite aber auch etwas konservativer, weil vorhersehbarer. Denn der vielgelobte Vorgänger „The Heritage“ war ein Brocken aus zwei jeweils viertelstündigen Tracks. Auf „Turn“ gibt es hingegen sieben „wirkliche“ Songs, darunter die Coverversion „If you go away“ von Jacques Brel als Schlusslicht (unter anderem schon von Frank Sinatra gecovert). Dieses entpuppt sich als kleines Highlight, weil es wie eine extra düstere Mischung aus KILLING JOKE und David Bowie klingt. Ansonsten dominiert noisiger und schleppender Sludge-Rock mit teils unkonventionellen Songstrukturen und kleinen Lichtblicken („Leave the rain“). „Turn“ ist deutlich eingängiger und leichter zu konsumieren, was Puristen und frühere Fans irritieren wird, der Band aber eine neue Identität gibt. Das Album ist als Digipak, Download und als 180-g-Vinyl mit Siebdruck-Cover erhältlich. (Arndt Aldenhoven, 7/10)

ramzine.co.uk

Andreas Heller and David Reumüller played as a duo called Reflector for over twenty years and released four albums in that time. Recently however, Martin Plass a talented singer and bassist for a band known as the Striggles, joined them. That was a sort of Bon Jovi style band and Plass has combined his melodic experiences with the heaviness of the established duo to great effect on the new release called simply, Turn.
Opener ‘Turning’ is one of the shortest of the seven tracks, at just shy of five and a half minutes and sets the stall out with heavy Sabbath riffing. Slow build leads to vocals over complex drumming and simple bass, resulting in a song that could have been on the Sab’s debut… if Ozzy sang in a lower, more spoken style. ‘Grim Reaper’ has a great drum led start that draws you in with its simplicity before the main Sabbathy riff hits. When it speeds up it stays heavy and yet more melodic. The solo eventually arrives with sustain and tremolo but doesn’t last long enough to add a variation that would have lifted this one. ‘Leave The Rave’ continues the barrage of ponderous riffs but interspersed with some simple and yet effective heavy drum work. It evolves into a Golden Earring playing Sabbath in my head, especially at the bridge where flavours of Moontan come to mind, which is a compliment. ‘If You Go Away’ closes the album with more of the same slow build, but this time the heavy riffing develops into a ballad but with the serious weight not letting up as the band slug it out behind the lyricism.
There isn’t a bad song here, but with the lack of variation makes it, literally, heavy going to listen in one sitting. In saying that if you like heavy heaviness, you will like this. (Tom Dixon, 4/5)

Der Hörspiegel

Anleihen von Sludge, Gazer, Noise und weiteren Rockspielarten sind auf dieser Scheibe der 1997 gegründeten in Österreich beheimateten Band zu erlauschen. Die neue CD beinhaltet sieben Songs. Der letzte in der Reihe stellt dabei eine Coverversion dar, der Rest stammt aus eigener Feder.
Mit dieser Scheibe setzt die Band ein deutliches Lebenszeichen und zeigt, wie es in der heutigen Zeit klingen kann, wenn man sich nicht einem Massentauglichkeitszwang unterwirft. Dabei hilft es, dass aus dem vormaligen Duo inzwischen ein Trio geworden ist.
Musik für Menschen, die im Rock und Metal Sektor gern mal über den Tellerrand hinaus lauschen. (Michael Brinkschulte, 7/10)

uglypunk.de

Seit über zwanzig Jahren aktiv und schon mehrere Alben auf dem Buckel hat die Grazer Band, die jahrelang als Duo unterwegs war. Nun hat man aufgestockt und einen Bassisten mit an Bord, der die Band zum Trio anwachsen lässt. Das neue Album, dieser mir bisher unbekannten Band, beinhaltet lediglich sieben Songs bei einer Spieldauer von fast 45 Minuten.
Wenn man dann die ersten Töne vernimmt, weiß man auch schnell, warum die Songs so lange sind. Die Band geht etwas tiefer gestimmt und vom Tempo her mehr als gemächlich zur Sache. Dennoch kommt der Sound wuchtig daher. Aber eben auch sehr schleppend, so dass man schon ein wenig Geduld mitbringen muss. Gesang ist im Gegensatz zu den musikalischen Längen aber relativ spärlich, aber dennoch vorhanden. In diesen Passagen wird auch das Tempo etwas angezogen, aber der Rest drum herum ist für meinen Geschmack stellenweise doch ziemlich zäh geraten. Vor allem da die schleppenden Passagen doch ziemlich eintönig geraten sind.
Also mehr als ein bis zwei Songs am Stück kann ich mir von dem Sludge-Rock mit düsteren Metal- und Noise-Elementen, wie es im Promo heißt, nicht wirklich anhören, sonst schlafen mir die Füße ein. Ist halt echt ne´ zähe Angelegenheit und für Leute, die sich in solchen Instrumentalphasen verlieren können. (Mirko)

Cute & Dangerous To Go Berlin 5/2019

„Was für ein Krach“ sagten die Konservativen 1970 als das Debüt von BLACK SABBATH er-schien und genauso verhält es sich auch mit dem neuen Album von REFLECTOR. Krach und Ozzy hätte seine Freude an dieser Forma-tion, die genauso dunkel, beeindruckend und fordernd ihre Basslines spielt, das Schlagzeug einschmettert und vor allem auch Sänger Mar-tin Plass gibt dem Ganzen noch die besondere Note. Wenn man dem Auflösen der Altrocker nachtrauert, so wäre es an der Zeit hier mal nach Österreich zu schauen und sich den frischen Sound der REFLECTOR`s zu holen. Nichts in der Musikwelt ist zurzeit treffender in der Bauchgegend und hält an alten Rockge-setzen fest, als REFLECTOR. (6/7)

Freistil #84

Wie Manna vom Himmel usw. usf., Teil zwei. Nach gerade ein-mal zwanzig Jahren als Duo haben sich Andreas Haller & David Reu -müller einen Legionär geleistet, namentlich Martin Plass, leihwei-se engagiert von The Striggles. Als beim Reflector-Triodebüt vori-gen Sommer im Grazer Forum Stadtpark Rufe der Unzufrieden -heit nach „härter, lauter, langsa-mer!“ formuliert wurden, kam nach Jahren der Unbeirrbarkeit wieder eine Ahnung von Irritation auf. Das hatte womöglich auch damit zu tun, dass plötzlich Texte ins Banduniversum Einzug halten. Zeilen wie (ins Deutsche übertra-gen): „Es gibt keine Relation mehr / Oder ich sehe sie nicht / Ich hab den Sinn dafür verloren / Ich hab den Sinn verloren“ sprechen von deren literarischer Qualität. Hallers gnadenlose, in der oftmaligen Wie -derholung eine dunkle Schönheit offenbarende Riffs von Tiefsee -qualität in Kombination mit Reu -müllers kontinuierlichem Schlag in die Magengrube, also ebenfalls weit unter die Oberfläche, war schon bislang schwer zu übertref-fen. Wir lernten daraus: Der Mus -kel macht die Musik. Das freundli-che Monster hat nun aber dank Plass am Bass und an der okta-venreichen Stimme eine neue, eine dritte Dimension erschlossen. Noch körperlicher, noch plasti-scher, noch massiver. Stone henge sozusagen. Wieder, wie schon da oben bei The Striggles, taucht hier eine island auf; das war zugleich Titel einer frühen Reflector-Split-LP mit Bug aus Innsbruck, darum heißt es hier auch island II. Schon live fiel der unerwartete Einsatz einer Coverversion auf, damals in einer sehr dehnbaren Version von Steve le Postla aus dem Hause Bulbul. Hier, am Ende dieser un -fassbar grandiosen neuen Reflec -torplatte, steht wieder ein Cover, aber wer käme darauf: If you go away, einer der am häufigsten ge -coverten Songs der Musikge -schichte überhaupt, im französi-schen Original Ne me quitte pas des belgischen Chansonniers Jacques Brel – von Reflector in Fußballstadionrockausmaßen ze -lebriert. Sturm Graz! (felix)

