FORMAT
noise104, CD
noise105, LP

STATUS
available

RUNNINGTIME
43 min. 17 sec.

TRACKLIST LP
A1 Die schwarze Katze (4:28)
A2 Die Ballade vom treuen Fischer (10:33)
A3 Die Silberhochzeit (3:31)
A4 Das letzte Schiff (2:40)
B1 Strandräuberballade (7:43)
B2 Meister Adebar (2:55)
B3 Kein Seemannsgarn (3:53)
B4 Der letzte Tote der Erebus (7:34)

PRESSING INFORMATION
300 copies, 180g, printed 4-pages inlay, DL code included

TRACKLIST CD
01 Die schwarze Katze (4:28)
02 Die Ballade vom treuen Fischer (10:33)
03 Die Silberhochzeit (3:31)
04 Das letzte Schiff (2:40)
05 Strandräuberballade (7:43)
06 Meister Adebar (2:55)
07 Kein Seemannsgarn (3:53)
08 Der letzte Tote der Erebus (7:34)

PRESSING INFORMATION
500 copies, digipak, booklet inkluded

RELEASE DATE
09.04. 2021

vinyl-keks.eu

Schon lange gibt es keine Fußballspiele mehr. Und schon lange röhrt Tim Thoelke nicht mehr ins Mikro seines Lieblingsvereins. Tim ist Stadionsprecher bei RB Leipzig. Und das schon seit einigen Jahren. Noch vor wenigen Jahren habe ich selbst im Stadion gestanden und diese Energie, die Tim regelmäßig an die Fans übertragen hat, erleben dürfen. Er kann aber nicht nur ins Mikro röhren! Er ist ebenso ein guter Moderator, DJ und Kolumnist. Und er kann sehr gut singen. Das beweist uns Tim Thoelke in seinem Debütalbum „Böse See“, das am 9. April auf Noise Appeal Records veröffentlicht wurde. Auf knapp über 43 Minuten entführt er uns mit seiner Band auf eine außergewöhnliche, faszinierende und manchmal tödliche Seereise, in der wir uns von der beschaulichen Küste zu den Docks und in schmuddelige Hafenbars begeben. Wir stechen in See, wo wir auf Walfische, Perlenfischerinnen und Fabeltiere treffen, erleiden Schiffbruch und enden schließlich im Packeis der Arktis.
Das Team um Tim Thoelke hat wahnsinnig gute Arbeit geleistet. Während die Nadel die ersten Töne überträgt und du auf dem Sofa sitzt und vielleicht noch ein Kalt- oder Warmgetränk genießt, wirst du in Gedanken in eine besondere Welt manövriert und kannst nichts dagegen tun. Tim weiß, wie er mit seiner Stimme, seinem Gesang und der Instrumentalbegleitung – unterstützt durch Tim Gressler und Eike Ebbel Groenewold – jemanden in den Bann zieht.
Dies ist kein Album, um es nebenher zu hören. Es muss bewusst genossen werden. Alles andere ist Unsinn. Während es im ersten Song um „Die schwarze Katze“ geht, in der Katinka – so schön wie die See und wild wie das Meer – nachts auf die Bar sprang, um über Liebe und Leid zu singen, geht es im wesentlich längeren „Die Ballade vom treuen Fischer“ um Peter, der auf hoher See Schiffbruch erleidet und sehnsüchtig von seiner Lisbeth vermisst wird. Hut ab, wenn Tim diesen Song auf Konzerten spielen wird, denn der ist richtig lang. Besonderes Augen- und Ohrenmerk verdienen zudem die ebenso langen Tracks namens „Strandräuberballade“ und „Der letzte Tote der Erebus“. Zu „Der letzte Tote der Erebus“ gibt es auf dem Inlay auch noch eine nette Hintergrundinformation über die Franklin-Expedition, bei der die MS Erebus samt seinen 129 Besatzungsmitgliedern verschollen ist. Und das Lied erzählt die letzten Tage eines Seemanns, der auf diesem Schiff war.
Einen dicken Daumen nach oben gibt es für die Schallplattenqualität und auch für das auf insgesamt vier Seiten mit Songtexten bedruckte Inlay. Die Platte selbst wird mit gefütterter Innenhülle geliefert. (Stephan)

