REFLECTOR

Reflector

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Andreas
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Viel zitiert. Das heißt, es wird viel nachgedacht. „Kompositionen“ nennen Reumüller und der Gitarrist Andreas Heller ihre Songs, als „Sludge-Rock“ bezeichnen sie ihren Stil in Eigendefinition. Man sollte ihre Musik hören, wie man klassische Musik hört, sagt Reumüller etwa. Und: „Reflector ist eine todernste Angelegenheit“, betont Reumüller. An einer müßigen Konzeptlastigkeit scheitern sie dennoch nicht. Auch wenn ähnlich wie bei den Melvins das Klischee eines Metalriffs immer rechtzeitig überhöht, entfremdet oder so eindeutig als Klischee positioniert wird, dass es schon wieder schmerzfrei die Standesdünkel der Popkennerschaft überwinden kann. Ansonsten hat sich die Combo von Napalm Death einiges abgeschaut. Diesen Einfluss spürt man am stärksten auf dem Erstlingswerk „Reflector“ aus dem Jahr 2001. Ein wichtiges Detail für einen pophistorischen Auskenner wie Gitarrist Heller. Ein Wissen, das in der Musik von Reflector immer wieder zum Zug kommt. Mit den legendären Post-Hardcore-Komprimierern Helmet haben Reflector die Freude an der Verdichtung gemein, in den raren
Gesangspassagen des aktuellen Werks fühlt man sich an die Übellaunigkeit von Steve Albini und dessen Kultberserkertum der 1980er-Heroen Big Black erinnert. Und ähnlich wie bei Big Black steht die Qualität des Gebotenen wohl in keiner Relation zum kommerziellen Erfolg. Dennoch wurden zwei Labels relativ schnell gefunden, jetzt werden sie von den Kleinlabels Interstellar Records aus Linz und Noiseappeal Records aus Wien in Kooperation betreut, die Auflage beträgt bescheidene 500 Stück. „Wir wollen einfach keine Kompromisse eingehen“, heißt es einhellig. Das gilt auch für die Bandbesetzung, mit einer klassischen Aufstockung des Duos braucht man erst gar nicht zu rechnen: „Neben uns hat einfach keiner Platz.“
Tiz Schaffer

Records

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