www.musiczine.net

De uit Oostenrijk afkomstige doom/sludgeband Reflector werd opgericht in 1997. Het duo Andreas Heller en David Ruemüller stonden de laatste jaren, volgens het bijgevoegde nieuwsbericht, een beetje met de rug tegen de muur tot ze vrij onverwacht Martin Plass, de getalenteerde zanger en bassist van de Striggles, tegenkwamen. In april kwam de nieuwe schijf op de markt en wij gaven het kleinood enkele straffe luisterbeurten. Opvallend: Martin Plass zijn inbreng zorgt voor een nieuwe wind bij Reflector, dat zijn nieuwe adem heeft gevonden. Wat 7 jaar na hun laatste schijf ’15’ resulteert in een gloednieuw album: ‘Turn’.
De puur instrumentale magie die dit duo zo uniek maakt binnen het typische doom/sludge blijft overeind. Maar de stem van Martin – met momenten doet hij denken aan Ozzy Osbourne – blijkt dus een enorme meerwaarde in het geheel te zijn. Die donkere doomatmosfeer, die je bedwelmt en ademloos achterlaat in de donkerste hoek van de kamer, komen we al tegen op instrumentale parels als “Turning” en “Grim Reaper”. En dan al voel je nog meer rillingen over je rug lopen als Martin zijn stem in de strijd gooit en alle registers daardoor nog meer worden opengetrokken. Dat blijkt uit songs als “Bar”, een quasi instrumentaal pareltje boordevol kippenvelmomenten die de doomliefhebber een oorgasme bezorgt. Waarna Martin zijn heel gevarieerde stembereik in de strijd gooit en ons telkens met verstomming doet achterblijven. Meermaals krijgen we een krop in de keel, sluiten de ogen en laten ons gewillig meedrijven. Als Martin zijn strot openzet, voelt dat aan als klauwen die je de adem ontnemen, waardoor je niet in slaap wordt gewiegd, maar eerder langzaam wordt platgeknepen. Tot alle de lucht uit je longen is verdwenen.
Enerzijds slaat de band je zowel instrumentaal als vocaal compleet murw. Anderzijds bedwelmt die kruisbestuiving, binnen een intensieve en zelfs rustgevende omkadering, je eerder. Razernij en woede zijn dan ook perfect verbonden met intimiteit die een gemoedsrust over jou doet neerdalen. Waardoor je je bij ‘Turn’ geen moment zult vervelen als sludge/doomliefhebber. Het was lang wachten voor de fans op een nieuw werk van Reflector, maar het is dat wachten meer dan waard geweest. De inbreng van Martin doet bovendien niet alleen een nieuwe wind waaien doorheen Reflector. Anno 2019 hoor je daardoor een frisse tot nieuwe sound tevoorschijn komen, met respect voor het verleden. De toekomst van Reflector ziet er dankzij deze gevarieerde, emotioneel heel intensieve, klasse plaat dan ook zeer rooskleurig uit. Of eerder zwart en donker en weemoedig, zoals het hoort bij doom en sludge. (9)

www.bleeding4metal.de

Schleppende Schritte; schwerer, verhaltener Atem. Ausholen – Brachialgewalt, das Herz sackt eine Etage tiefer. Ist der Puls überhaupt noch zu fühlen? “Turn”, das sechste Album der Österreicher REFLECTOR, lässt mit bis in den Keller tiefgestimmten Saiten und ordentlich Groove in der Magengrube die Sludge-Doom-Noise-Rocker dieser Welt frohlocken. Seit etwa 20 Jahren walzen sich Gitarrist Andreas Heller und Drummer David Reumüller durch überwiegend instrumentale Soundlandschaften, mittlerweile eine Größe in ihrem Sach- und Fachgebiet und jüngst verstärkt durch den Bassisten und Vokalisten Martin Plass.
Unter dem Anstrich von US-Südstaaten-Sludge gepaart mit leichtem Noise-Punk glimmen dunkel die Metallerseelen aus den experimentierfreudigen Tracks. Mal schlurfen wir schwerfällig durch den Staub (‘Leave The Rave’), mal tritt uns die urgewaltige Brutalität dieser Welt direkt in die Fresse (‘Bar’), mal klirren uns bei übersteuerten Kakophonien die Trommelfelle (‘If You Go Away’). Dazu immer wieder eher ziemlich true als doomig konnotierte Vocals – “Turn” ist viel, aber keine Unterhaltungsmucke. Eingefleischte Kenner werden ihre Freude haben. (Zephir, 7,5/10)

www.metal-temple.com

Trends in Metal subgenres are a great problem. The main reason is that you have a proportion of 15-20% of excellent and good bands, 15-20% that don’t deserve to be mentioned as they aren’t in a good musical level, and 60-70% that are in the mean value, and this is the reason that leads the fans to look for other Metal subgenres for something fresh and different. In the actual moment, one of these trends in on Doom Metal and Stoner Metal subgenres. The exhaustion is evident, and day by day, the genre is becoming weaker. The Austrian trio REFLECTOR is one of those good names that are above the norm, and “Turn” shows a good musical work.
They use the slow tempos and climatic ambiance of Doom Metal mixed with the greasy and nasty approach of Sludge Metal, creating something that is oppressive and aggressive, but done with charming melodies. The musical technique is not in a high level, what make their melodies more accessible to Metal fans that don’t play a musical instrument. And their music is a fine mix between BLACK SABBATH climatic moments with the abrasive tunes of Sludge Metal. Yes, it’s a good form of music, although it’s nothing new at all. The sound quality of the album is something that is harsh and crude, but with the idea that the fans must understand what is being played. The organic feeling comes from the instrumental tunes that were chosen, but the mixing and mastering gave them a very good level of sound definition. It’s a good work of the producer Bernd Heinrauch.
If the listener is into Doom Metal, songs as the funereal and nasty “Turning” (very good raw melodies and guitar riffs), the bitter energy of “Grim Reaper” (the vocals could be better, but aren’t so bad when you become used to them), the somber slow tempos of “Leave the Rave” (where bass guitar and drums are keeping the rhythm abrasive and slow), and the somber and introspective “If You Go Away” are the ones that you must listen, although all songs are good. Slow and bitter, “Turn” will seduce Doom Metal fans easily. (Garcia, Originality: 6 Songwriting: 8 Memorability: 7 Production: 8)