OX Fanzine #156

Hach, wundervoll! Tim Thoelke bietet das, was das Liedermacher-Genre ausmacht: Er erzählt Geschichten. Mit Spannung. Mit Dramaturgie. Mit Wendungen. Mit Humor. Und mit Musik im Hintergrund. Auf die Spitze treibt er das mit der “Ballade vom treuen Fischer”, die über zehneinhalb Minuten und von Anfang bis Ende fesselt. Mit im Boot hat Tim Thoelke die beiden Musiker Tim Gressler und Eike Groenewold, die ihn äußerst atmosphärisch begleiten, mit Gitarre, Bläser, Akkordeon, Streicher und Vibraphon, sich aber angenehm zurücknehmen, weil sie genau wissen, worum es auf “Böse See” geht: um die Geschichten. Tim Thoelke ist in der Unterhaltungsbranche kein Unbekannter: Er ist Musiker, DJ, Moderator und Stadionsprecher bei RB Leipzig. Jetzt hat er außerdem sein Solo-Debüt veröffentlicht. Und das kann sich wirklich sehen lassen. (K. Nico Bensing, 8/10)

whatisawfromthecheapseats.com

Tim Thoelkes Debütalbum BÖSE SEE ist eine Liebeserklärung an den Mythos: abgründig, melancholisch und düster-heiter.
Man muss kein Seebär sein, um das Meer zu mögen – um aber selbst bei stolzen Landratten akutes Meerweh zu entfachen, dazu bedarf es entweder eines Zaubers oder Tim Thoelke. Letzterer ist Musiker und gebürtiger Flachländler, mit BÖSE SEE veröffentlichte er aber ein Debütalbum, das kaum meeresaffiner ausfallen könnte. Zugegeben, der Titel klingt bereits vielversprechend, greift aber gleichzeitig zu kurz. Denn wer auf Play drückt, dem werden nicht einfach dunkle Töne oder bekannte Sea Shantys um die Ohren geknallt. Vielmehr öffnet Thoelke mit seinen Musikern Tim Gressler, Eike Groenewold & Konrad Schreiter eine divergente, düstere Welt, der sich schwer wieder entziehen lässt. Auf dem Silbertablett werden Küstenromantik, Seemannsgarn und Schauermärchen dargeboten.Tim Thoelke
Er kam, sah und sang: Tim Thoelke mit BÖSE SEE
Tim Thoelke hat viele Professionen. Vom Punkband-Mitglied in den 80ern, zu Musiker, DJ, Stadionsprecher, Moderator, Autor und Kolumnist im Hier und Jetzt. Meistens im Fokus, Stimme und Sprachlichkeit. Genau die beiden bilden mit der homogenen Instrumentierung den Dreh- und Angelpunkt auf BÖSE SEE. Die dunkle einprägsame Stimmlage erinnert an Nick Cave und schreibt sich in die Gehirnwindungen ein. Mit dem Australier teilt sich Tim Thoelke auch die Balladenartigkeit seiner Songs, die eine mythologische Tiefe evozieren.
Eine der stärksten Nummern ist die „Strandräuberballade“, die fast acht Minuten ein düsteres Bild der Schattenbewohner zeichnet. Dafür nehmen sich Sänger, Musiker und Chor alle Zeit dieser Welt – oder dieses Albums. Es entsteht ein dunkles Panoptikum, das gerade durch seine geballte Sprachlichkeit Perfektion findet und gleichzeitig an Edgar Allan Poe und den Roten Tod erinnert. Die Poe Analogien scheinen noch öfters auf und sind auch in der „Silberhochzeit“ allgegenwärtig – einer lyrisch wunderbar verpackten Feier, die makabrer kaum ausfallen könnte, gerade auch weil die Musik die düstere Thematik sprengt.
Bar hinterm Schlachthof
In eine ähnlich abgründige Kerbe schlägt „Der letzte Tote der Erebus“. Wortbegabt lässt Thoelke hier das Grauen einer letzten Reise auferstehen. Fast so, als hätte das Floß der Medusa einen neuen, eisigen Kurs eingeschlagen. Genau deshalb möchte man es kaum glauben, aber tatsächlich kann der musizierende Sänger und dichtende Musiker auch anders. Lyrisch und wohlgereimt die Zeilen zu Katinka in „Die schwarze Katze“: „Sie war so schön wie die See, so wild wie das Meer, sie trank ’ne volle Flasche in einem Zuge leer“. Gleichzeitig ist Katinka keine Seeräuber-Jenny, sondern darf sogar Happy End feiern. Ja, auch harte Seebären aus Hannover sind im Kern eben echte Romantiker. Ähnlicher Herz-Schmerz wird mit rauer, melancholischer Stimme in der „Ballade vom treuen Fischer“ verkündet, die außerdem noch den Längenrekord des Albums sprengt und volle Fahrt auf Kitsch nimmt. Für gute Laune sorgt „Kein Seemannsgarn“, das mit Swing-Anleihen, kesser Intonierung und herrlich abstrusen Geschichten begeistert.
Am Ende verblüfftes Innehalten. Schade eigentlich, dass BÖSE SEE nur 8 Songs umfasst. Da ließe es sich gut und gerne noch ein paar Stunden zuhören.

