noise80, LP
noise81, CD

STATUS
available

RUNNINGTIME
45 min. 16 sec.

TRACKLIST LP
A1 Alien Girl
A2 All Your Colours Fade Into Me
A3 On A Rail A4 Summerrain
A5 The Smiling Enemy
A6 Rabbit Gang
B1 Stars Without Fame
B2 Born To Realize
B3 Red
B4 Evil Heart
B5 Harmonize
B6 The House On Highland Avenue

PRESSING INFORMATION
300 copies, 180g, clear transparent, printed innersleeve, DL code included

TRACKLIST CD
01 Alien Girl
02 All Your Colours Fade Into Me
03 On A Rail
04 Summerrain
05 The Smiling Enemy
06 Rabbit Gang
07 Stars Without Fame
08 Born To Realize
09 Red
10 Evil Heart
11 Harmonize
12 The House On Highland Avenue

PRESSING INFORMATION
500 copies, digipak, including booklet

RELEASE DATE
27.09. 2019

www.terrorverlag.com

Gerhard Potuznik ist ein österreichischer Musiker und Musikproduzent aus dem Bereich der elektronischen Musik. In dieser Funktion zählt er wohl zu den Schlüsselfiguren der Ösi-Musikszene. Am bekanntesten wurde er unter dem Namen GD LUXXE; als Produzent hat er beispielsweise mit CHICKS ON SPEED, der MEDIENGRUPPE TELEKOMMANDER und JANOSCH MOLDAU zusammengearbeitet. Irgendwann in seiner seltenen Freizeit stieß er auf die Musik, die er Ende der Siebziger/Anfang der Achtziger mit zwei Kassettenspielern, billigen E-Gitarren und noch billigeren Schlagzeugmaschinen aufgenommen hatte. Mit der elektronischen Mucke, die er später machen sollte, hatte das nicht viel zu tun. Vielmehr war dies ein wilder Mix aus den frühen CURE, WIRE, HÜSKER DÜ, JOY DIVISION und den SISTERS OF MERCY.
Der gute Gerhard hatte wieder Blut geleckt und er machte sich wieder daran, Stücke in der Tradition dieses Sounds zu schreiben. THE HAPPY SUN war geboren und mit dem beschwingt-wavigen „Summerrain“ im vergangenen Jahr auch ein kleiner Sommerhit entstanden. Ende 2018 legte man mit dem dezent-unterkühlten „Stars Without Fame“ nach und mittlerweile wartet das selbstbetitelte Debüt mit insgesamt einem Dutzend Songs darauf, gehört zu werden. Los geht’s mit dem knackigen „Alien Girl“, auf das mit „All Your Colours Fade Into Me“ ein straighter Kopfnicker folgt. Im verträumten Westcoast-Sound schließt sich „On A Rail“ an, während „The Smiling Enemy“ und „Rabbit Gang“ in wavigen Gefilden unterwegs sind. Schrammeliger Seventies-Rock steht dank „Born To Realize“ auf dem Programm, während „Red“ die elektronische Eighties-Karte zieht und „Evil Heart“ im verträumten Post-Punk schwelgt. „Harmonize“ und „The House On Highland Avenue“ verschlägt es derweil nochmals in die wilden Siebziger, wobei diese bei THE HAPPY SUN vergleichsweise zahm ausfallen.
Eines ist jedoch allen zwölf Liedern gemeinsam: man hört ihnen an, dass sie sich vor den musikalischen Helden von Mastermind Gerhard Potuznik verneigen. Dabei sind die Tracks nicht einfach nur retro, sondern auf unbestimmte Art eigenständig. Hier macht einfach jemand genau die Musik, auf die er Bock hat! Live bestehen THE HAPPY SUN im Übrigen neben Potuznik an Mikro und Gitarre aus Philipp Pluhar am Schlagzeug, Christof Baumgartner am Bass und Andreas Koch am zweiten Sechssaiter. (ULRIKE MEYER-POTTHOFF, 10/10)