musikreviews.de

Als Institution von Österreichs überschaubarer Rockszene halten REFLECTOR seit sage und schreibe 22 Jahren durch, ohne über den internationalen Underground hinaus höhere Wellen geschlagen zu haben – ein beachtenswert langer Atem für eine Nischenband und zugleich idealerweise der Garant schlechthin für Musik, in der mit jedem Ton ein umfangreicher Erfahrungsschatz zur Geltung kommt.
Dies geschieht auf dem fünften Album (neben zahlreichen Kleinformaten) der Grazer tatsächlich. Bis zu einem gewissen Grad wirken REFLECTOR wie aus der Zeit gefallen, da ihr Stil überdeutlich an der Hochphase des Noise Rock orientiert ist, für den man heute auch gern mit der Vokabel “Sludge” um sich wirft; die wirklichen Unterschiede zwischen beiden Begriffen sind marginaler Art – in gleicher Weise, wie sich das Trio nur geringfügig von anderen Vertretern seiner Zunft unterscheidet.
Kapital schlägt es aber wie gesagt aus seiner in jahrelanger Schweißarbeit erlangten Versiertheit. Die Band hat sich bei aller Liebe zur Tradition des fetten Riffs eine frische und Unberechenbarkeit bewahrt, mit der sich nur wenige verwandte brüsten dürfen. So halten sich versiertes Songwriting in geordneten Bahnen und verhältnismäßig wagemutige “Ausreißer” auf “Turn” die Waage. Liedhaft im herkömmlichen Sinn wird es stets, wenn Bassist Martin Plass seine warme Stimme erklingen lässt, wo die Gruppe ansonsten überwiegend rein instrumental vorgeht; im Gegensatz zu dieser Gangart (demonstriert im Opener oder während der ein wenig an Seamount erinnernden Doom-Großtat ‘Down the Drain’) stehen ausufernde Momente wie die jeweils über sieben Minuten veranschlagenden Tracks ‘Leave the Reave’ und ‘Grim Reaper’.
Das kleine Wunder dabei? REFLECTOR wahren ein einheitliches Gesamtbild. Ihre Kompositionen sind zwar beileibe keine Hits, bergen aber eine gewisse Tiefe, die man eben nicht von den vielen Jungspunden dort draußen geboten bekommt, sondern nur von jung gebliebenen alten Hasen. Bonus-Geilheit: die Neuinterpretation von ‘If You Go Away’, im Original von Jacques Brel und bekannt geworden durch u.a. Frank Sinatra.
FAZIT: Substanzieller Riff-Rock, der wie aus der Zeit gefallen erscheint und momentan vielleicht gerade deshalb umso origineller anmutet. (Andreas Schiffmann, 10/15)

Slam-Zine #103

Nicht nur seit einer gefühlten Ewigkeit walzen sich die Österreicher Reflector durch das harte Musikgeschäft, die 1997 gegründete Band hat einiges an Erfahrung auf dem Kasten – und das merkt man dem neuen Langmonster “Turn” auch an. Sieben Songs mit doch in Summe knappen 44 Minuten Spielzeit lang baut das Neo-Trio eine beängstigende Soundwand nach der anderen auf, festzementiert in einem Fundament aus Sludge, Noiserock und düsteren Metal-Elementen mit Hang zum Doom. Dass das alles voller und intensiver klingt liegt natürlich auch an Martin Plass, der mit Stimme und Bass zu den bisher als Duo laufenden Reflector gestoßen ist – der dritte Mann macht halt nicht nur im Film was her. An der alten Experimentierfreude hat das aber selbstverständlich nichts geändert, genauso wenig wie am Blick für Details, und es sind diese mal mehr, mal weniger versteckten Kleinigkeiten, die verhindern, dass die sich wiederholenden Rhythmen über das beabsichtigte repetitive Maß hinausgehen. Wer auf dunkle, dynamische und harte Klangwände steht, macht bei Reflector und “Turn” also, wieder einmal, nicht falsch. (Bernhard Kleinbruckner, 7,5)

Steirerkrone, 12.4. 2019

Quasi am anderen Ende des musikalischen Spektrums ist die Grazer Combo “Reflector” zu Hause: Es sind gewaltige Klangwände, die Andreas Heller und David Reumüller seit 1997 gemeinsam aufstellen. Mit “Turn” beginnt nun ein neues Kapitel der Metal-Avantgardisten, denn mit Neuzugang Martin Plass (Bass und Gesang) ist man zum Trio angewachsen. Was dabei rauskommt, sind Songs, die im Vergleich zu Vorgängeralben nichts von ihrer Massivität verloren haben, aber im Sound etwas diffiziler geworden sind.

www.skruttmagazine.se

Quite a slow chewing introduction on the album gives me hopes for the continuation and I like their chewing sound. They have a bit quieter parties to let us rest sometimes … It continues in the slow way and sometimes one wonders if the next chord will be able to cope with the next crest but it does and you almost feel exhausted after the record but in a pleasant way. This is nothing for the unexplored listener of music because it is no hit music, skatepunk or a disco music but this is chewing hard music that maybe not everyone can take to their heart. Distorted sometimes to go down to a beautiful doomsday music etc. I like it and I think you should give it the chance also if you like old groups like Loop, Black Sabbath and Motorpsycho.

luserlounge.blogspot.com

Wenn Ihr nicht offen für Metal und Ähnliches seid, dann braucht Ihr an dieser Stelle nicht weiterlesen. Wenn doch: Reflector aus Graz hauen am 05.04. ihr neues Album Turn raus und setzen ihre mehr als 20-jährige Bandhistorie gebührend fort. Vorwiegend instrumental, hauptsächlich brachial und außer der Coverversion von If You Go Away kein Track unter 5 Minuten – zur Kanalisierung versteckter Aggressionen genau das Richtige.

Waste Of Mind

Reflector aus Graz blicken schon auf sechs Alben und diverse Singles zurück, Platte Nummer 7 – schlicht „Turn“ benannt – ist trotzdem eine Art Neuanfang. Aus dem ursprünglichen Duo Andreas Heller und David Reumüller ist ein Trio geworden – Neuzugang Martin Plass, manch einem vielleicht als Sänger der Striggles bekannt, ergänzt die Band. Musikalisch bleibt man aber den einst eingeschlagenen und alles andere als leicht verdaulichen Klängen treu: Noise, Sludge, Metal bestimmen die insgesamt sieben Songs.
Von eingängigen Passagen will man wenig wissen, von langsam mäandernden instrumentalen Soundwelten umso mehr. Man lässt sich eben Zeit – da kann ein Song gerne mal vier Minuten laufen, bevor dann auch das Mikro für den Gesang angeht. Eigenwillig, düster und vor allem in den schweren und etwas schnelleren Momenten aber auch durchaus mächtig. (Tito)