www.terrorverlag.com

Beim Namen TIM THOELKE muss ich als erstes an den Showmaster Wim Thoelke denken, der von 1974 bis 1992 im Zweiten die Quizsendung ‚Der große Preis‘ moderierte. TIM THOELKE, Jahrgang 1972, könnte sich bei der Wahl seines Künstlernamens durchaus an dem 1995 verstorbenen Quizmaster orientiert haben. Gebürtig heißt der DJ, Moderator und Musiker, der in und um Hannover aufgewachsen ist und seit 2002 in Leipzig lebt und seit 2011 Stadionsprecher von RB Leipzig ist, Tim Hespen, aber auch in Hespen schlägt ein Quizmaster-Herz, immerhin moderiert er bereits seit 2004 das monatliche Quizshow-Format ‚Riskier Dein Bier‘.
Mit alldem hat TIM THOELKEs Debüt-Album „Böse See“ allerdings wenig zu tun. Vielmehr führt der 49-jährige seine Zuhörer auf eine musikalische Seereise, die über beschauliche Küsten zu den Docks und in schmuddelige Hafenbars führt. Er sticht gemeinsam mit dem friesischen Multiinstrumentalisten Tim Gressler in See, trifft auf Walfische, Perlenfischerinnen und Fabeltiere, erleidet Schiffbruch und gemeinsam enden sie schließlich im arktischen Packeis („Der letzte Tote der Erebus“). Mein Highlight unter den acht Liedern ist gleich der Opener „Die schwarze Katze“, bei der es sich um die schummrige Hafenkaschemme der schönen Katinka handelt, die gemeinsam mit dem alten Akkordeonspieler Julius zum Schunkeln einlädt. Was Gressler drauf hat, beweist er beispielsweise beim groovenden Blues „Die Silberhochzeit“ und auch „Meister Adebar“ geht alsbald ins Bein, während „Die Ballade vom treuen Fischer“ und die „Strandräuberballade“ mit reduzierter Instrumentierung zum Zuhören einladen. „Kein Seemannsgarn“ spinnt TIM THOELKE beim gleichnamigen Song? Natürlich wird auch hier gelogen, dass sich die Balken biegen, ganz so, wie es auch bei Käpt’n Blaubär der Fall wäre.
Mit dem blauhaarigen Gefährten von Hein Blöd hat TIM THOELKE mit „Böse See“ außer seiner Vorliebe fürs besagte Seemannsgarn und einem Hang zum Meer auch das sonore Organ gemeinsam. Allerdings ist es weniger Käpt’n Blaubärs Synchronstimme Wolfgang Völtz, sondern der Hamburger ACHIM REICHEL, der mit seinem Hang zum Shanty in gewisser Weise als Parallele zu nennen wäre. (ULRIKE MEYER-POTTHOFF)

Schall Magazzin #23

Mit sonorer und eindringlicher Stimme interpretiert Tim Thoelke acht Songs über das Meer und dessen Eigenarten. Er kommt in den recht langen Balladen (was nichts Schlechtes ist!) auf das Heim- und das Fernweh zu sprechen, besingt Schiffbrüchige, Perlenfischerinnen und Strandräuber, die der Teufel holt. Totenschiffe sind unterwegs und mystische Fische retten die ewige Liebe. Alle Songs werden vom Multiinstrumentalisten Tim Gessler zu Blues und melancholischen Chansons verarbeitet und zwingen zum Zuhören. Bitte die Rasierklingen weit weg packen, denn: “Es ist soo kalt hier / ich bin der letzte Mann an Bord / Ich bin der letzte Tote / an diesem gottverfluchten Ort.” (Thomas Behlert)

musikglobal.com

Tim Thoelke debütiert mit einem Album das von der See und der Seefahrt handelt und allen Geschichten die es darum gibt. Er beginnt in einer schummerigen Hafenbar beim Dock und dann geht es auf hohe See mit allen Gefahren. Er versteht es mit seinen Liedern Geschichten zu erzählen, lange Geschichten, und sie bleiben spannend bis zum Schluss. Er singt die Geschichte mit einer tiefen sonoren Stimme. Diese Lieder haben nichts mit herrkömmlichen Seemansliedern zu tun. Zu diesen faszinierenden Geschichten und dem ebensolchen Gesang kommt die Musik des Multiinstrumentalisten Tim Gressler. Er spielt den Blues auf der Gitarre, übernimmt das Piano in der Bar oder das Akkordeon und plötzlich zupft er den Bass. Weitere Instrumente sind ebenfalls zu hören, aber die Musik ist genau dosiert eingesetzt. Dies ist ein wunderbares Album welches man noch und noch hörfen kann. (Fredi Hallauer)