Fränkische Zeitung, 23.09. 2019

Gerhard Potuznik ist eine der Schlüsselfiguren Österreichs, wenn es um die elektronische und alternative Musik geht. Er hat acht Soloalben sowie unzählige 12″ und CDs bei österreichischen und internationalen Labels wie Cheap, Mego, Ersatz Audio und Interdimensional Transmissions veröffentlicht. Darüber hinaus arbeitet Potuznik auch als
Produzent für Acts wie Chicks On Speed, Mediengruppe Telekommander, Minisex, Janosch Moldau, Black Palms Orchestra – oder seine Improvisations-/Artband MÄUSE, zusammen mit Tex
Rubinowitz, Didi Kern und Philipp Quehenberger. Mit dem Projekt, The Happy Sun hat das alles nicht mal mehr am Rande zu tun. Hier frönt der Tausendsassa seiner Obsession der Rockmusik der späten 70er bis Ende der 80er. Zitiert ersten Indie-Rock ebenso wie Düsterlinge wie Sisters Of Mercy oder The Cure oder nimmt sich den Power-Pop britischer Prägung vor. Nicht unbedingt konzise, dafür recht unterhaltsam. (Hubert Schober, ***)

www.rocktimes.info

Gerhard Potuznik, der Mastermind von The Happy Sun, ist in Österreich für elektronische und alternative Musik bekannt – so lehrt es das Begleitmaterial. Um es schon mal vorweg zunehmen, mit Elektronik hat das vorliegende Album rein gar nichts zu tun, sondern vielmehr mit einer Rückbesinnung Gerhards auf das, was er in seiner frühesten musikalischen Schaffensphase, seinerzeit noch auf Kassettenrekorder, aufgezeichnet hat. Und das war eben eher Musik aus der Post Punk-Ära.
Neugierig geworden, verlasse ich an dieser Stelle die Informationen des Promoters und tauche im Web in die faszinierende Welt der Wiener Musikszene ein. Auf einem Privatsender läuft dort die Sendung Mulatschag TV mit dem Untertitel: ‘Die einzige TV-Show, die Ihr wirklich braucht’. Wer sich mit der österreichischen Rockmusik auskennt, weiß sogleich, woher dieser Begriff stammt und was er bedeutet. Mulatschag nannten die Drahdiwaberl um den genialen, im letzten Jahr leider verstorbenen Chef, Stefan Weber, ihre orgienartigen Massen-Happenings auf der Bühne. Und aus dem kulturellen Umfeld dieser einzigartigen Band hat sich das Programm entwickelt. Handgemachte und sehr geile Live-Musik im Studio, die typisch skurrile Szenerie in der Gestaltung der Location und allerlei schillernde Figuren, eben genauso, wie sich Drahdiwaberl früher auf der Bühne zeigten. Schaut Euch allein mal die x-mas Gala vom letzten Jahr im Netz an, für so eine Sendung würde ich gerne Gebühren zahlen – aber bei den Anspielungen gegen Spießbürgertum und Mainstream würden unsere öffentlich rechtlichen Untoten wohl kollektiv einen Schlag erleiden.
Zurück zu The Happy Sun. Die waren nicht nur beim Weihnachts-Special dabei, sondern traten zuletzt erneut auf bei Mulatschag TV, mit ihrem neuen Album im Gepäck, von dem sie einige Nummern sehr straight als Trio vorgetragen haben. Und Gerhard erzählt dort, dass der große Stefan Weber einst sein Kunstlehrer war (Stefan lehrte Kunst und Werken am Gymnasium bis ins Jahr 2000) und ihn in frühen Jugendjahren als Roadie mit zu den Konzerten der Drahdiwaberl mitgenommen hat. Prägende Erlebnisse und faszinierende Weg-Querungen und Begegnungen, die sich bis in die heutige Zeit erhalten haben.
All diese Querverbindungen und Vorgeschichten sollte man vielleicht kennen, um zu verstehen, was auf uns zukommt, wenn in diesen Tagen das Album gleichlautend mit dem Bandnamen aus dem erweiterten Bereich des Post Punk erscheint. Und es kommt mit Volldampf, aber auch erstaunlich eloquent daher. Die Musik hat durchaus Radiotauglichkeit. »Kommerziell, aber auf eine gute Art und Weise liebe ich dieses Album wirklich« sagt Pete Maher, der nicht nur dieses Album gemastert hat, sondern auch Scheiben beispielsweise für U2 oder die Stones!