rocktimes.de

Reflector aus Graz scheinen das Licht so gut zu reflektieren, dass ich sie nicht gesehen habe. Dabei sollen sie in Österreich Legendenstatus haben und auch Wikipedia.de kennt sie …
Seit seiner Gründung 1997 als Duo (Andreas Heller und David Reumüller) haben die beiden einige Tonträger veröffentlicht. Neben mehrfacher Beteilung an Splits (vorwiegend auf Vinyl) und EPs gibt es auch Alben: “Reflector” (2000), “Phantoms” (2006), “Pass” (2009) und “The Heritage” (2012).
Danach war es erst einmal ruhig und es kam zu einer Veränderung: Martin Plass (manchen bekannt von The Striggles) stieß zu ihnen. Doch zum nächsten musikalischen Lebenszeichen sollte es noch dauern … bis 2019. Als Trio wurde nun “Turn” eingespielt. Mag sein, dass sich der Titel auf diese ‘Wende’ bezieht – oder doch nur einfach auf die Eieruhr, die das Skelett auf dem Cover in der Hand hält – oder beides … wichtig ist die Musik, die darin steckt.
Ganz grob lässt sich “Turn” in die Sludge-Ecke packen, doch da stecken noch mehr Einflüsse drin. Es ist noisig, aber nicht zu extrem, gleichzeitig rockig – und meistens instrumental. Ich finde es ganz angenehm, dass nicht völlig auf eine Stimme verzichtet wird, diese lockert das Songmaterial auf.
Wobei die kantigen Riffs dominieren, diese sind brachial gespielt, jedoch nicht so ‘matschig’ wie der Begriff Sludge assoziieren lässt, sondern recht sauber. Also nicht knietief im Dreck oder Staub versunken, sondern eher etwas distanzierter, was der Sache etwas Modernes, fast schon maschinell Erscheinendes verleiht. Das wird verstärkt durch eine gewisse (beabsichtigte) Monotonie und leichte Kälte im Klang, anders als bei einigen Sludgern, bei denen der Sound sumpfig-warm wirkt. Dies ist die noisige Seite von Reflector, die sich damit von Doomern, die in düsteren Riffs baden oder vom Wüstengefühl vieler Stoner-Bands unterscheiden, obwohl diese Elemente irgendwie auch vorkommen. Aber auf eigene Weise …
Nicht abgrundtief, dennoch gnadenlos walzt “Turn” aus den Boxen, eine unaufhaltsame, präzise ausgerichtete Maschine. Diese ist mit einer Legierung versehen, die zwar vorwiegend aus Metal(l) besteht, doch auch Hardcore, Noise und Rock beinhaltet. Das Endprodukt ist hart und massiv, jedoch auf gewisse Weise auch flexibel, passt sich verschiedenen Strukturen an. “Turn” ist brutal, wenn gewünscht, dann wieder industriell-mechanisch arbeitend mit sich wiederholenden Klangbildern. Wenn die Stimme einsetzt, dann scheint der Maschinist in das Werk einzugreifen.
Dieser offenbart gegen Ende unerwartete Vorlieben. Der letzte Track ist nämlich eine finstere Coverversion von “If You Go Away”, das beispielsweise schon von Dusty Springfield, Frank Sinatra oder Neil Diamond aufgenommen wurde. Im Original handelt es sich um ein Chanson von 1959 des Belgiers Jacques Brel mit dem Titel “Ne me quitte pas”. Rod McKuen übersetzte den Song ins Englische. Das ist nicht unbedingt ein Lied, das auf einer Metal- oder Sludge-Scheibe zu erwarten wäre – was Reflector daraus machen, finde ich aber gut gelungen und gibt “Turn” einen interessanten Schluss-Akzent. (Andrea Groh)

schafe-schuesse.de

Die Geschichte der Österreichischen Band Reflector geht bis ins Jahr 1.997 zurück als Andreas Heller (git, voc.) und David Reumüller (dr., voc.) ihre heutige (von der Band selbst) im Sludge-Rock verortete Band als Duo gründeten. Mittlerweile hat man mit Martin Plass (b., voc.; *u. a. The Striggles) die mittlerweile zum Trio angewachsene-, im Nachbarland Österreich angestammte Band komplettiert. Man kann dieser Band schon allein für deren Durchhaltevermögen just den Grundrespekt zollen, den sie einfach verdient haben.
Ich für meinen Teil hatte mittels des vorliegenden neuen Albums “Turn” auch einiges an Wissens-/Kennerlücken zu schließen und war im Vorfeld schon des cool-schlichten Coverartworks wegen gespannt welche Art Mucke mich (fernab von Selbst-/Labelbeschreibungen) erwarten würde? Schon der Opener “Tuning” (Track 1), der Doom-Sludge-ig angenehm tiefgetönt im ersten Gang anfährt, um zum vollmundigen “Turn” auszuholen, hat etwas für sich. Gesanglich kommt es anders als erwartet. Stellt Euch vor man kreuzt ‘ne Doom zugeneigte Band mit einer eher ruhiger ausgelegten (Grunge) Rock Band. Das Ganze klingt im Erstdurchlauf bereits angenehm anders. Bereits mit “Grim Reaper” (Track 2) kommt der längste Albumtrack zum Zuge, der die Doom-igen Weiten ausweitet. Ob der Songtitel hier eine Hommage an die gleichnamige Heavy Metal Band ist, kann nur gemutmaßt werden. Musikalisch zeigen Reflector sich hier allerdings deutlich facettenbreiter und haben auch Noise/Grunge Elemente mit einfließen lassen, die stellenweise sogar eine Art Groove-Drive zulassen. Freunde des Old Schooligen Doom Death Metalsounds (abgesehen vom Gesang!) werden hier über weite Strecken ihre Hörfreude haben. Diese Art Sound kann man nicht erklären, wenn man ihn nie vorher vernommen hat, obwohl das Stück noch vor der 5:00 Minutenmarke in stoisch-ruhevolle Verheißung(en) verfällt und auf den letzten Metern zurück zu kontraststarken Doom Riffs kehrt. Diese Art Doom Rock hat wirklich einen gewissen Reiz für sich, den man jedoch bislang noch nicht an etwas Bestimmten abmachen kann. Die experimentellen Charakterseiten haben dabei ihren unabdingbaren Anteile, die mit “Islands II” (Track 3; Anspieltip I) noch etwas vertieft werden und sich erst kurz vor Songmitte aufraffen, um in einen “herkömmlich-greifbaren” Songarrangement zu münden. Erneut denke ich an diverse, unbekannte Grunge Rock Bands zurück, die vor allem in den Läufen der ’90er Jahre meine Wege säumten und kreuzten. So einen kleinen Old School Funken von Alice In Chains meine ich dabei auch ausmachen zu können.
Strukturell haben die Schweizer Wahlösterreicher sich etwas dabei gedacht, so viel scheint klar. Irgendwo in der Zeitlupenbewegung zwischen Up und Down kann man die eher konzentrierte-, aber mit voller Bodenhaftung fahrende Mucke platziert sehen. “Bar” (Track 4) fließt dann auch eher stoisch wirkend rein instrumental dahin, was erst nach hinten raus mehr Auflockerung/Spannungsaufbau erfährt. Deshalb trotzdem nicht schlecht ist, nur eben etwas anders (was ich völlig wertungsneutral meine). Diese Art Zwischenbrücke auf diesem “Turn” durch gefühlte Karglandschaften mit leichten Endzeittouch führt zu “Leave The Rave” (Track 5; Anspieltip II) bei dem nach der mittlerweile fast gewohnten Doomwalze auf den ersten Metern tatsächlich ein starker Rocksong wartet, um Euch abzuholen. Die Einflüsse diverser ’70er Jahre Rockgrößen schimmert dabei vor allem gesanglich durch. Vor allem die Tieftönerschlagseiten (bzw. -saiten) ziehen sich durch dieses Album, was nicht nur enorm viel Raum einnimmt, sondern gleichbedeutend mit dem Kernsound von Reflector in Sachen (Sound-)Wahrnehmung sein Existenzfundament findet. Insgesamt sitze ich noch immer ein wenig zwischen den Stühlen, die den fiktiven Raum zwischen “ja, hat echt was” und “hm, ich weiß nicht so recht…” teilen wie Moses das Meer. Led Zeppelin trifft auf Black Sabbath/Ozzy… “Down The Drain” (Track 6) und erinnert stellenweise manchmal leicht an die Jungs von Deville, trotz der teils eingestreuten Spiritual Elemente, die vor allem nach hinten raus mehr Gewicht bekommen und dank der loop-/mantraartigen Instrumentalparts wie aus einem Guß einen weiteren farblichen Neuanstrich mitbringen. Mit der Coverversion “If You Go Away” (Track 7; Anspieltip III) setzen Reflector noch einmal eine Bowie (gesanglich) beeinflusste Visitenkarte in die über weite Strecken stark düstere Landschaft. Die vielen musikalischen Größen, die sich im Laufe der Jahrzehnte ebenfalls an diesem Song “vercovert” haben, liest sich trügerisch, da das Original auf den Belgier Jaques Breil (*”Ne Me Quitte Pas”) und den englischen Lyrics von Rod McKuen und das Jahr 1.959, bzw. 1.966 zurückgeht. Ob Marlene Dietrich, Dusty Springfield, Frank Sinatra (R.I.P.), Neil Diamond, Ray Charles (R.I.P.), Cindy Lauper, Madonna, Barbara Streisand oder viele der anderen Musiker aus der doch enorm lange Liste derer, die dieses Lied gecovert haben, stechen Reflector mit ihrer Bowie Einfärbung stark hervor, zumal David Bowie (R.I.P.) selbst diesen Song meines Wissens nach nicht coverte. ‘N verdammt starker Albumabgang mit ‘nem gewichtigen Schlusspunkt. Chapeau!

