FORMAT
noise237, CD
noise238, LP

STATUS
available

RUNNINGTIME
28 min. 46 sec.

TRACKLIST LP
A1 Plenum
A2 Bock auf Stress
A3 No Money
A4 Party
A5 Warum
B1 Speed
B2 Autodrom
B3 Probleme
B4 Showtime

PRESSING INFORMATION
500 copies LP, 180g vinyl, black orange splattered, printed innersleeve, pantone color, DL Codes included

TRACKLIST CD
01 Plenum
02 Bock auf Stress
03 No Money
04 Party
05 Warum
06 Speed
07 Autodrom
08 Probleme
09 Showtime

PRESSING INFORMATION
500 copies, digipak, booklet

RELEASE DATE
05.12. 2025

OX #183

Joachim Hiller: Sind die gut! Nur zwei Mann, aber so ein dichter, vibrierender, druckvoller Sound. Hat was von DEAD BOB meets MANTAR meets DYSE. Dass die auf Österreichisch singen hört man nicht mal. (8)
Thomas Kerpen: Das österreichische Duo hat ganz offensichtlich Bock auf Stress, doch die Energie ihres flotten Hardcore-Punks verpufft aufgrund des komischen Lo-Fi-Sounds und der stilistischen Eindimensionalität. (5)
Frank Weiffen: Ultraschneller Punk/Hardcore aus Österreich, der keine Zeit zum Atmen lässt. Nur zum Staunen – ob seiner Energie und kompromisslosen Wucht, die nie auf Kosten der Melodie geht. (7)
Wolfram Hanke: Rohe Gewalt, Tempo und Dialekt. Am Erfolgsrezept der Österreicher hat sich mit Album Nummer drei nichts geändert. Die haben „Bock auf Stress“. Wir auch. Mei des is ur leiwand. (8)
Gereon Helmer: Das Duo ist laut und unmittelbar, kaschiert aber nicht, dass viele Riffs ähnlich gebaut sind. Dadurch flacht der Spannungsbogen früh ab, obwohl das Grundkonzept tragfähig wäre. (6)
Bianca Hartmann: HECKSPOILER sind ein wenig irritierend. Der Albumtitel ist Programm. Eine Ruhepause würde dem Hörgenuss wohl nicht schaden, aber bei dieser Musik geht es nicht darum, gemütlich auf der Couch zu sitzen. (7)
Kay Werner: Maximaler Output von einem Duo aus Österreich. Trotz reduzierter Instrumentierung ein echt hochexplosives Gemisch aus Metal, Punk und D-Beat. Only killer, no filler. (8) Anke Kalau: Derbe knüppelnder Ösidoompunk mit ein wenig Elektrogefrickel, Augenzwinkern und reichlich Fuzz lädt zum großen Absturz. „I wü Stress und Action, Schädlweh und Koda hom“! (8) Christoph Siart: Beschissener Bandname, geile Band! Metalpunk mit sägenden Gitarren, der einen direkt die eigene Wohnzimmereinrichtung zertrümmern lassen möchte. (8) Tim Kallweit: Das energiegeladene Duo aus Österreich mit ihren albern wirkenden weißen Wollpullovern bringt mit „Bock auf Stress“ ein weiteres Wucht-Werk auf den Markt. (7)