Treibende Bässe und Gitarrenlinien, die starke Bezüge zu den frühen Achtzigern ausweisen, als man diese Musik New Wave oder Independent nannte. Die Soli sind sehr kompakt und knapp gestaltet, ausuferndes Gefrickel wird es nicht geben. Das war in den Achtzigern nicht anders. Knackige Vokalparts und eingängige Refrains korrespondieren über zwölf kurz gehaltene Songperlen sehr harmonisch mit dem instrumentalen Grundgerüst, es verbreitet sich von Beginn an eine eigentümliche Atmosphäre zwischen willkommenen Backflashs und dem Gefühl, hier dennoch irgend etwas völlig Neues zu entdecken.
Wenngleich ich beim Intro zu “All Your Colours Fade Into Me” zunächst ein wenig an Bauhaus denken musste, entwickelt sich der Song doch irgendwie anders und schon in der nächsten Nummer,”On A Rail”, wird mir klar, welche Synapsen da bei mir angeklickt wurden. Letztgenannter Track sprüht vor psychedelischem Geist. Der repetitive mehrstimmige Gesang, die schönen schrägen Melodien, das erinnert stark an den Spirit der Sixties, als solche Musik ersonnen wurde und die auch bei den Schweizer Kollegen von Universe By Ear so ausgeprägt zelebriert wird. Die vom Rhythmus her tatsächlich recht punkigen Nummern wie “Alien Girl” und das als Single bereits erfolgreiche “Summerrain” (die Nummer aus der Mulatschag x-mas Gala) wirken überhaupt nicht düster oder gar destruktiv. Nein, diese Musik hat eine eigenartig unterschwellig wirkende positive und optimistische Ausrichtung.
Dass mich “The Smiling Enemy” ein wenig an The Armoury Show erinnert, freut sehr, denn die haben damals in einer der letzten Rocknächte des Rockpalast einen sehr schönen zeitgemäßen Auftritt abgeliefert, der leider längst in Vergessenheit geraten ist. Die Backlines der Gitarre im nachfolgenden “Rabbit Gang” folgen stilistisch der vorgenannten Quelle, aber insgesamt stellt der Song mit seinen traumhaft schönen Harmonien aus mehrstimmigem Gesang über unterstützenden intensiven Riffs eine glasklare Verwandtschaft zu einer meiner Lieblingsbands aus Seattle her, die leider nie so ganz an den Ruhm berühmter Nachbarn heranreichten. The Walkabouts, die den Seatlle-Sound von einer recht folkigen Basis eroberten. Wenn wir in der Textzeile »you’re on a temporary ride« ankommen, dann kulminiert nicht nur das Lied. Geile Nummer.
“Born To Realize” setzt vor dem letzten Drittel noch einmal eine krachende Powernummer mit ausgeprägten Riffs, die eher dem Hard Rock als punkigen Wurzeln zuzuschreiben sind.
Der geniale Refrain in “Harmonize” vermittelt dann sogar ein starkes Pink Floyd-Feeling, wer hätte das hier erwartet? Der zurückgefahrene Antrieb pendelt sich in eine Art reflektierende Stimmung und die psychedelischen Gesänge legen ein Stück weit das Unbewusste zwischen den Ohren des geneigten Zuhörers frei, eine Meditation, wohin auch immer. Die finalisierende Hookline kulminiert diesen Drift.
Die Texte sind vielschichtig und deutbar in diesem oder jenem Sinn, vor allem aber sind sie sehr poetisch: »Under a happy sun, guided safe from harm through the summerrain, through the hazy clouds of pain.« Das Prinzip von Gegensätzlichkeit zieht sich fast wie ein roter Faden durch die Lyrik, irgendwie Ying & Yang, wer weiß. Das schöne Cover mit den zwei Gesichtshälften, hier hart und fest fast wie eine Statue, da sich auflösend in einem schillernd bunten, geheimnisvollen Kosmos, verstärkt diese These. Doch wenn man ganz genau hinschaut, wird man feststellen, dass auch die Randbezirke der harten Hälfte sich bereits in jenem Kosmos aufzulösen beginnen. Spannende Rätsel, die uns die Band und vermutlich ganz besonders Gerhard Potuznik damit bereitstellt.