www.gaesteliste.de

Also es wäre schon interessant zu erfahren, was Tim “Thoelke” Hespen und sein multiinstrumentaler Kollege Tim Gressler geraucht haben mögen, bevor sie sich daran machten diesen Mix aus Shanty-Romantik, Schlager-Naivität, Wüstenrock und Americana-Balladen auf ihrem Debüt-Album “Böse See” zu einem so auch noch nicht gehörten Sub-Genre zu verquirlen. Wer immer schon mal nach einer Scheibe gesucht hat, auf der die Qualitäten von – sagen wir mal – Santiano auf der inhaltlichen Seite und Giant Sand auf musikalischen auf geradezu visionäre Weise miteinander verquickt werden, der sollte sich unbedingt mal mit dem Projekt Tim Thoelke beschäftigen. Alle anderen kämen vermutlich eh nicht so schnell auf eine solche Idee.

www.badblack-unicorn.de

Tim Thoelke präsentiert mit seinem am 09.04.2021 erschienenen Debütalbum „Böse See“ acht ansprechende Songs, die sehr episch aufgebaut sind. Schöne Seemannsgeschichten werden hier zum Besten gegeben. In einer einfachen Art und Weise werden die Erzählungen gut in Gesangsform herübergebracht. So lassen sich die Tracks insgesamt toll anhören. Gerne werden die fesselnden Inhalte mit einer notwendigen Konzentration auf die Lyrics vom Hörer gehört.
Exemplarisch sei dieses an dem Titel „Kein Seemansgarn“ erläutert. So heißt es dort u.a.: „Und wenn du das alles nicht glaubst/ dann verpasst du die besten Geschichten/ hier ist nichts übertrieben oder ausgedacht“ „Kein Seemansgarn“ ist offensichtlich sehr gut in die Welt gesetzter Seemansgarn. Das ist schon recht cool gemacht.
Das Hauptaugenmerk ziehen die Vocals auf sich, die Instrumentierung wird gut unterstützend und untermalend eingesetzt, sie wird quasi angenehm genussvoll mitgeliefert. Mit dabei sind Gitarre, Bass, Mandoline, Schlagzeug, Klavier und Trompete. Insgesamt werden die Titel des Longplayers in einer angenehmen Klangatmosphäre dargeboten. Ein guter Unterhaltungseffekt liegt hier vor. Ein schönes Album! (Roman Golub)

musicheadquarter.de

Tim Thoelke gibt sein Debüt als Solokünstler: “Böse See”
Tim Thoelke ist extrovertiert genug, um schon einige Karriere-Stationen hinter sich zu haben. Er war Sänger in den Punkbands “The Devil in Shorts” und “Systemhysterie”. Er hat als DJ gearbeitet, ist Moderator im Leipziger Lokal-TV und Stadionsprecher bei RB Leipzig. Außerdem hat er ein Fanbuch zu seinem Lieblingsverein geschrieben.
In seinem Soloalbum nimmt er uns aber mit auf eine Seereise. Passt nicht ganz zu Leipzig, aber perfekt zu Tims rauer Stimme. Es geht um die beschauliche Küste und schmuddelige Hafenbars – eine Welt voller Gegensätze. Wir stechen in See, wo wir auf Walfische, Perlenfischerinnen und Fabeltiere treffen, erleiden Schiffbruch und enden schließlich im Packeis der Arktis.
In den acht Liedern fährt sowohl die Grenzenlosigkeit als auch die Gefahr des Meeres mit, man spürt Fern- und Heimweh, lauscht gespannt den Geschichten über Verrat, Mord und Liebe, versinkt in scheinbar uralten Geschichten und veritablem Seemannsgarn.
“Böse See” ist ein Konzeptalbum, das in einzelnen Songs kleine Anekdoten und Geschichten erzählt. Thoelkes Texte geben die lyrische Basis, während Multi-Instrumentalist Tim Gressler wahlweise den Barpianisten oder den Bluesgitarristen gibt. Ein sehr stimmiges Werk, das perfekt zu dem umtriebigen Thoelke passt. (Andreas, 7/9)