underdog-fanzine.de

REFLECTOR adaptieren etwas Noise und viel Doomrock in einem dunklen Klangwald, aus dem ab und an das Groovemonster herauslugt, natürlich nur im Dunklen, weil es sich hier sicher fühlt.
Erschrecken tut es ihn, wenn die Rückkopplung einsetzt und es fürchterlich anfängt zu fiepen. Aber besänftigende warme Klangtöne und instrumental morbide Schönheiten wie in “Grim Reaper” verfehlen ihr Wirkung nicht. Der oftmals langsam schleppende Rhythmus erzeugt gefährlich anmutende Klangwelten, die eine angsteinflößende Grundstimmung ausströmt. Die Melange aus Doom, Grunge, Stoner und Sludge fokussiert sich auf das Pentagramm des 70er Heavy Metals und 80er Jahre Doom zwischen Black Sabbath und Saint Vitus, episch angelegte Lieder, in denen der Klangraum mit ausufernden instrumentalen Passagen, dominanten experimentellen und psychedelischen Rhythmusstrukturen sowie ein basslastiger Sound gefüllt wird. “Turn” ist einen rhythmusdominierter, schleppender Metal, der sich wie eine dickflüssige Masse aus den Boxen quetscht.

terrorverlag.com

Die 1997 gegründete Sludge-Rock-Kapelle war über lange Jahre und sechs Alben ein Duo, das aus Andreas Heller und David Reumüller bestand. Der Gitarrist und der Drummer aus Graz waren vorwiegend instrumental unterwegs und türmten derweil metallisch-avantgardistische Soundwände auf. Zwischenzeitlich ist Martin Plass zu den beiden gestoßen. Den Sänger und Bassisten kannte man schon von den STRIGGLES, mit denen REFLECTOR bereits gemeinsam auf Tour waren und so fand mit Album No. 7, das da kurz „Turn“ heißt, schließlich auch der Gesang Einzug in den musikalischen Kosmos von REFLECTOR.
Selbiger ist im Übrigen ziemlich düster wie bereits der Opener „Turning“ deutlich macht. „Grim Reaper“ schließt sich mit wütenden Vocals an, ehe „Islands II“ in dunklen Untiefen mäandert und das repetitive „Bar“ die Langäxte grummelnd von der Leine lässt. Hier verzichtet das Trio auf das menschliche Organ und setzt stattdessen auf die Kraft der Instrumente, die außerdem beim nachfolgenden „Leave The Rave“ in doomigen Gefilden anzutreffen sind. Martins Stimme klingt auch hier ziemlich räudig, während „Down The Drain“ und „If You Go Away“ zumindest am Anfang vergleichsweise zahm daherkommen. Dieser Eindruck täuscht jedoch, denn auch hier geht es alsbald wieder krachend zur Sache.
Der letztgenannte Song ist übrigens ein Cover. 1959 hat JACQUES BREL das Lied „Ne me quitte pas“ geschrieben, in der Folge wurde es vielfach neu interpretiert und in verschiedenen Sprachen performt. U.a. auch von FRANK SINATRA, MARLENE DIETRICH, CYNDI LAUPER und zuletzt WYCLEF JEAN. So düster wie bei REFLECTOR wird aber wohl keine der bisherigen Versionen gewesen sein. Die Umsetzung Richtung Sludge und Doom ist jedoch durchaus geglückt; so wie sich der gesamte Silberling „Turn“ hören lassen kann. (ULRIKE MEYER-POTTHOFF)