Da wo in der Vergangenheit bei den Urvätern dieser Musik manche Platte daher kam wie ein Soundtrack zum Suizid oder gar Weltuntergang, vermittelt die Musik von The Happy Sun durchgängig ein gutes Gefühl. Bei “Red” wird es dabei fast sogar ein wenig poppig. Das geht in die Beine, ohne jemals trivial zu wirken. Nein, die Kompositionen sind raffiniert und mit viel Gespür für die historischen Vorbilder ausgearbeitet und so sind schöne eingängige, aber authentische Melodien mit allerlei psychedelischen Anflügen und musikgeschichtlichen Anspielungen entstanden. Indie Rock muss nicht depri sein.
Aufgrund der beschriebenen Eigenschaften, den psychedelischen Anflügen und stets erkennbaren Bezügen auch zu den Sixties würde ich dem Ko-Produzenten des Albums, Bernd Heinrauch, recht geben, der die Musik von The Happy Sun als eine Art »Ende der 70er Jahre Shoegaze Psychedelic Rock« bezeichnet hat. Das trifft es vermutlich besser als die Post Punk-Schublade.
Ich kann mir nicht helfen, im Rahmen der Recherchen, der Bezüge zu Drahdiwaberl und einem eigenartig schräg, nostalgischen Gefühl beim Anhören des Albums musste ich, der mit der österreichischen Kultur und dem Land an sich schon vor langer Zeit angebandelt hat, permanent daran denken, dass diese Musik genial wäre für eine zeitgemäße Wiederauferstehung des Majors Kottan. Auch in dieser Fernsehserie war Rockmusik mit tiefen Wurzeln eine wesentliche Begleiterscheinung, viele Handlungsstränge wurden durch entsprechende Songs untermalt. Und Stefan Weber höchst selbst war in einer Folge mit dabei, als er mit den Drahdiwaberln auch den “Ausgeflippten Lodenfreak” auf die Bühne brachte. Vielleicht sind es ja nur Halluzinationen eines durchgeknallten Rezensenten, aber es würde zu der Verspieltheit der österreichischen alternativen Kultur und einem Konglomerat aus schwarzem Humor, hintergründigem Schauspiel und geiler Musik einfach gut passen.
Gregor Seberg könnte den Kottan spielen, Josef Hader den nunmehr zweibeinigen Dezernatsleiter Schremser. Der Schrammel hingegen ist nicht mehr mit an Bord, er wurde ein Opfer seines Berufs, als er sich beim Einparken des Dienstfahrrads versehentlich selbst überfahren hat. Und Polizeipräsident h.c. Pilch wurde von dem Wahn befallen, die Weltherrschaft an sich zu reißen. Er ermordete den Kaffeeautomaten, besorgte sich eine hässliche blonde Polyester-Perücke und überfiel die US und A. Dort hat er sich das Pseudonym Donald Trump gegeben und versucht nun, seinen teuflischen Plan umzusetzen.
Was wäre das für ein Plot. Und die Musik von The Happy Sun wäre ein perfekter Soundtrack, bezieht sie sich doch genau auf die Zeit, in der die ursprüngliche Serie ausgestrahlt und damals von vielen noch nicht verstanden wurde, weil sie ihrer Zeit weit voraus war. Damit wäre die Klammer perfekt.
Gerhard Potuznik kehrt mit seiner neuen Band zu seinen Wurzeln zurück und verlässt ausdrücklich die Pfade, die er in den letzten Dekaden beschritten hat. Er holt eine inzwischen fast schon historische Musik aus einer längst vergangenen Epoche zurück in unsere Welt und schafft es dennoch durch seine starke psychedelische Ausprägung abseits aller Fürsten der Finsternis, einen ganz eigenen Stil zu hinein zu interpretieren. Eben irgendwo in diesem Spannungsfeld aus Post Punk, Shoegaze, Pschedelic und Achtziger Jahre, die schon damals gerne die Sixties zitierten. Genau dieser Mix ist es, der in mir dieses Kottan-Hinrgespinst hat wachsen lassen. Die Musiker mögen mir diese Spinnerei jenseits der eigentlichen Platten-Besprechung verzeihen. (Michael Breuer)