OX #183

Wer denkt, eine Band bräuchte mindestens Gitarre, Schlagzeug und Bass, wurde von beispielsweise MANTAR, KACKSCHLACHT und THE COURETTES eines Besseren belehrt. In dieser Riege sind HECKSPOILER mit ihrem dritten Album längst etabliert. Mehr noch, Thomas und Andi ballern hier härter, strugglen strenger und drücken mit mehr Wucht an die Wand, als es die beiden Vorgängeralben zusammen hätten schaffen können. Dazu kommen immer häufiger auch Sounds aus dem Computer zum Einsatz. Das Einzige, was hier aber in Richtung Disco geht, ist der Song „Party“ und der sticht als melodischer und poetischer Höhepunkt außergewöhnlich heftig hervor und trifft direkt ins Herz. Auch der Titeltrack „Bock auf Stress“ vermittelt mit dem Baseballschläger in der Hand, dass HECKSPOILER nicht in Frieden kommen. HECKSPOILER sind hier, um aufzumischen, um aufzumucken, um Ärsche zu treten. Dazu sind alle eingeladen, außer die, die Doppeldeutigkeiten nicht verstehen. Und die üblichen Verdächtigen wie Faschos, Chef:innen und Menschen, die sich selbst über andere stellen. Da kann und darf es auch mal wehtun und zu Selbstreflexion einladen, wie es in „Plenum“ geschieht. Klingt hart, aber da müssen wir durch. Und auf Tour werden Andi und Thomas sicherlich weiterhin auch in AZs eingeladen – hoffentlich. Auch zu zweit, denn HECKSPOILER beweisen mit „Bock auf Stress“, dass auch im Rock’n’Roll Qualität vor Quantität geht. (Fabi Schulenkorf, 8/10)

The Gap 214

Punk und Metal waren einst Erzfeinde. Heckspoiler beweisen eindeutig, dass das längst nicht mehr so ist. Nein, es funktioniert sogar großartig, wenn man diese beiden Genres kombiniert. Auf »Bock auf Stress« vereinen sich die besten Seiten beider Kategorien zu einem Gesamtwerk, das der österreichischen Rockszene noch lange im Gedächtnis bleiben wird. Hier ist der Band ein Album gelungen, das sich mit dem Motto »Volle Kraft voraus!« sehr gut beschreiben lässt. Thomas Hutterer und Andreas Zelko, die das Duo bilden, holen aus lediglich zwei Instrumenten – Bass und Schlagzeug – einen massiven Sound und maximale Wucht heraus. Hämmernde Ri s und bissige Vocals verleihen der Platte eine unerbittliche Härte, die nach Moshpit-Action schreit und an keiner Stelle die elektrische Gitarre vermissen lässt. Schmähfian und Headbangen Im Zusammenspiel mit den selbstironischen Texten im oberösterreichischen Dialekt entsteht ein Schmäh, der diese geballte Wucht leichter verdaulich macht. So ist zum Beispiel der Track »Party« eine Satire auf einen Abend, an dem man eigentlich feiern möchte, aber die Couch viel verlockender wirkt. Wer kennt das nicht? »Plenum« wiederum ist eine Ansage an selbstdarstellerische Meinungsmacherei und Performativität in der Großstadt. So geht es immer turbulenter weiter, stets nach vorne preschend. Mit Elementen aus dem Hardcore und Thrash-Metal wird der Track »Speed« seinem Namen gerecht. Apropos: Durch die neun Nummern fegt die Platte in 28 Minuten – und mir kommt es vor, als wären es nur fünfzehn. So gut fließt das Ding. Es wird Haltung gezeigt bis zur letzten Sekunde, denn: »Es geht um Leben und Tod«. Diese zynische Punkattitüde verbunden mit sumpfigem Metalflow macht die Band auch für die Stonerrock-Szene interessant. Bereits seit ihrem Song »Stonerband« kennt man Heckspoiler dort. Vergangenen Sommer war das Duo auch beim einschlägigen Blue Moon Festival zu sehen, wo ihr Auftritt für scheppernde Boxen und heftigen Bewegungsdrang sorgte. (Selma Hörmann)