demonic-nights.at

Mit Reflector setzen echte Veteranen der heimischen Rock- und Metal-Szene zur Landung an. Bereits 1997 gegründet, veröffentlichte das Duo um Andreas Heller und David Reumüller bereits sechs Alben und mehrere Kleinformate, seit „The Heritage“ und einer Singles-Box zum 15jährigen Bestehen war es aber, zumindest im Studio, vergleichsweise ruhig um die Steirer geworden. Mit Sänger und Bassist Martin Plass ist nun ein dritter Mann zu den Grazern hinzugestoßen, der sich auf „Turn“ auch gleich ein wuchtiges Stelldichein gibt.
Der Sound könnte von Plass‘ anderer Band The Striggles kaum weiter entfernt sein. Sludge, Stoner, Doom und ein wenig Noise kollidieren auf 44 Minuten wiederholt. Wie gut dieses erweiterte Line-up funktioniert, zeigt ausgerechnet eine Cover-Version. „If You Go Away“, vor allem in der Version von Dusty Springfield bekannt, wird zum Slow-Food-Monolithen mit mitreißendem Gesang und einem Hauch von Schmerz entfremdet. Diese schemenhafte Nachzeichnung einer großen Ballade ist freilich nur der Gipfel des betont zähen Eisbergs.
Reflector können Berge versetzen mit ihren dichten, druckvollen Songs. „Bar“ übt sich in gekonntem Minimalismus. Schnell ist ein Hauptriff gefunden, die nächsten gut sechs Minuten wird darüber meditiert mit kleinen Variationen, zunehmender Intensität und furztrockener Präsentation. Der Opener „Turning“ lässt sogar so etwas wie Melodie zu, wenngleich dies bestenfalls als Schattierung purer Trostlosigkeit durchgeht. Kurze, beinahe flüsternde Gesangseinlagen lockern das Geschehen bestenfalls rudimentär auf – eine Wuchtbrumme wie „Leave The Rave“ mit wütenden Sludge-Kaskaden à la Tombstones und pointiert platzierten Zäsuren gestaltet sich ebenso als Volltreffer.
Der beinahe sprichwörtliche Minimalismus der Dinge begleitet Reflector auf allen Pfaden und legt großartige Momente frei. Pure Reduktion, ungebrochene Intensität und spürbare Leidenschaft, die selbst durch das Understatement zu schimmern vermag, lassen „Turn“ zum kleinen Leckerbissen reifen. Die lange Wartezeit, das gewachsene Line-up, der Fokus auf das magische Riff lassen keine Wünsche offen. Auch nach über zwei Jahrzehnten zeigen sich die Grazer in bestechender Form, als ob die Zeit spurlos an ihnen vorbeigegangen wäre. Was für eine feine Wuchtbrumme. (8/10, dawak)

metalhead.it

(Noise Appeal Records) Il duo austriaco Reflector è in giro da oltre vent’anni con il loro sludge/doom Metal spesso principalmente strumentale. Vent’anni che non hanno poi portato molto, chiudendo la band in circolo vizioso stilistico dal quale era difficile uscire. Questo, però, fino all’arrivo di Martin Plass, bassista e vocalist già attivo da molti anni in varie altre bands… non un novizio, decisamente un veterano del rock. Ed è qui che tutto è cambiato prendendo una nuova piega, svoltando con decisione: una voce tetra ma anche brillante e potente, linee di basso suggestive ed avvolgenti, alternanze di luci e ombre, di metal e doom lacerante… tutti elementi che sfociano in questo piccolo capolavoro del genere, simbolicamente e propriamente intitolato “Turn” (traducibile come ‘cambio di direzione’)! Doom che si evolve, doom che diventa dark, dark che si incrocia con il metal… atmosfere tetre e riff graffianti. Doom lento, lentissimo, con “Turning”, un doom con accenti melodici geniali, con un appeal che mi riporta alla mente i Morphine incrociati con nomi noti quali Lord Vicar o Saint Vitus. Più crudele “Grim Reaper” con un singing più urlato, un brano che rivela un lato metal più marcato di quello dark della nuova era dei Reflector. Pesante e fumosa “Bar”, meravigliosamente lenta ed incisiva “Leave the Rave”, un brano che rivela una fantasia compositiva davvero notevole (basta ascoltare la batteria nelle lunghe pausa tra un un accordo e l’altro delle chitarre!). Riff sensuale e provocante nella meno tetra “Down the Drain”, prima della stupenda e conclusiva “If You Go Away”, un brano che emana una luce funerea, quasi una ballad, quasi un addio, quasi un testamento, un brano dove il nuovo vocalist riesce ad interpretare con lascivo trasporto, con religiosa devozione. Album difficile da descrivere con delle semplici parole. Certo, c’è il doom, c’è un ottimo vocalist, c’è fantasia, ci sono le componenti tipiche che gli amanti del genere esigono… ma ci sono una infinità di altri dettagli, di arrangiamenti, di corde pizzicate in un modo piuttosto che nell’altro, di piatti percossi con una enfasi diversa dal quello che ci si aspetta… ci sono una infinità di sfumature di grigio che vanno percepite, inalate, assorbite per capire l’altissimo livello di “Turn”. Un album da ascoltare con erotica passione. Un album nel quale abbandonarsi completamente, senza ritegno, senza pregiudizi. (9/10, Luca Zakk)

Mix1.de

Reflector veröffentlichen den Longplayer ‘Turn’
Die aus Graz stammende Band Reflector veröffentlicht am 05. April 2019 ihren neuen Longplayer “Turn”. Musikalisch am ehesten im Sludge Rock zu verorten, wobei für diese Schublade wohl auch zu experimentierfreudig, haben Reflector auf gekonnt innovative Weise ihren brachialen, aber dennoch emotionalen, Sound etabliert ohne je einem Versuch der genauen Beschreibung oder einem Vergleich mit anderen Bands gerecht zu werden. Sieben Songs, inklusive Coverversion von „If you go away“ werden nicht nur die eingefleischten Fans begeistern. (6/8)

Rhein-Neckar Cityguide 4/2019

Musikalisch am ehesten im Sludge Rock zu verorten, wobei für diese Schublade wohl auch zu experimentierfreudig, haben Reflector auf gekonnt innovative Weise ihren brachialen, aber dennoch emotionalen, Sound etabliert ohne je einem Versuch der genauen Beschreibung oder einem Vergleich mit anderen Bands gerecht zu werden. Auf ihr Konto gehen sechs Alben und einige Singles.

CD Aktuell

“Die Grazer Gitarren-Schlagzeug-Walze beschwört die vom Punk beseelten Geister der Metal-Avantgarde mit sich gewaltig auftürmen Soundwänden, repetitiver Härte und vorwiegend instrumentaler, eigenständiger Rockmusik. Düstere MetaI-Elemente mit zornigen Noiserock-Parts werden lediglich mit Schlagzeug und tiefer Gitarre fusioniert.”
Die Rede ist von Reflector, üppig beschrieben auf einem Konzertflyer jüngeren Datums. Tatsächlich hat sich das Duo aus Graz seit seiner Gründung 1997, mittels langem Atem und Kontinuität, Legendenstatus in Österreich erarbeitet.
Musikalisch am ehesten im Sludge Rock zu verorten, wobei für diese Schublade wohl auch zu experimentierfreudig, haben Reflector auf gekonnt innovative Weise ihren brachialen, aber dennoch emotionalen, Sound etabliert ohne je einem Versuch der genauen Beschreibung oder einem Vergleich mit anderen Bands gerecht zu werden.
Auf ihr Konto gehen sechs Alben und einige Singles. Das letzte Album, sozusagen Reflectors Opus Magnum “The Heritage”, erschien auf den drei Lables Noise Appeal, Rock is Hell und Interstellar Records. Auf dieses folgte kurz darauf eine Box mit vier Singles, ein “Best of” wenn man so will, neu eingespielt mit befreundeten Gastmusikerinnen zum 15-jährigen Bestehen der Band. Soweit die Vorgeschichte.
Andreas Heller und David Reumüller, müssen mit dem Rücken zur Wand gestanden sein, denn ein nächster logischer Schritt um Reflector als Duo weiter zu entwickeln, schien kaum mehr möglich. Plötzlich, und doch recht unvermutet, betritt Martin Plass die Bühne bzw. den Proberaum. Eingeweihte kennen ihn als begnadeteten Sänger und Bassisten der Striggles, sowie als Rockveteran der sich bereits in den 80er Jahren als Rampensau diverser berüchtigter Bands ausgezeichnete. Reflector und The Striggles haben etliche gemeinsame Konzerte und kleine Touren gemeinsam bestritten, dabei dürfte der Funke übergesprungen sein, Seither erhellen Martin PIass leuchtende Stimme und ein knochenbrechender Bass Reflectors Universum.
Ein neues Album mit dem treffenden Titel “Turn” wird aufgenommen und von Bernd Heinrauch produziert. Sieben Songs, inklusive Coverversion von “lf you go away”, scheinen wie durch einen Pakt zwischen Himmel und Hölle entstanden zu sein. Eine Wende, wie sie in keine bessere Richtung hätte gehen können.