www.beatblogger.de

Österreichs Elektro- und Alternative-Urgestein Gerhard Potuznik hat ein neues Betätigungsfeld gefunden. In seiner Freizeit zwischen Alben als GD Luxxe und diversesten Produzenten-Tätigkeiten (u.a. für Mediengruppe Telekommander und Chicks On Speed) experimentierte er mit Indie- und Post-Punk-Sounds, die ein wenig an The Cure und Joy Division erinnern. Daraus wurde das neue Bandprojekt The Happy Sun, nun mit dem gleichnamigen Album bedacht.
Süßliche Düsternis und deprimierende Eingängigkeit reichen sich die Hand für 45 Minuten verwegene Leidenschaft. „Born To Realize“ macht’s vor und bricht die Sonnenformel auf dreieinhalb schmissige, verhalten punkige Minuten herunter. Der Gesang wirkt lässig und angenehm gedämpft, das Arrangement aggressiv, der Refrain angenehm verwaschen. Mit dem Weichzeichner gehen The Happy Sun zuweilen recht großzügig um, was aber Methode hat. Der mit den Smiths flirtende Opener „Alien Girl“ lebt von Ungemütlichkeit, entstelltem Gitarrensound und rotziger Darbietung – ein toller Opener, wie er im Buche steht.
Einige Songs dieses Debüts könnte man bereits kennen. „Summerrain“ war 2018 ein kleiner Indie-Sommerhit. Ob es am dezenten Grave Pleasures-Charme liegt? Leuchtet der Stern aufgrund der abgehangenen Hall-Effekte besonders grell? Vermutlich ist es einer jener Songs, der einfach hängen bleibt, wo das Bauchgefühl durchschlägt. Auch „Stars Without Fame“ schwirrt bereits seit einigen Monaten herum. Reduzierte Riffs, trockene Präsentation und ein Hauch von Romantik reißen aber mit. Der gekonnte Hatscher „Harmonize“ schielt gen Schmalzrefrain und macht damit mindestens so viel richtig wie der Beinah-Punk von „All Your Colors Fade Into Me“ oder das räudige „Evil Heart“.
Potuzniks Urverständnis für diesen Sound liefert die ideale Basis für ein kurzweiliges Debüt, tolles Songwriting und eine starke Band-Besetzung sorgen für das Sahnehäubchen. Was The Happy Sun auf ihrem gleichnamigen Debütalbum auspacken, weiß zu unterhalten. Indie-Ursuppe, eingängige Finsternis und die organische Seite des Post Punk offenbaren unerwartet hohen Unterhaltungswert. Auch wenn manche Passage vertraut klingt, so ist dieser Einstand doch mehr als großartig geworden und leiert schon jetzt die Repeat-Funktion gewaltig aus. (Walter Kraus, 4/5)