www.musicaustria.at

HECKSPOILER – „BOCK AUF STRESS“
Heckspoiler machen auf ihrem dritten Studioalbum unmissverständlich klar, dass Zurückhaltung weiterhin nicht zu ihrem Repertoire gehört. „Bock auf Stress“ (Noise Appeal Records; VÖ: 5.12.) setzt genau dort an, wo die bisherigen Veröffentlichungen bereits deutliche Marken gesetzt haben, treibt deren kompromisslosen Ansatz jedoch noch weiter ins Extrem.
Nein, viel Anlauf brauchen Thomas Hutterer und Andreas Zelko nicht: Schon mit dem ersten Ton, dem ersten Riff ist klar, wohin die Reise geht. Das dritte Album des oberösterreichischen Duos wirkt wie eine Überdosis Adrenalin – ein Werk, das sofort in den roten Bereich springt und dort mit demonstrativer Freude verweilt. Was frühere Veröffentlichungen bereits deutlich machten – dass man mit Minimalbesetzung – ohne Gitarren – maximale Energie freisetzen kann – wird hier noch einmal zugespitzt, sowohl klanglich als auch konzeptionell.
Der Grundsound bleibt unverkennbar, gewinnt auf „Bock auf Stress“ aber zusätzliche Schärfe und physische Wucht. Man spürt, dass sich die Band weiterentwickelt hat und inzwischen genau weiß, wie man ihre Ideen kompakt, druckvoll und mitreißend auf den Punkt bringt. Das Ergebnis ist eine hochexplosive Mischung aus räudigem Punk, Thrash-Elementen, sludge- und stonerartigen Schweregraden sowie feinen Anleihen aus extremeren Metal-Spielarten. Verschnaufpausen sind in diesem Vollgasmodus nicht vorgesehen; jeder Track trifft mit der Wucht eines Vorschlaghammers.
Die neuen Stücke wirken entschlossener denn je und setzen kompromisslos auf Intensität: schneller, wütender, unmittelbarer – zugleich versehen mit einem trockenen Humor, der die Härte nicht mindert, sondern pointiert. Die teils im Dialekt gehaltenen Vocals fügen sich als zusätzliche klangliche Farbe ein und verleihen dem Gesamtbild noch mehr Eigenständigkeit. Textlich bewegt sich das Duo zwischen bissigem Spott, schräger Poesie und bewusst nebulösen Bildern – eine Sprache, die ebenso viel andeutet wie sie verschweigt. Aus dieser Mischung entsteht eine Direktheit, die nicht auf Eingängigkeit zielt, sondern auf pure Unmittelbarkeit.
„Bock auf Stress“ wirkt wie eine gezielte Einladung zur Eskalation – ein Album, das Moshpits in Brand setzt, mit unbändiger Energie nach vorn prescht und dabei eine rohe, beinahe anarchische Spielfreude entfaltet, die einfach mitreißt und unheimlich Spaß macht. (Michael Ternai)

Falter 51/2025

Sie hören „Süßer die Glocken nie klingen“ und erleiden einen Zuckerschock? Heckspoiler kurieren allergische Reaktionen auf tönenden Weihnachtskitsch so zuverlässig wie nachdrücklich. Die Rabiatperle im aktuellen Austro-Rock schlägt als Duo mit Bass, Schlagzeug und Dialektgesang Krawall, der nur eine Gangart kennt: Voigas! Live als prolliges Zornbinkerl stets eindrucksvoll, auf Platte vor allem dann gut, wenn sich auch Melodien ins Geplärre schleichen. (G.S.)