earshot.at

Musikalisch am ehesten im Sludge Rock zu verorten, wobei für diese Schublade wohl auch zu experimentierfreudig, haben REFLECTOR auf gekonnt innovative Weise ihren brachialen, aber dennoch emotionalen Sound etabliert ohne je einem Versuch der genauen Beschreibung oder einem Vergleich mit anderen Bands gerecht zu werden – so stehts zumindest in der Bandbio.
Mit ihrem sechsten Album bewegen sich die Grazer erneut außerhalb aller Schubladen, aber auch außerhalb jedweder Eingängigkeit. Ein Album das man sich erarbeiten muß, wobei ich leider gestehen muss, dass es mir auch nach vielen Durchläufen nicht gelingen will einen Zugang zu der Musik zu finden. Die Mischung aus Sludge, Doom und Avantgarde will einfach nicht zünden. Um das Werk zu beschreiben fallen mir Begriffe wie monoton, trist, depressiv oder minimalistisch ein, aber auch langasam, intensiv und schwer, was vor allem am Zusammenspiel der tiefen Gitarre und dem Bass liegt. Die oft minutenlange Wiederholung einzelner Sequenzen wirken sogar fast hypnotisch.
Aufgelockert wird das Ganze eigentlich nur durch den leider oft nur spärlich eingesetzten Gesang, da sich dieser perfekt der jeweiligen Stimmung anpasst und den Songs doch etwas Struktur verleiht. Trotzdem fällt es schwer, sich in die Musik reinzuversetzen, da nicht wirklich was hängen bleibt. Jeder Durchlauf war für mich wie der erste. Einzig das Jaques Brel Cover „If You Go Away“ fällt da aus der Reihe, da es der einzige eingängige Song des Albums ist und sich in jeder Hinsicht vom Rest unterscheidet.
„Turn“ wird wohl all jene ansprechen die mit obiger Beschreibung was anzufangen wissen. Ansonsten muß man schon experimentierfreudig sein um sich mit dem Werk auseinanderzusetzen. Von mir gibt’s für dieses Album keine Bewertung, da mir Objektivität in diesem Fall schwer fällt.

www.lordsofmetal.nl

De betere albums vind ik vaak die platen waarop je naarmate je ze vaker luistert steeds nieuwe dingen hoort. Turn is een plaat uit die categorie. Aanvankelijk wordt je makkelijk overrompeld door de enorme muur van geluid die zonder enige subtiliteit in je gezicht geduwd wordt, maar met tijd en herhaling begint deze sterke plaat te ontwasemen.
Het drietal, dat de eerste twintig jaar als duo door het leven ging, schotelt ons zeven donkere, meeslepende werken voor waarin de melodielijnen goed verscholen liggen. Op punten horen we enorm dissonante geluiden in een kille, doom-achtige omgeving, met het harde en schurende uit de sludge scene. De muziek is grotendeels langzaam, met een enkele versnelling op momenten dat het ook daadwerkelijk impact heeft. Als we onze oren heerlijk laten masseren door deze geweldadige klanken wordt het geluid warmer en verandert de voorgenoemde muur van geluid in een prachtig en interessant muzikaal landschap.
Slotnummer If You Go Away toont aan dat Reflector weet waar ze mee bezig zijn. Dit is een aangepaste versie van die van Rod McKuen (er zijn echter heel veel interpretaties van dit nummer), die er een rustige en stille, maar oh zo weemoedige invulling aan gaf. Reflector gebruikt de tekst, die alle elementen van een good doom nummer heeft, en zet hier hun kenmerkende logge en zware riffs onder waardoor de emotionele lading van dit nummer groots is. De band toont met dit album aan dat het geen probleem is om na twintig jaar muziek maken nog steeds fris en creatief voor de dag te komen. (Bart M., 85/100)

hardmusicbase.cz

Je to pomalý a je to nudný, přesto to má něco do sebe. Rakouská kapela REFLECTOR hraje doom metal v takové té současné stoner sludge podobě a zkráceně tomu říká dark rock. Dřevně dunivej zvuk podlazených kytar, který může v některých pasážích připomínat zvuk kytar Obituary, se mísí do líně vlekoucích se, relativně nenápaditých bicích, aby podpořily pološeptanej vokál. Na poslech je to dobrý, ale když kapela zrychlí jako třeba v „Grim Reaper“, tak to má fakt šťávu. Nesranda ovšem je, že oni v té pomalosti umí ještě víc zpomalit. To potom ten kostlivec na tradičně kýčovitém obalu má asi hodně špatný přesýpací hodiny. Nejvíce se mi na albu asi líbí odsejpající sabbaťárna „Islands II“, kde i ten zpěv je o něco výše posazený a je to skutečně zpěv. Ale ani zbytek písniček rozhodně nezapuzuji a to zrovna nejsem fanouškem tohoto žánru.

musicinbelgium.net

Oui mais non ! Pourtant, ils s’y sont mis à quatre pour nous l’envoyer ce CD promo. Trois labels (Noise Appeal Records, Rock Is Hall Records, Rough Trade distribution) et une agence de promo (Bite It Promotion). Et dans le tas, pas un seul n’a pensé qu’une petite traduction (même succincte) de la bio aurait pu nous être utile. Bon, nous sommes raisonnables. Nous ne leur demandions de se la jouer Molière. Du Shakespeare aurait très bien pu faire l’affaire. Mais là… rien que du Goethe… du haut en bas de la page… C’est dur. Dans ces conditions, pas vraiment facile vous résumer la carrière et les aspirations de Reflector. D’autant que le site officiel du groupe autrichien ne s’embarrasse pas non plus de traductions inutiles. Par acquis de conscience, nous vous proposons quand même une sélection de mots pêchés dans la bio et qui, s’ils ne sont pas toujours écrits de manière à apaiser les rougeurs de notre correcteur orthographique, devraient, en principe, vous permettre de cerner un peu l’affaire : “Instrumentaler”, “Rockmusik”, “Metal Elemente”, “Noise-rock-parts”, “Sludge Rock” et, pour terminer, “Ein Monolith”.
Bref, vous l’aurez probablement compris comme nous, sur papier, “Turn”, le nouvel album de Reflector, c’est du Rock, Sludge, un peu Metal et Noise, souvent instrumental, toujours monolithique. Dans les faits, la musique est lourde et répétitive. Entre les riffs plombés et les rares lignes d’un chant hypnotique, quelques expérimentations rythmiques captivent l’attention et veillent à ce que la plaque ne soit pas intégralement soporifique. N’empêche. Nous nous retrouvons souvent, à l’instar du personnage qui illustre la pochette, à attendre quelque chose qui ne vient pas.
Au rayon des curiosités, nous citerons quand même “If You Go Away”, une intéressante reprise du “Ne Me Quitte Pas” de Jacques Brel en version Sludge/Doom. À vous de juger si cet hommage plombé à l’un des monuments de notre culture nationale justifie l’investissement. (3/5, Michel Serry)