www.gaesteliste.de

Mit der Rockmusik ist das so eine Sache – einfach weil in diesem Genre schon so unendlich viel probiert worden ist, dass es Newcomern schwer fällt, da noch eine identitäre Nische zu finden. Nun ist der österreicher Gerhard Potuznik allerdings kein Newcomer mehr. Stattdessen ist es ein altgedienter Recke in Sachen elektronischer Muisk. Unter dem Namen GD Luxxe agierte er seit Mitte der 90er in dieser Sache. Jene Art von Rockmusik, die er nun mit seinem Ensemble The Happy Sun bietet, betrachtet er eigentlich nur als Hobby. Vielleicht ist das auch der Grund, warum The Happy Sun vergleichsweise unbedarft an die Sache herangehen, ein wenig Grunge einfließen lassen, mit Power-Chords in Richtung Power Pop zielen, nicht weiter in der Historie zurückreichen als bis in die 80er (somit auf klassischen Hardrock und Blues-Rock verzichten), das Ganze mit einer Prise zeitgemäßer Psychedelia garnieren und trotz seltsamer Songthemen und einigen ungelenken Textzeilen ordentliches Songmaterial zustande bringen. Dabei erwischen The Happy Sun erstaunlich oft genau die richtigen Versatzstücke und überzeugen am Ende mit einer zwar eher harmlosen, aber gut gemachten Genre-Scheibe. (Ullrich Maurer)

InMusic 106/2019

In der österreichischen Club & Indie Szene ist Gerhard Potuznik kein Unbekannter. Mit jeder Menge Solo-scheiben und zahlreichen Musik-Projekten hat sich der Gitarrist, Komponist, Produzent und Sänger einen Ruf weit über die Grenzen seines Heimatlandes erarbeitet. Mit dem vorliegenden Konzept erinnert sich der Tausendsassa einmal mehr an die “guten alten Zeiten” und schwelgt im Sound der späten 1970er und 1980er Jahre. Zusammen mit guten Freunden ist ihm damit eine hörenswerte Mischung gelungen, die einen in ihren besten Momenten an die Musik von Joy Division, The Cure oder Sister Of Mercy den-ken lässt. (JÖRG EIFEL, ****)

www.skruttmagazine.se

Had no expectations at all on this record but when Alien Girl comes it will be some kind of Husker Du-like music and it sounds really good! On a rail is a fairly quiet song and the whole album feels almost like a collection album with several bands, but it’s just that Happy Sun manages styles that are a bit different. I can hear Stranglers, Husker Du, Dinosaur Jr together with Beatles harmonies and a lot of indie bands that you may understand but at the same time Happy Sun actually has a really own sound I think and it sounds cryptic considering everything I’ve written before. It’s fun to listen to it anyway, and I sure think more than I can get interested in if you like good music. They also do a Gun Club cover (The house on Highland avenue) and they do it really well!

Pure Vinyl 10/2019

Gerhard Potuzik ist einer der führenden Player wenn es in Österreich um Electro Alternative und Psych-Musik geht. Da gibt es unzählige Projekte und Outputs und immer wieder musikalische Überraschungen, wie auch das Album von THE HAPPY SUN. Jetzt haben wir es nicht mit seinen ausgefallenen Mixturen zu tun, sondern mit einer Scheibe die die PSYCHEDELIC FURS nicht hätten besser machen können. Richtig genialer Psyche Pop, Wave orientiert und dennoch ohne kommerzielle Ambitionen, dafür immer mit einer fetten Gitarre und einfachen, aber treibenden Drums. Dieses Album fegt wie ein Orkan durch die Lautsprecher, also unbedingt anhören – das ist ein machtvolles Rockalbum, so gut und frisch wie ein Sommer Regen.