thoughtswordsaction.com

When you think of rock duos, the usual suspects often come to mind, often projected through minimalist blues or maybe a bit of garage rock, but what Heckspoiler delivers on their latest LP, Bock auf Stress, shatters any preconceived notions of what two people can achieve with just a bass and a drum kit. It’s no secret that I have a soft spot for bands that achieve more with less, but we’re not talking about less here. We’re talking about a sonic force of nature so dense and massive that you won’t notice the absence of a guitar for a single second. Heckspoiler hails from Upper Austria, but their sound has long since outgrown the Alps. After hundreds of shows and two excellent albums, they’ve earned a reputation as a concert machine, and Bock auf Stress is the perfect studio monument to that energy. It delivers exactly what the title promises. It rattles, clatters, and drives your pulse into regions that would normally justify bone adjustment. Stylistically, we’re moving through a fascinating borderland between hardcore punk, gritty punk’n’roll, and a healthy dose of stoner sludge, with the band pushing the bridge toward metal, d-beat, and thrash even further this time around.
The star of the show is, without a doubt, that monstrous, heavily distorted bass. It’s the foundation, walls, and the roof of this sonic bunker. The tone is so filthy, so saturated, and so enormous that it literally makes the air in the room vibrate. It’s that specific stoner-meets-aggro-punk vibe that makes the sound so absolute. You can practically hear the sweat and oil of post-industrial reality in every note. It simultaneously evokes a demolition site and a high-end studio, making a perfect balance of rawness and technical finesse. The drumming on Bock auf Stress exemplifies dynamics and endurance. It’s the engine that whips this ton-heavy vehicle forward at ultimate speed. The breaks are sharp, the snare cracks like a whip, and the cymbal accents cut through the bass fog with precision. It’s this combination of an intimidating force and clever rhythmic maneuvers that ensures the album never becomes monotonous, despite its extreme tempo. You can feel the drums chasing the sound, always on the edge of chaos but never lacking the necessary groove.
The vocals are that special detail where Heckspoiler reveals their true soul. The vocals are powerful, full of lifeblood, and surprisingly melodic despite all the aggression. It’s a passionate rallying cry that comes across as cynical at times, cryptic at others, but always authentic and honest. The lyrics are biting and possess that very special wit deeply rooted in the Heckspoiler universe. It’s a form of communication that speaks a universal language of rage, wit, and strength. You sense that it’s all-or-nothing every single time, as if every song were the final of a world championship in musical states of emergency. Heckspoiler sounds even more compact, even harder, and, as strange as it may sound at this volume, even better thought out on Bock auf Stress. They’ve cranked up the metal influence without betraying their punk roots. The thrash elements give the songs a technical edge that contrasts wonderfully with the d-beat filth. You hear the influences of classic punk and roll, but filtered through a modern, almost metallic lens.
The production is fat, loud, but transparent enough to appreciate the details of the performance. You hear the clatter of the strings, the breathing between the lines, and the sheer physical exertion behind the instruments. It’s an honest album, no unnecessary overdubs, no gimmicks, just two people giving everything they’ve got. Bock auf Stress is a manifesto of defiance. Heckspoiler proves you don’t need a five-piece band with three guitarists to build a wall of sound. You just need passion, some massive riffs, and the absolute will to burn the club or your living room to the ground. It’s an album for those moments when you just want to push daily life aside, for those moments when you’re up for stress because the stress of the music is more cleansing than the stress of the world. If you’re into music that takes no prisoners, that grabs you by the collar and doesn’t let go for a solid forty minutes, then this is your record. Heckspoiler has delivered a faster, angrier masterpiece, but it has more heart than 90% of what usually passes under the banner of punk today. An absolute must for fans of stoner, hardcore, and everything in between. Cheers to the chaos! Head to Noise Appeal Records for more information about ordering.

Trust 234/2025

Ein Mann am Bass, einer am Schlagzeug, schön eingepackt in Rollkragen Winterpullovern, dann wird das Volumen auf 11 gedreht und die Karre beschleunigt von null auf hundert in unter 4 Sekunden. Unglaublich, wieviel Saft man aus einer solchen Kombo pressen kann. Man kriegt hier wirklich zehn mal das volle Brett ab und schafft es trotzdem noch total eingängiges und humorvolles Material abzuliefern. Klingt wie eine Mischung aus 80er Thrash und Motörhead. Hut ab. (marianne)

www.haubentaucher.at

Bock auf Stress? Immer!
Zuerst ist die Platte nicht daher gekommen. Dann haben wir eine kleine Pause eingelegt. Aber jetzt ist wieder alles gut und die neue Heckspoiler dröhnt endlich durch unsere edlen Gemächer. Das härteste Duo dieses Landes (wenn man uns fragt), macht Musik, die einem klaren Motto folgt: „Ist doch scheißegal!„
Ideal, um deine Eltern, deinen Partner, deine Lehrer:innen, einfach alle fertig zu machen. „Du kannst mir gern in die Goschn haun“, auch das kann man gar nicht laut genug aufdrehen und mit brüllen.
„Bock auf Stress“ klingt wie die ewige Post-Pubertät irre gewordener Techno-Punks, dargeboten in einem verschimmelten miesen Drecksloch. Aber wenigstens ist das Dosenbier schön kalt. Und wisst ihr, was das beste ist? Diese agressionsgeladene Lärmschleuder gibt es auch auf Vinyl. Und zwar in einer wunderschönen Alarm-Edition. Siehe oben. Was sollen wir sagen: Wir lieben das!