noizzwebzine.blogspot.com

He de confesar que no conocía el trabajo de estos austríacos que responden al nombre de REFLECTOR, quienes llevan funcionando desde el año 1997 y cuentan en su haber con una larga lista de álbumes y singles. Sus principales responsables son el dúo formado por Andreas Heller y David Reumüller, a quienes se les unió posteriormente el vocalista Martin Plass (veterano rockero que también es cantante y bajista en THE STRIGGLES), completando un trío capaz de hacer magia con su música. Solo hay que escuchar este nuevo álbum de estudio, al que han bautizado como “Turn”, que ha visto la luz a través del sello Noise Appeal Records en colaboración con Rock Is Hell Records en formato CD y LP. El que yo tengo entre manos es el elegante y sencillo digipack, en el que se puede disfrutar de casi tres cuartos de hora de Rock pesado y sombrío.
“Turn” viene presentado con una sombría portada repleta de simbolismo, sencilla pero con un mensaje muy potente, al igual que la música de la propia banda. Y es que REFLECTOR hacen uso de ingredientes muy básicos para construir su propuesta, en la que destacan los tiempos lentos, los riffs pesados, la oscuridad y, también, momentos de agitación en los que el ritmo se acelera. Un cóctel sonoro en el que encontramos elementos del Sludge, el Stoner Rock y el Doom, por lo que puedes hacerte una idea del alto tonelaje de sus canciones, que abundan en ritmos repetitivos y riffs realmente monolíticos, por no mencionar la dramática tarea vocal que eleva la propuesta más todavía. Un trabajo aparentemente monótono, pero que cuenta con unos contrastes entre las cadencias más lentas y los arrebatos rockeros aportan cierta variedad al conjunto. También hay un tema instrumental en mitad del álbum, y una fantástica versión del clásico “If You Go Away”, escrito por JACQUES BREL e inmortalizado por numerosos artistas.
REFLECTOR contaron con el trabajo de Bernd Heinrauch, que fue el encargado de las grabaciones y la producción de estas siete canciones que componen “Turn”, quien ha sabido dotar al álbum de la potencia y elegancia que se merece. Y es que, si te gusta todo esto del Sludge, el Stoner Rock y el Doom, deberías dar una escucha a este nuevo disco de los austríacos ya que han conseguido hacer el Rock más pesado, denso y sombrío que te puedas imaginar. Y todo ello son grandes complicaciones ni desarrollos enrevesados, simplemente usando su talento e ingredientes muy básicos. (8,5/10)

Legacy #120

Lange Zeit waren Reflector als Duo aktiv, mittlerweile ist Verstärkung eingetroffen. Martin Plass übernimmt auf der neuesten Veröffentlichung “Turn” Gesang und Bass. Inwieweit das dem Sludge-Sound der Österreicher guttut, sollten Fans beurteilen, denn da fehlt mir einfach der Zugang. Schon beim äußerst monotonen und gruseligen Opener “Turning” möchte ich mich tatsächlich wieder umdrehen und auch sonst fehlt jegliches Verständnis für diesen Sound. Langatmige, gequälte Passagen ziehen sich durch die Aufnahme, nur ganz selten von kurzen Hoffnungsschimmern durchbrochen. Warum es zum Beispiel (wie bei “Islands II”) einen brauchbaren Song in ewige, ermüdende Intro- und Outro-Riffs packen? Da drehen sich einem doch die Zehennägel hoch … Oder warum strecken Reflector die guten, knackigen Momente in “Leaving The Race” mit knarzigen Gitarre und lustlosem Drum-Gekloppe auf über sieben Minuten? Musik ist natürlich eine Sache der Wahrnehmung, aber um den Stücken auf “Tur” etwas wirklich Positives abzugewinnen zu können, fehlt mir offenbar die Wahrnehmungsfähigkeit. (FVD, 5 Punkte)

Oldiemarkt 6/2019

Für den Stoner Rock ist das Trio die angesagte Besetzung und damit tritt auch die Band aus Graz an. Zunächst waren da nur der Schlagzeuger David Reumüller und der Gitarrist Andreas Heller, doch jetzt gehört der Bassist Martin Plass dazu, der auf der 7. CD der beiden erstmals mitmischt. Das ist harter Stoner Klang, der dieselben Probleme besitzt wie die meisten Produktionen aus der Ecke. Das rockt kräftig, aber nirgends finden sich Stücke, die der Musik ein eigene Identität geben würden.

www.wingsofdeath.net

Reflector is een Oostenrijkse band waar ik nog nooit van gehoord had. Toch is deze band al ruim twintig jaar actief; het gelijknamige debuutalbum verscheen al in het jaar 2000. Aanbeland in 2019 is de band (na een stilte van zeven jaar op platengebied) toe aan album nummer zes: Turn.
Wanneer ik albumopener (en bijna-titelnummer) Turning in mijn smoelwerk gedrukt krijg, vind ik het direct jammer dat ik nog niet eerder muziek van deze band gehoord heb. De muur van geluid maakt meteen indruk op me, de dynamiek die dit nummer in het verloop laat horen, maakt duidelijk dat Reflector meer te bieden heeft dan dat, en met een ge(s)laagd stukje sludgy doom op de proppen komt. Vooral de ingetogen zang zorgt voor veel emotie en beleving, en staat bijna in contrast met de logge muziek. Wat mij betreft een interessante aanpak.
Behalve de dreunerige sludge horen we even verderop (in Grim Reaper bijvoorbeeld) ook wat uptempo noisy fragmenten, die eerder aan punk doen denken. Hoewel interessant voor de afwisseling zijn dit zeker niet mijn favoriete momenten. Gelukkig (voor mij tenminste) blijven deze passages beperkt in aantal en lengte, zodat ik mij volledig kan wentelen in het meeslepende duister van logge en trage gitaaraanslagen en de beukende ritmesectie.
De trage tempo’s en donkere geaardheid van doom, en vette en smerige benadering van sludge metal laten zich hier tot in harmonie samensmelten tot een aangenaam geheel. Wanneer daar dan heel stiekem ook nog zo af en toe een toefje toegankelijkheid in gestopt wordt is dat een traktatie voor de oortjes. Somberheid is troef in bijvoorbeeld Leave The Rave, misschien wel het meest slopende nummer van het album. Verrukkelijk hoe het schurende van sludge hier samensmelt met de inherente melodie van sfeervolle doom.
Reflector biedt dus geen gemakkelijk verteerbare kost, maar doet zeker een beroep op liefhebbers van doom metal om zich hier in te verdiepen. Ik durf te beweren dat het de moeite waard is om even door te zetten: de beloning is een sterk album dat vol zit met aangename verrassingen, diepgang, en een indrukwekkende, wat zeg ik, verpletterende atmosfeer.