luserlounge.blogspot.com

Eigentlich ist Gerhard Potuznik ja eher im elektronischen Milieu zuhause, hat dort acht Alben und unzählige Singles veröffentlicht und sich auch als Produzent (u.a. für Mediengruppe Telekommander und Chicks On Speed) einen Namen gemacht.
Dass der Österreicher aber noch eine ganz andere Seite hat, offenbart er mit seiner Band The Happy Sun. Dort lebt er seine musikalischen Wurzeln aus, die eindeutig in den 70ern und 80ern liegen und stark gitarrengeprägt sind. Und holla: das geht ab! Der Einstieg mit Alien Girl ist mal unfassbar genial und trotz des unverkennbaren Retro-Feelings gibts moderne Klänge auf die Lauscher, die jedem aktuellen medialen Liebling im Rock-Genre zur Ehre gereichen würde. Oft höre ich in neue Alben mal rein und was mich nach 2-3 Tracks noch nicht eingefangen hat, hat es danach schwer oder wird sogar geskipped – ganz anders bei The Happy Sun (VÖ: 27.09.): da war schon nach wenigen Minuten klar, dass ich mich ausführlicher damit beschäftigen würde.
Shoegaze meets Psychedelic Rock meets 70s meets 80s – und trotzdem hat das Ganze das Potential, nicht nur das Feuilleton zu begeistern, sondern auch im Mainstream anzukommen. Stark!
Ach ja: Live wird Potuznik unter anderem vom großartigen Clemens Haipl an der Gitarre unterstützt, der seit Jahrzehnten dank seiner Sendung “Projekt X” einer meiner ganz großen TV- und Radio-Helden ist.

noizzwebzine.blogspot.com

Detrás del nombre de THE HAPPY SUN se encuentra uno de los proyectos del austríaco Gerhard Potuznik, un tipo bien conocido en la escena independiente electrónica y alternativa de su país, tanto por la gran cantidad de discos que lleva publicados en solitario o con bandas como MÄUSE como por su faceta de productor para bandas de la talla de CHICKS ON SPEED, MEDIENGRUPPE TELEKOMMANDER, MINISEX, JANOSCH MOLDAU, BLACK PALMS ORCHESTRA… Algo que todavía no era suficiente para calmar su sed de música, por lo que nace este nuevo proyecto musical inspirado en aquellas casetes que escuchaba en los 70 y los 80 con grupos como THE CURE, WIRE, HÜSKER DÜ, JOY DIVISON, SISTERS OF MERCY…
Pese al alegre nombre de THE HAPPY SUN hay que destacar que la música que Gerhard Potuznik ha facturado para este debut homónimo tiene influencias sombrías que beben del Post Punk, aunque combinadas con sonidos más propios del Rock Alternativo que aportan los matices y la variedad necesaria para enriquecer el álbum. Un trabajo de sonidos directos y aparentemente sencillos, por lo que su escucha resulta muy amable desde el primer momento, pero que cuenta con buenas dosis de inspiración que nos dejan algunas canciones de esas que se te acaban metiendo en la cabeza para permanecer allí durante mucho tiempo. Pero “The Happy Sun” no es un trabajo puramente comercial, de hecho cuenta con un rollo muy independiente que lo aleja de lo que sería ese otro Indie Rock mucho más accesible y empalagoso.
THE HAPPY SUN es una banda de Rock Alternativo con tendencias Post Punk, pinceladas New Wave, algo de Power Pop y hasta una pizca de psicodelia, todo ello bien mezclado en la coctelera sonora del grupo y presentado en un bonito digipack que invita a la escucha. Un puñado de buenos temas en definitiva, algunos mejores que otros, que hacen que la experiencia merezca la pena, especialmente si sientes nostalgia por aquellos sonidos de antaño que abanderaban bandas como las citadas anteriormente. (8/10)